Kickboxen

Der Kampf ist bei Bedri und Hamdi Mehmeti Kunst

Bedri (l.) und Hamdi Mehmeti können es kaum erwarten, dass ihre Kampfsportschule die Pforten öffnen kann. Foto: Mehmeti
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Bedri (l.) und Hamdi Mehmeti können es kaum erwarten, dass ihre Kampfsportschule die Pforten öffnen kann.
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Fußballer des FC Remscheid möchte mit seinem Bruder eine Schule für Kickboxen und Co. eröffnen.

Von Fabian Herzog

Attacke, FC Remscheid! Nach einem guten ersten Saisonabschnitt dürfte vom Fußball-Landesligisten noch einiges zu erwarten sein. Mit defensiver Stabilität, spielerischen Finessen und großem Kampf wird der Tabellenführer alles versuchen, um an die ersten sechs Spiele anzuknüpfen.

Für letztgenannte Komponente dürfte alleine schon Bedri Mehmeti auf seine ganz eigene Art und Weise sorgen. Der vielseitig einsetzbare Offensivmann, im Spiel des FCR seit seinem Wechsel vom SC Ayyildiz Remscheid im Januar 2017 für die besonderen Momente zuständig, baut sich mit seinem Bruder Hamdi ein zweites berufliches Standbein auf und eröffnet – wie könnte es passender sein? – eine Kampfsportschule.

Im Dezember sollte es soweit sein. Aber dann machte der Lockdown wegen der Pandemie auch ihnen einen Strich durch die Rechnung. Mit dem Royal Thai Box Gym wollen sich die Mehmetis in Wuppertal-Langerfeld aber bald etablieren und auf 200 Metern Trainingsfläche Kickboxen, Boxen und Muay Thai anbieten. „Das war schon immer der Traum meines Bruders“, erzählt Bedri Mehmeti, der in dem Projekt eher eine Nebenrolle einnimmt. Zusammen entwickelten sie aber die Idee und investierten seit dem Startschuss der Vorbereitung im Mai nicht nur viel Arbeit. „Es sieht schon richtig cool aus“, findet der 28-Jährige, der bereits unter Hamdi Mehmeti trainiert hat und mit einem Grinsen versichert: „Im Boxen bin ich ganz gut.“

Der Kampfsport-Fachmann der Familie ist aber der 36-Jährige, der schon lange als Trainer arbeitet. Bis zuletzt war er in der Kampfsportschule Baron angestellt, liebäugelte aber schon länger damit, sich selbstständig zu machen. „Er ist ein sehr guter Trainer“, sagt Bedri Mehmeti, der seinen Bruder bei dem Vorhaben bekräftigte und durchaus auch plant, mit dem FCR im Royal Thai Box Gym zu trainieren. „Im Winter bietet sich das ja förmlich an.“

Dienstältester Spieler nach Patrick Posavec und Adis Babic

Es verwundert nicht, dass der Wuppertaler direkt an seine Mannschaft denkt, wenn es darum geht, den Vorteil einer eigenen Kampfsportschule zu nutzen. Mehmeti ist mit dem FCR eng verwurzelt, fühlt sich pudelwohl. „Ich habe einfach sehr viel Spaß“, begründet der nach Patrick Posavec und Adis Babic dienstälteste Spieler des Landesligisten.

Neben seinem technischen Können hat der 28-Jährige, der über den ASV Wuppertal, VfR Schwelm und eben Ayyildiz zum FCR gekommen ist, in dieser Saison eine ganz andere, aber nicht minder bedeutsame Qualität unter Beweis gestellt: die Teamfähigkeit.

Nur in den ersten beiden Meisterschaftsspielen gehörte er zur Startelf. Danach blieb ihm meist nur die Jokerrolle, die er aber in überragender Manier ausführte. Zum einen fußballerisch, weil er – wie bei seiner Vorlage zum Siegtor in Hamborn – viel bewegte. Aber vor allem auch zwischenmenschlich, weil er nicht nörgelte, sondern sich in den Dienst der Mannschaft stellte. „Das ist für mich selbstverständlich“, sagt Mehmeti, „deswegen ist das ja ein Teamsport.“

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