Fußball

Jetzt erst Recht: Dhünner feiern Aufstieg ausgelassen

Fast in voller Besetzung – nur einige Urlauber fehlten – zelebrierten die Dhünner am Mittwochabend den Aufstieg. Gleichzeitig wurde in den Geburtstag von Marius Suchanoff (vorne, 2.v.l.) gefeiert. Foto: SSV
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Fast in voller Besetzung – nur einige Urlauber fehlten – zelebrierten die Dhünner am Mittwochabend den Aufstieg. Gleichzeitig wurde in den Geburtstag von Marius Suchanoff (vorne, 2.v.l.) gefeiert.
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Nach 14 Jahren kehren die SSV-Fußballer endlich auf die Bezirksebene zurück.

Von Fabian Herzog

Sie werden eine Bereicherung für die Bezirksliga sein. So viel steht nicht erst seit Mittwochabend fest, als die Fußballer des SSV Dhünn in ihrem Stammlokal, der Gaststätte Zu den drei Linden, den wohl kuriosesten Aufstieg aller Zeiten ausgelassen feierten. Nachdem über Antrag 2.1 auf dem Verbandstag des FVN, den sie per Livestream verfolgten, abgestimmt wurde, standen sie als Meister der Kreisliga A und Neu-Bezirksligist fest. „Das war natürlich fernab davon, was man sich so wünscht“, gibt Trainer Andreas Böge zu, „aber es fühlte sich trotzdem schön an.“

Der SSV ist zurück auf Bezirksebene und damit dort, wo er in der Saison 2005/2006 zum letzten Mal gewesen war. Die damalige Horrorspielzeit mit nur einem mageren Pünktchen war auch am Mittwochabend Thema. „Wir müssen nur einen Sieg holen, um besser abzuschneiden“, wurde gescherzt. Dies sollte der aktuellen Mannschaft, deren Kader sich nur minimal verändern wird, locker zuzutrauen sein. Sebastian Mosler, der vor wenigen Tagen erstmals Vater geworden ist, verlässt das Team. Mit Kevin Schmidt (nach Studium in München) steht bislang ein Neuer fest.

In der nun abgebrochenen Saison ließ der SSV durch zwei Remis ganze vier Zähler liegen. Und das, obwohl sich bei Moslers Polterabend nicht jeder an die Abmachungen gehalten hatte und am nächsten Tag vor dem Spiel „aus dem Auto“ fiel, wie Böge schmunzelnd berichtet. Für ihn begann die Reise in die Bezirksliga aber schon vor dem ersten Saisonspiel. Genauer gesagt am 10. März 2019. Damals verabschiedeten sich die Dhünner durch eine 2:3-Niederlage gegen Marathon aus dem Aufstiegsrennen dieser Spielzeit, entwickelten eine gewisse Jetzt-erst-Recht-Mentalität und sind seitdem ungeschlagen.

Zumindest in der Meisterschaft. „Unsere Vorbereitung war extrem holprig“, blickt Böge, der das Team zusammen mit André Markovic trainiert, auf den Sommer 2019 zurück. Dies sollte sich aber als gutes Omen herausstellen, hatte der SSV in den Jahren zuvor doch immer in den Testspielen geglänzt und war dann in der Liga gestrauchelt.

Diesmal hat´s endlich geklappt. Was am Samstag noch mal in Böges Garage gefeiert werden soll. Mit Kind und Kegel. Und ohne irgendwelche Anträge.

Zum Kader gehörten: Jonas Offer, Fabian Heller, Dennis Winterhagen, Matthias Block, Robin Böge, Mathias Echl, Sven Loosen, Sebastian Mosler, Björn Rau, Dominic Rehbold, Maximilian Schulte, Marius Suchanoff, Joshka Bührmann, Robin-Dag Bührmann, Artemij Gordeev, René Katzwinkel, Nico Marquardt, Daniel Matuschzik, Florian Mosler, Til Schmidt, Timo Schwebke, Max Esgen, Christian Frank, Christian Nippel, Gabriel Romeo, Dennis Schmidt, Sebastian Schulte.

Trainer: Andreas Böge und André Markovic.

Teammanager: Paul Weiden.

Saison 19/20 – der ungeschlagene Weg der Dhünner zum Titel: Heide – SSV 2:4, BV 10 – SSV 1:4, SSV – 1. Spvg. 4:0, Born II – SSV 2:5, SSV – DTV II 2:1, Struck II – SSV 1:4, SSV – Struck 3:0, Hasten – SSV 3:3, SSV – Hackenberg 4:4, Ayyildiz II – SSV 0:6-Wertung, SSV – Burscheid 5:1, Hilgen – SSV 0:5, SSV – Hilgen II 4:0, FCR II – SSV 1:2, Heide – SSV 1:6, SSV – BV 10 2:0-Wertung, 1. Spvg. – SSV 1:7.

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