Rollhockey

IGR knackt locker die 1000er-Marke

Solche Analysen während der Spiele sind weiter nicht möglich. Die IGR hofft aber auf den Re-Start in der Bundesliga. Foto: Michael Sieber
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Solche Analysen während der Spiele sind weiter nicht möglich. Die IGR hofft aber auf den Re-Start in der Bundesliga.
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Remscheider Rollhockey-Bundesligist stellt sich im Januar einer besonderen Herausforderung.

Von Peter Kuhlendahl

Ihre Rollschuhe dürften so langsam von einer Staubschicht überzogen sein. Dafür sind die Laufschuhe der Akteure des Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid fast durchgewetzt. 1000 Kilometer hatten sie sich vorgenommen. 1000 Kilometer, die absolviert werden sollten. Innerhalb von einem Monat. Vom 1. bis zum 31. Januar. Dies war der Inhalt der Challenge, auch Herausforderung genannt, der sich alle gestellt hatten.

Anfang dieser Woche war der Tag der Abrechnung. IGR-Trainer Timo Meier verkündete stolz das Ergebnis: „Wir haben genau 1101 Kilometer geschafft. Hut ab vor der Leistung aller Beteiligten.“ Zumal es während des vergangenen Monats zwischenzeitlich auch sehr winterlich war. „Deshalb habe ich befürchtet, dass wir es leider nicht schaffen“, ließ sich der Coach am Ende aber gerne eines Besseren belehren.

„Hut ab vor der Leistung aller Beteiligten.“
Timo Meier, IGR-Trainer

19 Personen haben insgesamt mitgemacht. Aktiv waren Spieler, Trainer und auch der Betreuerstab. Damit auch alle eingebunden werden konnten, wurden Kilometer auch beim Wandern oder dem Rad gemacht. So kam Marc Ronge alleine auf über 80 Kilometer, die er wanderte. Marcell Wienberg war auf dem Heimtrainer hauptverantwortlich dafür, dass 156 Kilometer geradelt wurden.

Bei den Läufern hatte Moritz Kreidewolf am Ende die Nase vorn. Gefolgt von Yannick Peinke, Til Cramer, Lukas Kuhn und Timo Meier. Die meisten einzelnen Laufeinheiten hatte in der Endabrechnung Alexander Ober auf dem Konto. Dass ausgerechnet Keeper Kreidewolf die Bestmarke aufstelle, liegt an seinem Beruf als Polizeibeamter. Da ist eine gewisse Fitness unabdingbar. Ober wird seit einigen Monaten von Knöchelproblemen geplagt und konnte so in insgesamt 18 Einheiten jeweils drei bis vier Kilometer abspulen.

„Überwacht“ wurde dies alles während der gesamten Zeit von Meier. Der hatte im vergangenen Dezember von Jacek Krajnik, dem Trainer des Handball-Landesligisten Wermelskirchener TV, von der besondern Lauf-App erfahren. In den Zeiten des sportlichen Lockdowns, der auch den Rollhockey-Bundesligisten seit Monaten trifft, sollten alle Akteure durch diesen Wettbewerbs-Charakter etwas für ihre körperliche Fitness tun. Timo Meier: „Bei allen Beteiligten ist das super angekommen.“

So gut, dass sie im laufenden Monat gleich in die nächste Challenge gegangen sind. Jetzt sind allerdings einzig die Spieler gefordert. Es wird weitergelaufen, und jeder zählt fleißig Kilometer. Ende Februar müssen die letzten Drei des Rankings den ersten Drei einen ausgeben. Dabei haben sie das Ranking während der gesamten Zeit immer im Blick und sind entsprechend motiviert, sich wieder auf die Strecke zu machen.

Im August soll in Italien die Europameisterschaft stattfinden

Das alles dient auch dazu, weiter in Form zu bleiben. Dies passiert auch durch die gemeinsamen Videokonferenzen, die einmal pro Woche stattfinden. Dabei werden verschiedene Kraft- und Stabilisationsübungen absolviert.

Ansonsten besteht die Hoffnung, dass in den nächsten Wochen die Bundesligasaison doch noch weitergehen kann. Dafür haben die Verantwortlichen des Verbandes bekanntlich einen Plan in der Schublade liegen, die Meisterschaft ohne Play-offs durchzuführen. „Wir bleiben optimistisch, dass es klappt“, sagt der IGR-Trainer, der in dieser Woche außerdem erfahren hat, dass auch auf internationaler Ebene geplant wird.

So soll ab dem 23. August die Europameisterschaft stattfinden. Voraussichtlich im norditalienischen Mailand. Da sollen dann auch die Tickets für die Weltmeisterschaft vergeben werden. Spätestens zu diesem Termin müssen die Rollschuhe der Nationalspieler aber richtig entstaubt sein.

Nachwuchs

Auch die Kinder und Jugendlichen, die bei der IGR Remscheid in ihren Teams im Einsatz sind, leiden seit vielen Wochen unter dem augenblicklichen sportlichen Lockdown. Aber auch für sie gibt es mittlerweile ein Angebot des Vereins. Vergangene Woche hat Timo Meier per Videokonferenz eine Fitness-Einheit präsentiert. Rund 50 junge Aktive waren dabei und freuen sich, wenn es nächste Woche weitergeht.

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