Fußball

Landesligisten vertagen Entscheidung

Luca Postic und der SV 09/35 versuchten es mit allen Mitteln. Der erlösende Sieg wollte trotzdem nicht gelingen.
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Luca Postic und der SV 09/35 versuchten es mit allen Mitteln. Der erlösende Sieg wollte trotzdem nicht gelingen.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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  • Peter Kuhlendahl
    Peter Kuhlendahl
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Fußball: Wermelskirchen spielt gegen Duisburg 0:0, FCR verliert in Steele mit 0:2.

SV 09/35 Wermelskirchen – Duisburger SV 0:0. Mit hängendem Kopf schlich Luca Lilliu vom Platz. Nichts hören, nichts sehen, keine Fragen beantworten. Der Offensivspieler des SV 09/35 wusste genau, welch Riesenchance er da ausgelassen hatte. Die Nachspielzeit war bereits angebrochen, da lief er bei einem Konter aus 40 Metern alleine auf das gegnerische Tor zu, in das der zuvor weit aufgerückte Duisburger Keeper zurückeilte. Lilliu setzte zum Lupfer an, zielte aber zu hoch und verfehlte das Tor um einen Meter. Es wäre der Siegtreffer und damit der sichere Klassenerhalt für die Wermelskirchener gewesen.

Vorwürfe wollte dem 25-Jährigen aber keiner machen. „So etwas ist doch jedem von uns schon mal passiert“, meinte Spielertrainer Sebastian Pichura, der diesmal auf seine Einwechslung verzichtet hatte. Außerdem hat es seine Mannschaft weiter selbst in der Hand, auch nächste Saison in der Landesliga zu spielen. Zwei Spieltage vor Schluss beträgt der Vorsprung auf die Duisburger und auch den VfB Frohnhausen fünf Punkte.

Großen Anteil daran, dass die Lage weiter komfortabel ist, hatte Keeper Yannick Klüppelberg. Er hielt schon in der Anfangsphase überragend gegen Moreno Mandel (12.) und war, als die Gäste in der Schlussviertelstunde alles nach vorne warfen, der Fels in der Wermelskirchener Brandung. Erneut Mandel (76.) und zuvor schon Deniz Hotoglu (57.) verzweifelten schier am Schlussmann, der schon angenehmere Tage im Eifgen erlebt hat und erst durch Sebastian Webers Kreuzbandverletzung wieder ins Team gerückt ist. „Am Ende müssen wir mit dem Unentschieden froh sein“, sagte Klüppelberg.

In einer zähen Partie, die man wohlwollend auch als Geduldsspiel hätte bezeichnen können, wollten beide Teams Fehler vermeiden. Am Ende waren es dann die Duisburger, die gefährlicher wurden. Bis zur Szene von Lilliu. „Ich hätte es ihm so gegönnt“, meinte sein Torwart. „Aber so machen wir es eben nächste Woche klar.“ Dann auch für den untröstlichen Teamkollegen.

SpVgg. Steele – FC Remscheid 2:0 (0:0). Beim Spiel im Eifgen hatte manch einer auch einen Blick nach Essen geworfen. Doch die Remscheider taten dem Nachbarn nicht den Gefallen, Schützenhilfe im Abstiegskampf zu leisten. „Wir uns aber auch nicht und sind nach dieser Niederlage noch nicht auf der sicheren Seite“, erklärte FCR-Trainer Marcel Heinemann, der von einem enttäuschenden Auftritt seiner Schützlinge sprach: „Das war Sommerfußball.“

Ganz anders die Gastgeber. Die nahmen nach einer Viertelstunde das Heft in die Hand, kämpften fair um jeden Meter und jeden Ball. Und belohnten sich in der 53. Minute. Nach einer Ecke lag die Abwehr des FCR im Tiefschlaf, und ein Essener musste den Ball nur noch über die Linie schieben. Sieben Minuten später wurden die Remscheider dann klassisch ausgekontert und kassierten den zweiten Gegentreffer. Chancen hatten diese aber auch. Vor der Pause verzog Ahmed Al Khalil nach Vorbereitung von Tristan Maresch. In der 80. Minute setzte Alessio Bisignano den Ball an den Pfosten.

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