Interview

„Kinder müssen gut ausgebildet werden!“

Erwin Reinacher möchte bei der 2. Mannschaft und der Jugend der Bergischen Panther nicht mit leeren Händen dastehen. Foto: Doro Siewert
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Erwin Reinacher möchte bei der 2. Mannschaft und der Jugend der Bergischen Panther nicht mit leeren Händen dastehen.
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Gespräch: Erwin Reinacher begründet, warum ihn die Doppelaufgabe bei den Panthern reizt

Von Andreas Dach

Willkommen zurück bei den Bergischen Panthern, Erwin Reinacher.

Erwin Reinacher: Ja, manchmal passieren Dinge . . . Im Ernst: Das Gesamtpaket hat gestimmt, deshalb sind wir uns relativ schnell einig geworden. Ich bin Trainer der 2. Mannschaft in der Verbandsliga und zudem Jugend-Koordinator. Das ist enorm spannend, weil kein Weg daran vorbeiführt, Kinder vernünftig auszubilden. Man kann nur dann in gesteigertem Maße etwas von ihnen erwarten, wenn man sie auch entsprechend gut ausgebildet hat. Deshalb ist auch die Kombination mit der Zweiten eine perfekte. Sie soll für den Nachwuchs als Sprungbrett dienen, für den der Weg in die 3. Liga vielleicht anfangs noch zu weit ist. Die perfekte Anschlussförderung.

Was stellen wir uns in Ihrem speziellen Fall unter einem Jugend-Koordinator vor?

Reinacher: Das ist ein weites und zeitintensives Feld. Es geht zum Beispiel darum, sich um gute Trainer zu kümmern oder sie auszubilden.

Wer hat den Kontakt zu den Panthern hergestellt?

Reinacher: Frank Lorenzet. Mit ihm bin ich ohnehin regelmäßig in Kontakt. Unter Lori habe ich in Leichlingen gespielt, als ich eigentlich meine aktive Zeit schon beendet hatte. Da hatte ich dann noch einmal ausgeholfen. Seitdem quatschen wir häufig miteinander. Wie man sich unter Handballern halt austauscht. Das Angebot Verbandsliga alleine hätte mich nicht vom Hocker gerissen. In Verbindung mit Jugendarbeit und Anschlussförderung ist das hingegen schon sehr reizvoll.

Klingt auf jeden Fall nach viel Zeit, welche Sie investieren müssen.

Reinacher: Das stimmt. Bevor es an die eigentliche Arbeit im Jugendbereich geht, muss ich mir erst einmal einen Überblick verschaffen. Welches sind die Trainer? Was gibt es für Trainingszeiten? Welche Hallen stehen zur Verfügung? Die Kinder dürfen uns nicht irgendwann weglaufen, weil ihnen möglicherweise die Perspektiven fehlen. Wir müssen sie gut ausbilden und ihnen dann Wege für den Seniorenbereich aufzeigen.

Für wie lange haben Sie sich an die Panther gebunden?

Reinacher: Lori und ich haben keine feste Laufzeit festgelegt, dazu sind wir uns viel zu verbunden. Wir sind beide uneitel und ohnehin fast täglich im Austausch. Warum sollen wir da irgendwelche Verträge aufsetzen? Wenn es von der einen oder der anderen Seite Gründe gibt, die Zusammenarbeit zu beenden, dann setzen wir uns zusammen und besprechen das.

Sprechen wir über die 2. Mannschaft, mit der Sie am Sonntag den ersten Sieg gefeiert haben und für welche nun das Spitzenspiel gegen Lintorf ansteht. Wie ist Ihr Eindruck?

Reinacher: Ich bin noch dabei, mich einzuarbeiten. Deshalb ist Frank Lorenzet in den ersten Trainingswochen auch noch an meiner Seite. Bei den Spielen coache ich aber bereits alleine, weil er dann meist zeitgleich bei den Partien der Ersten ist. Für mich steht jetzt bereits fest, dass die Mannschaft Oberliga-Niveau hat. Da muss der Weg uns auch perspektivisch hinführen. Wenn wir das Sprungbrett für die Drittliga-Mannschaft sein wollen, muss die Reise Minimum bis in die Oberliga führen.

Das alles klingt so, als wenn Ihre Freizeit in diesen Tagen knapp bemessen sein könnte.

Reinacher: Da gehen schon ein paar Stunden ins Land. Schließlich sind eine Menge Gespräche zu führen, viele Leute kennenzulernen. Man darf bei alledem nicht vergessen, dass ich beruflich Handball-Camps für Kinder ausrichte und Sportlehrer an der Grundschule Uhlandstraße in Solingen bin.

Die Camps finden aber doch nicht an 365 Tagen im Jahr statt.

Reinacher: Rund 20 Camps pro Jahr lassen sich nicht mal eben im Vorbeigehen organisieren. Das kann ich aus der Erfahrung von mittlerweile 14 Jahren in diesem Metier sagen. Sponsorensuche, Hallensuche, Trainerakquise, Kontakt zu Sportartikelausrüstern – das ist schon intensiv.

Die Firma für diese Handballcamps heißt Scamix. Betreiben Sie diese noch immer mit René Witte?

Reinacher: Ja, wir machen gemeinsame Sache. Unverändert. In Zeiten von sich stetig weiterentwickelnden Technologien muss man nicht ständig aufeinanderhocken. René hat in Eisenach genug zu tun, aber wir bleiben ein Team und tauschen uns sehr häufig aus.

Zur Person

Erwin Reinacher wurde am 24. März 1974 in Lörrach geboren und lebt mit seiner Partnerin Mira sowie den beiden gemeinsamen Kindern Maja (14) und Emil (9) in Solingen. Er hat unter anderem in Saarbrücken in der 2. Bundesliga gespielt.

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