Fußball

Landesligisten bleiben ohne Torerfolg

„Sprinter“ Tristan Maresch kam (nach einer halben Stunde), sah, siegte aber nicht. Der FCR blieb wieder ohne Torerfolg. Foto: Michael Sieber
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„Sprinter“ Tristan Maresch kam (nach einer halben Stunde), sah, siegte aber nicht. Der FCR blieb wieder ohne Torerfolg.
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Die Ausbeute für den FCR und den SV 09/35 ist mager – nur ein Punkt springt raus.

Von Andreas Dach

Positiv ist: Der FC Remscheid hat kein Gegentor kassiert. Negativ ist: Der Fußball-Landesligist hat auch nicht getroffen. Nach dem 0:0 gegen die DJK Blau-Weiß Mintard legte sich Trainer Marcel Heinemann schnell fest: „Damit müssen wir zufrieden sein.“

Ja, das muss der FCR. Nach einer wenig berauschenden Leistung gegen auch nicht gerade starke Gäste aus Mülheim kam ein Resultat zustande, das dem Spielverlauf weitgehend entspricht. Es war – vor allem bezüglich der Offensivbemühungen – kein gutes Fußballspiel von Seiten des Gastgebers, der viel zu leicht ausrechenbar war und spielerische Elemente vermissen ließ. „Wir haben nur noch Langholz gespielt“, fasste Kapitän Adis Babic die untauglichen Versuche perfekt zusammen. „Das war leicht ausrechenbar.“

Schon am Freitag treten erste Probleme auf

Gewiss kam dem FCR nicht entgegen, dass Ahmed Al Khalil schon nach einer guten halben Stunde das Spielfeld verlassen musste. Der Stürmer griff sich an den hinteren Oberschenkel und humpelte zur Bank. „Da habe ich mir am Freitag beim Training schon etwas zugezogen“, sagte er. Bis zum Anpfiff schien Besserung eingetreten zu sein. Ein Irrglaube. „Er hat wohl etwas an der Leiste“, mutmaßte Marcel Heinemann.

Ob nun mit oder ohne den Torgaranten – insgesamt ließ der FCR spielerisch viel vermissen. Balleroberung, langer Pass nach vorne – es war manches auf Zufall angelegt. Da konnte „Vulkan“ Heinemann noch so aktiv an der Seitenlinie mitgehen. Man hat den Trainer des FCR selten so temperamentvoll erlebt.

Alles wirkte ein wenig verunsichert, angespannt. So sprangen unter dem Strich nur zwei einigermaßen gute Möglichkeiten für Patrick Posavec und eine für Tristan Maresch heraus. Zu wenig, um für einen Dreier in Frage zu kommen. Dass Mintards Kapitän Mathias Lierhaus in Richtung Heinemann hinterher nette Worte fand („Einen guten Haufen hast du da zusammen“), könnte Balsam für die Seele gewesen sein. Die Mülheimer waren im letzten Drittel stärker, trafen aber nur Latte (73.) und Außennetz (80.).

Sari findet sich in der Innenverteidigung wieder

Mit leeren Händen kehrte der SV 09/35 Wermelskirchen von der SpVgg. Steele zurück, verlor in Essen mit 0:2 (0:0). „In dieser Liga kannst du es nicht kompensieren, wenn dir vier etatmäßige Innenverteidiger ausfallen“, sagte Trainer Sebastian Pichura. Mit Frederik Streit war ein Mann ohne Spielpraxis in die Dreierkette gerutscht, zentral hatte Ferat Sari sein Bestes gegeben. Man muss wissen: Vor Wochenfrist hatte Sari noch die Angriffsspitze bekleidet. „Er hat zu den drei, vier Besseren bei uns gehört“, merkte Pichura an.

Die erste Hälfte war von Gästeseite nicht gut, trotzdem ging es torlos in die Kabine. Als man dann besser ins Spiel kam und selbst ein paar wenige, vielversprechende Aktionen hatte, kam Steele genau mit den Stärken zu seinen Toren, vor denen der Coach vorher gewarnt hatte. Treffer eins (53.) fiel nach einer Ecke Wermelskirchens – die Essener hatten einen Konter folgen lassen. Stärke eins. Zur Entscheidung kam es sieben Minuten vor dem Abpfiff. Als Folge einer Standardsituation, Stärke zwei.

Nächste Woche ist die personelle Situation wieder deutlich besser. Pichura sagt, wie er die Trainingswoche angehen wird: „Die einen bekommen den Kopf gewaschen, andere werden von mir gestreichelt.“ Na, dann. . .

Statistik

FC Remscheid: Senderovic, Kacmaz, Babic, Sato, Angelov, Buscemi, Yamaura, L. Kupfer (46. Mehmeti), Ichimura, Posavec (62. Kerkien), Al Khalil (31. Maresch).

SV 09/35 Wermelskirchen: Klüppelberg, Streit (60. Willms), Sari, Kelm, Wylezol, Demir (85. Beqiri), L. Postic, Schmid (85. Bartels), Salpetro, Stanojevic, Eryürük (46. Mittmann).

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