Laufen

In Lennep gibt es einen Lichtblick

Am vergangenen Sonntag fand im Bachtal ein Lichterlauf statt. Ein Teil des Startgeldes floss in das Bauprojekt der neuen Masten ein. Foto: Michael Sieber
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Am vergangenen Sonntag fand im Bachtal ein Lichterlauf statt. Ein Teil des Startgeldes floss in das Bauprojekt der neuen Masten ein.
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Bachtal: Der Austausch der Masten hat zwar begonnen, aber es werden Paten gesucht.

Von Peter Kuhlendahl

Am kommenden Montag gehen für fast alle Sportlerinnen und Sportler die Lichter aus. Bund und Länder haben sich am Mittwoch aufgrund der rasant ansteigenden Infektionszahlen auf schärfere Regeln verständigt, die den kompletten Amateursportbereich lahmlegen werden. Sämtliche Sportstätten, Vereinsräumlichkeiten und auch Fitnessstudios müssen bis mindestens Ende des Monats ihre Türen schließen.

Allerdings gibt es im wahrsten Wortsinn einen kleinen Lichtblick. Die Bachtalrunde in Lennep, die seit 15 Jahren beleuchtete Laufstrecke, kann auch in den nächsten Wochen genutzt werden. Und nicht nur das. Die in der Region wohl einzigartige Anlage wird den Aktiven auch in Zukunft in der dunklen Jahreszeit zur Verfügung stehen. „Der Austausch der mittlerweile zum Teil maroden Lichtmasten hat bereits begonnen“, berichtet Wolfgang Görtz vom Röntgensportclub, der die Anlage damals ins Leben gerufen hatte und als Betreiber dafür verantwortlich ist.

„Wir haben gut gewirtschaftet und dadurch ein Polster.“

Wolfgang Görtz, Röntgensportclub

Dass die Arbeiten bereits begonnen haben, überrascht. So war vor einigen Monaten zunächst unklar, ob die Strecke aus Kostengründen erhalten bleiben könne. 18 Masten hätten ausgetauscht werden müssen. 1000 Euro pro Mast schlügen dabei zu Buche. Und nun kommt es zur zweiten Überraschung: 50 000 Euro werden nun vom Röntgensportclub in die Hand genommen.

„Es hätte wenig Sinn gemacht, nur die aktuell maroden Masten auszutauschen. Das wird jetzt in Paketen gemacht. Alles andere wäre eine Art Flickschusterei geworden“, berichtet Görtz und betont aber gleichzeitig, dass der Verein keinesfalls eine ungeahnte Geldquelle aufgetan hätte. Außerdem ist ihm vor wenigen Tagen mit dem Ausfall der 20. Auflage des Röntgenlaufs die wichtigste Einnahmequelle weggebrochen.

Aber gerade diese mittlerweile in ganz Deutschland und darüber hinaus beliebte Großveranstaltung ist einer der Schlüssel für die Instandsetzung. „Wir haben in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet. Dadurch haben wir ein entsprechendes Polster“, erklärt Görtz, der zu den Männern der ersten Stunde des Röntgenlaufs gehört und auch deshalb weiß, wie groß die finanzielle Abhängigkeit des Clubs von der Großveranstaltung ist. „Den aktuellen Ausfall konnten wir finanziell stemmen. Falls er aber auch in einem Jahr ausfallen würde, wird es für uns sehr eng.“

Aus diesem Grund soll nun eine finanzielle Absicherung für die Investition in die Bachtalrunde geschaffen werden. Als die Masten damals installiert wurden, stand für fast jede Lichtquelle ein Pate – Firmen, Sportvereine, aber auch Einzelpersonen – parat, dessen Name auf Sponsorentafeln an den Masten angebracht wurde.

Diese damaligen Gönner sind nun von Thomas Neuhaus, dem Remscheider Sozialdezernenten, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Röntgensportclubs ist, angeschrieben worden, ob sie noch einmal für eine Patenschaft infrage kommen wollen. Außerdem werden in den nächsten Tagen weitere mögliche Sponsoren angeschrieben, um sie für Patenschaften – 1250 Euro für die Tafel an einem Mast – zu begeistern. Wolfgang Görtz berichtet, dass zudem bereits zwei namhafte Remscheider Unternehmen gewonnen werden konnten. „Ansonsten nehmen wir natürlich auch kleinere finanzielle Unterstützungen entgegen.“

Außerdem gab es bekanntlich in diesen Sommer und vor einer Woche zwei Laufveranstaltungen der Agentur NeoMove, bei denen ein Teil der Startgelder an den Röntgensportclub flossen. „Dabei ging es aber in erster Linie darum, dass die Läuferinnen und Läufer sich messen konnten“, sagt Görtz rückblickend. Weitere Aktionen in dieser Richtung seien erst einmal nicht geplant.

Neue Masten

Die guten, alten Holzmasten in der Bachtalrunde in Lennep haben bald ausgedient. Sie werden durch Stahlmasten ersetzt, die natürlich wesentlich langlebiger als die bisherigen Masten sind. Außerdem werden die Stromleitungen, die bisher oben von Mast zu Mast gespannt sind, in die Erde verlegt. Diplom-Ingenieur Martin Logemann vom Röntgensportclub hat ehrenamtlich die Bauaufsicht übernommen.

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