Handball

Judith Bona schüttelt die Nervosität rasch ab

Vom Hauptbahnhof in Wuppertal machte sich Judith Bona mit Lya Stolzenberg, Fiona Adam und Norah Kothen (v.l.) auf den Weg. Foto: EB
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Vom Hauptbahnhof in Wuppertal machte sich Judith Bona mit Lya Stolzenberg, Fiona Adam und Norah Kothen (v.l.) auf den Weg.
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Handball: Lenneperin beim DHB-Lehrgang.

Von Fabian Herzog

Schritt für Schritt geht es für Judith Bona auf der Karriereleiter als Handballerin bergauf. Im vergangenen Jahr wurde die Lenneperin erstmals zu einer Sichtung des DHB eingeladen. Im Februar 2020 durfte sie dort erneut ihr Können unter Beweis stellen und wurde dabei sogar ins All-Star-Team der besten Spielerinnen berufen. Es folgte der Wechsel von der HSG Radevormwald/Herbeck in die B-Jugend des TSV Bayer Leverkusen – und nun ihr erster DHB-Lehrgang.

Im Bundesleistungszentrum Kienbaum, 40 Kilometer östlich von Berlin, versammelte DHB-Talentcoach Carsten Klavehn für vier Tage die 36 besten Handballerinnen Deutschlands des Jahrgangs 2005 um sich, von denen im Verband Niederrhein vier zu Hause sind: Norah Kothen, Lya Stolzenberg (beide TV Aldekerk), Fiona Adam (Borussia Dortmund, zuvor BHC) und eben Judith Bona. Zusammen machten die sich vom Wuppertaler Hauptbahnhof aus auf den Weg zum Lehrgang.

Trainingsmarathon: drei Einheiten à zwei Stunden pro Tag

Mit im Gepäck: eine gehörige Portion Nervosität. „Die war aber mit dem Training vergessen“, berichtet die 15-Jährige, die im weiteren Verlauf keine Gefahr lief, Langeweile zu verspüren. Schließlich wurden täglich nach dem Frühstück um 7 Uhr drei Einheiten à zwei Stunden absolviert. Neben den handballerischen Fähigkeiten wurde auch die Physis mittels eines Krafttests überprüft. Für Bona aber kein Neuland: „Das machen wir in Leverkusen regelmäßig.“ Mit ihrer Leistung war sie unterm Strich zufrieden und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auch für weitere Lehrgänge eingeladen zu werden. Und im November vielleicht auch das erste Mal ein Länderspiel zu absolvieren. Klarheit dürfte in wenigen Tagen per Post geben.

Bei Bayer ist sie nach einem knappen halben Jahr sehr gut angekommen. „Ich fühle mich so wohl wie vorher in Rade“, erzählt die Lenneperin. Wobei sie auch zugibt: „In Leverkusen ist alles auf einem ganz anderen Level.“ Mit der B-Jugend startet sie am kommenden Wochenende gegen St. Tönis in die Regionalligaspielzeit und sieht sich und ihr Team gerüstet. „Wir werden eine gute Saison spielen.“ Zu der möchte Bona als frischgebackene DHB-Kader-Spielerin im linken Rückraum ihren Teil beisteuern. „Mein Ziel ist es, ein wichtiger Bestandteil des Teams zu werden. Und ich sehe gute Chancen, das auch zu erreichen.“

Schon eine abgebrochene Saison im Bayer-Trikot hinter sich hat Pia Terfloth, die ebenfalls in Lennep wohnt, als 2004er-Jahrgang in der A-Jugend-Bundesliga spielt und im Sommer 2019 vom HSV Gräfrath nach Leverkusen gewechselt ist. Die Linkshänderin fasste beim Werksclub sofort Fuß. „Fürs Training bilden wir eine Fahrgemeinschaft“, erzählt Judith Bona.

Wenn alles gut läuft, bestreiten sie in Kürze sogar ihr erstes gemeinsames Länderspiel. Denn auch Terfloth gehört der deutschen U16 an. Bona findet: „Es ist schon krass, wie weit wir gekommen sind und wie viele andere wir hinter uns gelassen haben.“

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