Judo

Jetzt kann es nur eine Richtung geben

Mit einem spektakulärem Wurf sorgte RTV-Judoka Karl-Richard Frey für einen der Höhepunkte beim Bundesligakampf.
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Mit einem spektakulärem Wurf sorgte RTV-Judoka Karl-Richard Frey für einen der Höhepunkte beim Bundesligakampf.
  • Peter Kuhlendahl
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Im ersten Heimkampf der Bundesliga bezwingt das Judoteam des Remscheider TV den UJKC Potsdam.

Es war im Vorfeld von einem richtungweisenden Kampf die Rede. Und nach dem 9:5-Sieg des Judoteams des Remscheider TV am Samstagnachmittag in der Sporthalle Neuenkamp gegen den UJKC Potsdam kann es für den Bundesliga-Aufsteiger nur eine Richtung geben. „Wir können jedes Team in Deutschland schlagen. Daher ist unser Ziel ganz klar. Wir wollen das Final Four um die Deutsche Meisterschaft erreichen“, betonte Judoteam-Geschäftsführer René Endres kurz vor 18 Uhr nach dem Triumph über die Brandenburger.

Dabei war es den Verantwortlichen knapp zwei Stunde zuvor etwas mulmig. Nicht etwa, weil man sich Gedanken wegen des verpatzten Saisonstarts in Hamburg gemacht hatte. Dunkle Wolken waren aufgezogen, weil gleich zwei Topkämpfer des RTV kurzfristig passen mussten. Alexander Wieczerzak, der Weltmeister von 2017, hatte sich im Training ein Band in der Schulter gerissen. Johannes Frey, Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Tokio und seit Mai Vize-Europameister, lag mit einer Mandelentzündung und Fieber flach. „Da sind wir doch schon ins Grübeln geraten“, erklärte Teammanager Cedric Pick, der mit großen Emotionen am Mikro als Hallensprecher durch die Kämpfe führte.

RTV-Judoka Jesper Smink freute sich am Samstag über den Sieg gegen den Olympiadritten Krisztian Toth.

Gleich beim ersten Kampf konnte Pick lautstark jubeln, als Sam van`t Westende in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm für die 1:0-Führung sorgte. Dann musste sich zwar Cedric Thyssen (-90 kg) geschlagen geben, doch Alexander Gabler (-73 kg) und Karl-Richard Frey (+100 kg) stellten auf 3:1. Nach der Niederlage von Jasper Lefevere (-66 kg) hatte dann Christos Pintsis (-60 kg) seinen großen Auftritt, als er seinen Gegner mit einem Hüftwurf von der Matte fegte. Jesper Smink (-100 kg) besorgte dann die 5:2-Führung zur Pause.

„Wir können jedes Team in Deutschland schlagen.“

René Endres, Geschäftsführer

In der wurde gerechnet und auf die Aufstellung der Gäste für die zweite Hälfte gewartet. Alle waren sich einig, dass es noch eine enge Kiste werden könnte. Genau so sollte es zunächst auch kommen. Rodel Arnolds (-81 kg) und Philip Mähler (-90 kg) mussten sich geschlagen geben, so dass die Potsdamer auf 4:5 verkürzten. Eine sichere Bank waren dann aber Gabler und Frey, die ihren zweiten Sieg feierten und so beim Zwischenstand von 7:4 für den ersten Matchball der Remscheider sorgten.

David Ickes (-66 kg) hatte nun die Chance, den Sack bereits zuzumachen. Mit einem couragierten Auftritt und angetrieben von den rund 400 Zuschauern auf der Tribüne brachte er eine frühe Wertung über die Zeit. „Das war schon geil, den entscheidenden Kampf zu gewinnen. Und dann auch noch vor dieser tollen Kulisse“, schwärmte er. Dass Pintsis in seinem folgenden Kampf in der Verlängerung disqualifiziert wurde, tat der Freude keinen Abbruch. Für das i-Tüpfelchen und den Schlusspunkt sorgte dann Smink, der den ungarischen Olympia-Bronzemedaillengewinner Krisztian Toth bezwingen konnte.

Sehr zufrieden war RTV-Trainer Peter Degen: „Unsere Entschlossenheit war von Beginn an zu spüren.“ Frey, der ebenfalls im Besitz einer Medaille der Olympischen Spiele ist, erklärte: „Das hat heute richtig Spaß gemacht. Schade, dass mein Bruder nicht dabei sein konnte.“ Mit einem lachenden und weinenden Auge verfolgte Wieczerzak, der sich aus taktischen Gründen warm gemacht hatte, die Kämpfe am Mattenrand: „Ich freue mich für die Jungs und bin in vier Wochen wieder dabei. Und wenn es richtig heiß wird, bin ich sowieso immer am Start“, sagte der Weltklasse-Kämpfer und spielte damit auch bereits auf die Endrunde an, die der Tabellenerste und -zweite erreichen werden.

So geht es weiter

Bereits in zwei Wochen ist die Sporthalle Neuenkamp wieder der Austragungsort eines Bundesligakampfes. Am 11. Juni ist JT Hannover zu Gast. Bereits kurz nach dem Ende des Kampfes gegen Potsdam gingen die Gedanken in Richtung der nächsten Aufgabe. „Denn da müssen wir konzentriert sein. Sonst ist der heutige Sieg nichts mehr wert“ sagte Manager Cedric Pick.

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