Leichtathletik

Klugs DM-Erlebnis bleibt unvergessen

Amelie Klug im riesigen Berliner Olympiastadion.
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Amelie Klug im riesigen Berliner Olympiastadion.
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Steinacker hofft auf EM.

Von Fabian Herzog

Ihre DM-Premiere liegt an diesem Samstag genau eine Woche zurück, das in Berlin Erlebte dürfte Amelie Klug aber so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Schließlich hat die junge Remscheider Leichtathletin, die für den TSV Bayer Leverkusen startet, Erinnerungen für die Ewigkeit gesammelt.

Das fing schon bei der unmittelbaren Vorbereitung für das zweite Halbfinale über 1500 Meter an, als die 19-Jährige im riesigen und beeindruckenden Olympiastadion plötzlich auf ihre großen Idole Hanna Klein, die später den Titel holen sollte, und Katharina Trost, die am Ende Zweitplatzierte, traf. „Es war schon cool, sich mit all den Topläuferinnen warm machen zu dürfen“, schwärmte Klug.

In ihrem Lauf selbst gelang es ihr, die nachvollziehbare Anspannung in positive Energie umzuwandeln. So konnte sie ihren Plan, lange im hinteren Feld mitzulaufen, in die Tat umsetzen. Erst auf den letzten 150 Metern wurden die Unterschiede zu den Spitzenläuferinnen deutlich, sodass Klug am Ende in sehr guten 4:32,10 Minuten Achte wurde. Und fast noch wertvoller: „Hanna Klein hat mich im Ziel abgeklatscht.“

Belohnt wurde die Remscheiderin für ihre Leistung von U23-Bundestrainer Dietmar Chounard. Der nominierte Klug für die Junioren-Gala in Mannheim an diesem Wochenende, wo sich die besten deutschen Juniorinnen und Junioren mit den europäischen Talenten messen. Vom 15. bis 17. Juli wartet mit der U20-DM dann ein weiterer Höhepunkt und gleichzeitig der Abschluss der Saison auf Amelie Klug.

Für Marike Steinacker verlief die Deutsche Meisterschaft dagegen enttäuschend. Die Wermelskirchener Diskuswerferin, die vergangenes Jahr noch Achte bei den Olympischen Spielen in Tokio geworden war, verpasste das anvisierte WM-Ticket und musste sich mit Platz fünf zufriedengeben. „Es war schon eine herbe Niederlage und schwer für mich, mit diesem Abschneiden klarzukommen“, gab die ehrgeizige Spitzensportlerin zu.

Für sie waren vor allem die Umstände, wie es zum Verpassen der WM-Nominierung gekommen war, extrem unglücklich. Zum einen, weil Konkurrentin Claudine Vita in der Woche vor der DM noch einen Wettkampf einstreuen durfte und Steinackers Saisonbestleistung so um fünf Zentimeter toppen konnte. Zum anderen, weil sie selbst in den Tagen rund um die Deutsche gesundheitlich angeschlagen war. „Ich bin traurig und niedergeschlagen“, sagt Steinacker, die nun auf eine Nominierung für die Europameisterschaft in München (15. bis 21. August) hofft. Dafür bleiben ihr drei Wochen, um weiter zu werfen als Vita und wieder die Nummer drei in Deutschland zu werden.

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