American Football

Kampfstarker Amboss holt das Maximum heraus

Frederic Kuschel (r.) und der Amboss waren da, wenn sie gefordert wurden.
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Frederic Kuschel (r.) und der Amboss waren da, wenn sie gefordert wurden.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Football-Oberligist gewinnt keinen Schönheitspreis, aber die nächsten beiden wichtigen Punkte.

Für beeindruckende Siege, wenn der Gegner dominiert und nach allen Regeln der Kunst bezwungen wird, gibt es im Football zwei Punkte. Nicht mehr und nicht weniger. Identisch ist die Ausbeute, wenn man hauchdünn und weniger überzeugend gewinnt. Auch dann sackt man zwei Zähler ein und holt für die Tabelle das Maximum heraus. Entsprechend gut konnte Oberligist AFC Remscheid Amboss damit leben, die Aachen Vampires am Samstagnachmittag vor rund 200 Zuschauern im Stadion Reinshagen gerade so mit 18:16 (0:7, 12:0, 0:3, 6:6) in die Knie gezwungen zu haben.

Der zweite Saisonsieg in Folge war ein immens wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt. „Es war nicht schön“, sagte Identifikationsfigur Lars Ramus, der in seiner 18. Saison für den Amboss aufläuft. „Aber ein Sieg ist ein Sieg.“ Auch sein Headcoach Paolo Bizzari stellte das Positive heraus und blickte dabei vor allem auf das personelle Ungleichgewicht gegenüber den Aachenern: „Wir haben den Vampires mit 26 aktiven Spielern standgehalten.“

Dies war allerdings ein verdammt hartes Stück Arbeit. Auch weil sich die Remscheider zu Beginn das Leben selbst schwer machten. Im ersten Angriff verlor Michael Schönen den Ball und ermöglichte es dem bisher punktlosen Schlusslicht, das in seinen ersten beiden Partien zu Null verloren hatte, mit 6:0 in Führung zu gehen. Viel schlechter hätte es für den Amboss nicht losgehen können. Doch die Bizzarri-Truppe zeigte die richtige Reaktion und meldete sich im zweiten Viertel zurück. Quarterback Tom Schröder führte seine Offense über das Feld und fand in Schönen sowie Christoph Henkel Anspielstationen, die die Partie mit je einem Touchdown drehten.

Doch es blieb ein zäher Kampf, weil sich die Gastgeber viele Fehler leisteten und die Aachener immer wieder einluden. Diese sagten nicht Nein, verkürzten im dritten Viertel per Fieldgoal zum 10:12 und gingen im Schlussabschnitt mit ihrem zweiten Touchdown sogar mit 16:12 in Führung. Den Remscheidern drohte eine Heimniederlage, die für den weiteren Saisonverlauf schwerwiegende Folgen hätte haben können. Doch Schröder und Co. wendeten dieses (Horror-) Szenario noch einmal ab, marschierten über das Feld und kamen durch einen tiefen Pass auf Henkel kurz vor die Endzone der Gäste. Schröder selbst erzielte dann den Touchdown und bescherte dem Amboss den Sieg.

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