Leichtathletik

Röntgenlauf: Moderator Andreas Menz nennt seine Favoriten

Ob Andreas Menz am Sonntag den Sieger Daniel Schmidt interviewen wird? Zuletzt war das beim Osterlauf der Fall. Foto: Holger Battefeld
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Ob Andreas Menz am Sonntag den Sieger Daniel Schmidt interviewen wird? Zuletzt war das beim Osterlauf der Fall.
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Röntgenlauf: Sie machen die Titelvergabe unter sich aus. Oder doch nicht?

Von Andreas Dach

Er bereitet sich akribisch vor. Bevor Andreas Menz als Moderator zu einer Laufsportveranstaltung fährt, überlässt er nichts dem Zufall. Er sondiert Zeitungsberichte, wühlt sich durch Ordner und macht sich im Internet schlau. Woche für Woche. Immer wieder.

Der Röntgenlauf ist für ihn – wie auch für seine moderierenden Mitstreiter Bernd Hamer und Lothar Vieler – ein Pflichttermin. Die Männer werden am Sonntag bei der 17. Auflage der Großveranstaltung wieder sach- und fachkundig durch das Programm führen. Sei es im Halbmarathonziel im Clemenshammer, im Marathonziel im Eschbachtal oder im Ultraziel in Hackenberg.

Menz schreibt seine Gedanken immer nieder

Für Menz ist es eine Selbstverständlichkeit, sich auch mit den vermeintlichen Favoriten zu beschäftigen. Zeiten zu vergleichen, Formschwankungen zu berücksichtigen. Und so hat es sich in den vergangenen Jahren zu einem schönen Brauch entwickelt, dass er dem RGA seine Gedanken vor dem Wettbewerb niederschreibt. Ohne bezüglich der Namen auf Vollständigkeit zu beharren oder nicht auch von möglichen Überraschungen auszugehen. „Die gibt es immer wieder“, sagt der Mann, der in Essen lebt. „Plötzlich taucht jemand bei den Läufen auf, den man noch gar nicht kennt.“

Der Ultra: Bei den Männern muss man den Sieger der beiden vergangenen Jahre auf der Rechnung haben. Jan Kaschura (Holzminden) scheint die Strecke zu liegen. Doch auch Christian Thiel, früherer RTB-Läufer und inzwischen in Essen lebend, hat sich viel vorgenommen. Gleiches gilt für Falko Gallenkamp aus Düsseldorf, der auch schon 100er-Strecken gelaufen ist.

Bei den Frauen steht die Kölnerin Claudia Maria Henneken, die in Remscheid aufgewachsen ist, hoch im Kurs. Allerdings ist die Deutsche Meisterin im Speedskaten noch nie einen Ultra gelaufen. Dafür zuletzt in Köln den Marathon in der herausragenden Zeit von 3:04 Stunden. Um die Medaillen laufen auch Andrea Switala (Remscheid), Claudia Stader (Team Campana, gewann zweimal über die 100 Kilometer beim Röntgenlauf) und die Dortmunderin Vanessa Rösler.

Der Marathon: Heiko Mann von der TTG Rade hat (fast) ein Heimspiel. In der Vergangenheit hat er den Halbmarathon präferiert, jetzt will er es mit der Startnummer 4051 beim Marathon wissen. Auch Murat Celik (Ayyo-Team Essen, früher TuRa Süd) und der Remscheider Philipp Zabel (jetzt als Chirurg in der Klinik Kitzinger Land tätig) haben eine bergische Vergangenheit. Letzterer verbindet den Marathon beim Röntgenlauf immer mit einem Familienbesuch. 2013 und 2016 hat er die Strecke über 42,195 Kilometer gewonnen.

An Inge Raabe (TuRa Süd) dürfte bei den Frauen bei der Titelvergabe kein Weg vorbeiführen. Die erfahrene Athletin hat bereits über 60 Marathonläufe absolviert und sich für Sonntag viel vorgenommen.

Der Halbmarathon: Nach seinem Abstecher zum Ultra im vergangenen Jahr fokussiert sich Daniel Schmidt (Dönges-Running-Team) diesmal wieder auf die 21,1 Kilometer und geht als hoher Favorit an den Start. Das Leben schwer machen wollen ihm Arnd Bader (RSV), Dennis Mehlfeld (Lübeck), der frühere Remscheider Tobias Balthesen, Andreas Joswig (LG Wuppertal) und Torsten vom Stein (Team Campana). Bei den Frauen könnte Jeanne Li Wieting (Hazet), Zweite im Jahr 2015, den Sprung ganz nach oben aufs Treppchen schaffen.

Und was ist mit den kürzeren Distanzen? Da hat sich Menz auf Julius Drees (TriClub Wuppertal) und Maria Bader-Finelli (RSV) über die 10 Kilometer festgelegt. Die 5 Kilometer könnten seiner Meinung nach Matteo Carnielo (Röntgen-Gymnasium) und Yasin Jafare (EMA) für sich entscheiden. Könnten . . .

Überraschungen gibt es auf den Strecken immer wieder

MELDEZAHLEN

VERGLEICH Nach anfänglich schleppendem Beginn mit einem Minus von rund zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr haben die Meldungen in den vergangenen Tagen stark angezogen, sodass sich der Vergleich deutlich relativiert hat. Knackpunkt sind zurzeit immer noch die Kinderläufe, wo ein Abwärtstrend zu beobachten ist. Was allerdings mit größter Wahrscheinlichkeit an den Herbstferien liegt.

Denn für alle Strecken gilt: Überraschungen gibt es immer wieder. Manchmal kommt alles ja ganz anders. Spätestens am Sonntagnachmittag wissen wir alle mehr.

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