Fußball

Fatih Kurt glänzt auch als Rosenverkäufer

Fatih Kurt mit einem seiner Rosen-Präsente, die man über seine Social-Media-Seiten bestellen kann.
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Fatih Kurt mit einem seiner Rosen-Präsente, die man über seine Social-Media-Seiten bestellen kann.
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Der Angreifer des SC Ayyildiz betreibt ein außergewöhnliches Nebengewerbe.

Von Fabian Herzog

Auf dem Fußballplatz schenkt er gegnerischen Keepern regelmäßig ein, gehört seit Jahren zu den gefürchtetsten Torjägern im Amateurbereich des Bergischen Landes. In der aktuellen Saison stehen für Fatih Kurt von Bezirksligist SC Ayyildiz nach zehn Spielen schon neun Treffer und fünf Vorlagen zu Buche. Auf beruflicher Ebene sorgt der gebürtige Wuppertaler, der in Barmen lebt, anders für Furore: als Rosenverkäufer. „Ich habe seit drei Jahren ein Kleingewerbe angemeldet“, erzählt der 32-Jährige, der seine Produkte über das Internet vertreibt und sich dort als Rosen-Fatih einen Namen macht.

Hauptberuflich ist Kurt als Maschinenführer beim Beschichtungsspezialisten 3M in Hilden tätig. Doch das alleine gefiel dem gelernten Industriemechaniker, der phasenweise parallel auch noch als Hausmeister im Einsatz war, irgendwann nicht mehr. Also nahm sich Fatih ein Beispiel an seinem Vati: Ali Kurt ist der Rosenverkäufer in Wuppertal schlechthin, seit über drei Jahrzehnten tätig und längst fast Kult. „Den kennt man in der ganzen Stadt“, sagt sein Sohn. Als Rosen-Ali bringt er die Königin der Blumen in Restaurants oder Gaststätten an den Mann. „Ich wollte es professioneller aufziehen“, erzählt Fatih Kurt von seiner Intention.

Ich mache das nicht, um reich zu werden.

Fatih Kurt, Ayyildiz-Stürmer und Rosenverkäufer

Er mietete sich ein Lager an, bekommt dorthin die Rosen frisch aus Holland geliefert und vertreibt sie in Form von Deko- oder Geschenkideen über seine Facebook- und Instagram-Seite (rosen_fatih). Zudem bestehen Kooperationen mit dem Café Lieber in Elberfeld und der Poststelle in Oberbarmen. „Die Bären kommen besonders gut an“, erzählt Kurt. Er sorgt mit seinen Produkten auch bei besonderen Anlässen wie Heiratsanträgen oder Hochzeitsjubiläen für den passenden Rahmen. „Ich gehe auch gerne auf persönliche Wünsche ein.“ Und das alles kostengünstig. Der Wuppertaler verspricht: „Ich unterbiete jeden Preis.“

Das hat sich längst herumgesprochen. „Einmal habe ich für einen Promi, der in dem Zusammenhang nicht genannt werden möchte, einen Heiratsantrag vorbereitet. Mit 1000 Rosen, Kerzen und einem Feuer“, erzählt der Wuppertaler. „Das war eine super Erfahrung.“ Generell sei das Geschäft gut angelaufen, auch wenn die Corona-Pandemie ihm ordentlich Probleme bereitet habe. „Ich mache das aber ja nicht, um reich zu werden“, sagt Kurt. Ihm bereite es große Freude, andere Menschen glücklich zu machen. Das positive Feedback, das er bisher immer bekommen habe, sei für ihn im Umkehrschluss die beste Bestätigung für seine Arbeit.

Fatih Kurt in seinem Element als Fußballer: immer torgefährlich und da, wo es brennt. Wie hier gegen den DTV.

Mittlerweile ist man auch bei Ayyildiz auf das Rosengeschäft des Angreifers aufmerksam geworden. „Alle haben vor kurzem etwas bestellt“, erzählt Fatih Kurt, der von Sommer 2015 bis Dezember 2016 schon einmal anderthalb Jahre am Honsberg gespielt hat und dorthin nach Stationen bei Vatanspor Solingen, 1. FC Wülfrath, Union und Grün-Weiß Wuppertal zur aktuellen Saison zurückgekehrt ist. „Ayyildiz ist für mich ein Herzensverein“, sagt der 32-Jährige und berichtet von einem freundschaftlichen Verhältnis zum Vorsitzenden Hasan Sahin und Vorstandsmitglied Bülent Atsan.

Für die Rückkehr zum SCA hatte sich Kurt nach diversen Verletzungspausen in der jüngeren Vergangenheit viel vorgenommen („Ich möchte gerne noch einmal höher spielen“), an seiner Fitness gearbeitet und die Ernährung umgestellt. Mit bislang zumindest persönlichem Erfolg. „Wenn man mit einem Recep (Kalkavan) oder Osman (Öztürk) zusammenspielt, dann macht das einfach Bock“, sagt der torgefährliche Angreifer mit dem besonderen Kleingewerbe.

Karriere

Fatih Kurt hat als Fußballer schon einige Stationen hinter sich gebracht. Was sie alle eint: Wo der Wuppertaler auf Torejagd gegangen ist, hat er auch geknipst. Beim Cronenberger SC und ASV Wuppertal hat der 1,75 Meter große Angreifer in jüngeren Jahren Landesliga-Luft geschnuppert, außerdem hat er in Bezirks- und Kreisliga A unter anderem auch für den SC Sonnborn und den SSV Sudberg gespielt.

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