Handball

Kölsche Party und Katerstimmung

Auch David Kreckler und Panther-Boss Hans-Jürgen Middendorf machten sich schnell an die Analyse. Foto: Peter Kuhlendahl
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Auch David Kreckler und Panther-Boss Hans-Jürgen Middendorf machten sich schnell an die Analyse.
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Panther analysieren Niederlage.

Von Peter Kuhlendahl

Die Intensität der Siegesfeier nach dem Spiel ist oft ein Indiz dafür, wie groß die Erleichterung ist. Folgerichtig musste dem Longericher SC als einem der Topteams der 3. Liga am späten Freitagabend nach dem 33:31 (16:14)-Erfolg (wie aktuell berichtet) bei den Bergischen Panthern eine mächtige Last von den Schultern gefallen sein. Kölner Spieler, Trainer und Betreuer lagen sich sofort nach Abpfiff beim Siegestanz mit Gesangseinlagen in den Armen. Und eine halbe Stunde später wurde bei kölscher Karnevalsmusik in der Kabine immer noch lautstark gefeiert.

Derweil war bei den Gastgebern trotz einer über weite Strecken starken Leistung erst einmal Katerstimmung angesagt. „Den hätte ich einfach machen müssen“, meinte beispielsweise David Kreckler, der zehn Sekunden vor dem Ende beim Zwischenstand von 31:32 den Ball an den Außenpfosten setzte. Dabei war der Routinier zuvor einer der Garanten, dass die Partie bis in die Schlusssekunden spannend blieb.

Warum es am Ende dann aber nicht zumindest zu einem Punktgewinn reichte, wurde noch in der Halle in den unterschiedlichsten kleinen Zirkeln analysiert. „Wenn ich mir mit den beiden Schiris jetzt bei einem Bier das Spiel noch einmal auf Video ansehen würde, würden sie einige Dinge anders pfeifen“, meinte Panther-Keeper Max Conzen in halbwegs moderatem Ton zur Leistung der Unparteiischen Gleb Sakovski und Christian Schneider. „Mindestens drei Siebenmeter gegen uns waren ein absoluter Witz“, fand da Panther-Boss Hans-Jürgen Middendorf schon deutlichere Worte.

Nach der Pause drehen die Panther zunächst richtig auf

Derweil waren die ersten Analysen von Trainer Marcel Mutz und Mittelmann Justus Ueberholz schon selbstkritischer: „Wir sind überhaupt nicht damit klargekommen, als Longerich in der zweiten Halbzeit den siebten Feldspieler gebracht hat“, meinte Ueberholz. „Dazu kamen weitere Kleinigkeiten, warum es nicht gereicht hat. Aber unter dem Strich war es eine erhebliche Steigerung im Vergleich zu den ersten beiden Spielen“, betonte Mutz.

Damit dürfte er die Phase nach der Pause gemeint haben. Nach dem 14:17-Rückstand (31.) drehten die Gastgeber richtig auf und führten zehn Minuten später mit 24:21. Simon Schlösser zog da gegen sein Ex-Team im Rückraum klug die Fäden. Jens Reinarz auf Linksaußen und Moritz Görgen auf Rechtsaußen waren kaum zu stoppen.

Und auf Halbrechts überzeugte Kreckler. Der war aus der 2. Mannschaft hochgezogen worden, da Simon Wolter in der Woche kaum trainiert hatte und Henrik Heider kurzfristig ausfiel. „Obwohl das Ergebnis nicht passte, hat es Spaß gemacht, noch mal 3. Liga zu spielen. Aber morgen werde ich alle Knochen spüren“, sagte der 37-Jährige mit einem Augenzwinkern.

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