Handball

Auf den Kracher folgen die Scherze

In Stuttgart bekamen Eloy Morante Maldonado und der TuSEM gleich die ganze Härte des Handball-Oberhauses zu spüren. Foto: imago
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In Stuttgart bekamen Eloy Morante Maldonado und der TuSEM gleich die ganze Härte des Handball-Oberhauses zu spüren.
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Eloy Morante Maldonado und seine ersten Monate mit Essen in Liga eins.

Von Fabian Herzog

Ein ereignisreicher Oktober liegt hinter Eloy Morante Maldonado – und spannend dürfte es für den Wermelskirchener Profi-Handballer in Diensten von Erstliga-Aufsteiger TuSEM Essen auch weitergehen. Nach seinen ersten Spielen im deutschen Oberhaus spricht der im Sommer von Zweitligist Bayer Dormagen gewechselte 22-Jährige über. . .

. . . den Umzug in die Ruhrmetropole

Ende Juni bezog Morante Maldonado eine kleine Wohnung in Essen. Die teilt er sich mit seinem Teamkollegen Arne Fuchs, der nahezu zeitgleich aus Opladen zum TuSEM kam und mit dem Wermelskirchener schon in der Dormagener A-Jugend zusammengespielt hat. „Wir führen ein klassisches WG-Leben“, sagt der Deutsch-Spanier lächelnd. Er wohnt weiterhin aber auch mit seiner Freundin in Köln und bleibt nur an den Tagen in seinem neuen Zuhause, wenn zweimal trainiert wird. „In die Stadt Köln habe ich mich verliebt“, sagt Morante Maldonado, „aber auch in Essen fühle ich mich wohl.“

. . . die Umstellung im Training

Dass die Vorbereitung „richtig hart“ war, lag weniger am Sprung von Liga zwei in eins, als vielmehr am coronabedingt späten Saisonstart und der damit verbundenen vielen Trainingseinheiten. Generell merke man den Unterschied schon deutlich. „In Essen ist alles noch mal professioneller.“ Die Arbeit mit dem Athletik-Trainer, die durchgehende Möglichkeit, sich physiotherapeutisch behandeln zu lassen – in sämtlichen Bereichen zeige sich, dass der Wechsel ein Schritt nach vorne war.

. . . die ersten Spiele

„Bis auf die Partie in Lemgo war das in Ordnung“, findet Morante Maldonado. Im ersten Spiel verloren die Essener, die als klarer Außenseiter in die Saison gestartet sind, mit 23:31 in Stuttgart. „Da war unsere Nervosität doch noch spürbar“, blickt er auf den Start zurück. Folglich habe man „gut einen eingeschenkt“ bekommen. Bei den Rhein-Neckar Löwen (27:33) lief es da schon deutlich besser, zuletzt beim 20:26 gegen Erlangen wieder weniger gut. Der erste Sieg beim 33:27 gegen Balingen-Weilstetten tat dann richtig gut und war eminent wichtig. Denn: „Die Liga ist unfassbar ausgeglichen.“

. . . seine Leistungen

Bis auf das Spiel gegen Balingen, in dem er nur in den letzten zehn Minuten zum Einsatz kam, bekam Morante Maldonado ordentlich Spielzeit, erzielte fünf Tore und bereitete drei direkt vor. „Ich bin da recht zufrieden“, sagt er. Luft nach oben sei aber auch weiterhin vorhanden.

. . . sein Tor mit 138,9 km/h

Bei diesem Thema muss der 22-Jährige schmunzeln. Nach der ernüchternden 23:31-Niederlage saß er geknickt im Mannschaftsbus, als plötzlich von der Handball-Bundesliga vermeldet wurde, er habe das Tor zum 23:30 kurz vor Schluss mit 138,9 Stundenkilometern erzielt und belege damit einen Platz in der Top Fünf der härtesten Würfe der Saison. „Ich weiß nicht, was da passiert ist“, sagt er grinsend. Weil´s kein Wurf aus dem Rückraum, sondern einer nach einem Durchbruch war, hegt er leise Zweifel an dem Wert. „Vielleicht war es ein Messfehler.“ In jedem Fall waren ihm die Scherze der Teamkollegen sicher.

. . . den Umgang mit Corona

Um den Spielbetrieb nicht zu gefährden, werden die Bundesliga-Handballer regelmäßig und meist mehr als einmal pro Woche getestet. Außerhalb der Halle würde verstärkt darauf geachtet werden, alle Regeln einzuhalten. „Jeder ist sich der Verantwortung bewusst“, sagt Morante Maldonado. Vom Verein bekamen die Spieler vor der Saison auf den Weg gegeben, sich der Pandemie entsprechend zu verhalten.

. . . die Geisterspiele

Einerseits habe man sich als Spieler schon fast dran gewöhnt. „Andererseits ist es aber immer noch seltsam.“ Dass jeder wieder in vollen Hallen spielen will, sei klar. Der Wermelskirchener hat aber auch mit Erstaunen festgestellt, was schon alleine 300 bis 500 Zuschauer ausmachen können.

Wiedersehen

Kurz vor Weihnachten wartet auf Eloy Morante Maldonado ein besonderes Duell. Nicht nur, weil die Partie am 22. Dezember beim Bergischen HC für ihn als Wermelskirchener beinahe fast Heimspielcharakter hat. Sondern vor allem, weil er auf seinen Kumpel Lukas Stutzke trifft. Mit diesem hat er sowohl bei Bayer Dormagen als auch in der Junioren-Nationalmannschaft zusammengespielt.

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