Handball

Jens Reinarz sorgt für späte Erleichterung

Mehr Erleichterung als überbordender Jubel – die Panther nach dem Last-Second-Erfolg im Frankenland. Foto: FL
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Mehr Erleichterung als überbordender Jubel – die Panther nach dem Last-Second-Erfolg im Frankenland.
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Handball-Drittligist Bergische Panther siegt in Kirchzell durch Tor in Schlusssekunde.

Von Andreas Dach

Der Kopf steckte schon in der Schlinge. Beim Stand von 20:16 (42.) schien der TV Kirchzell die Bergischen Panther ultimativ in eine unlösbare Situation gebracht zu haben. Alles deutete im zweiten Spiel auf die zweite Saisonniederlage der Mannschaft von Marcel Mutz in der 3. Liga hin. Wirklich alles. Doch dann passierte das, was der Trainer später mit „Kampfgeist, Moral und kollektiver Arbeit“ beschrieb. Die Panther schafften die Kehrtwende, zogen den Kopf noch aus der Schlinge und feierten schließlich einen glücklichen, aber nicht einmal unverdienten 26:25 (15:14)-Sieg.

Glücklich deshalb, weil Jens Reinarz der entscheidende Treffer erst exakt eine Sekunde vor dem Ende gelungen war. Max Weiß hatte ihn bei einem Freiwurf angespielt, Reinarz‘ finaler Wurf aus der Distanz saß. Der Rest war Erleichterung, keinesfalls aber überbordender Jubel. Den hätte es möglicherweise gegeben, wenn die Gäste ihre Überlegenheit der ersten Hälfte in mehr Tore umgemünzt hätten. Mutz sagte: „Zur Pause hätte es eigentlich 20:12 für uns stehen müssen.“

Ein Blick auf den Statistikbogen offenbart, warum das nicht der Fall war. Die Panther leisteten sich während der ersten 30 Minuten elf Fehlwürfe und sechs technische Fehler. Beinahe ein Wunder, dass es gegen die Franken trotzdem zu einer knappen Pausenführung gereicht hatte. Daran nicht unbeteiligt war ein aufmerksamer Torsteher Robin Eigenbrod.

Während der Halbzeit nordete man sich neu ein, nahm sich viel vor. Um dann stattdessen die schwächste Phase der Partie einzuleiten. Nach zwölf Minuten des zweiten Abschnitts war man mit vier Toren ins Hintertreffen geraten. Guter Rat war teuer. Den gab es von Marcel Mutz. Er ordnete eine offensive Deckung gegen Kirchzells Spielmacher Tom Spieß an. Das fruchtete von Minute zu Minute mehr. Am Ende setzte sich die Qualität durch. Nicht mit Glanz, nicht mit Gloria. Aber da fragt in ein paar Tagen ohnehin niemand mehr nach. „Vielleicht“, mutmaßte Mutz, „gibt uns das ja einen kleinen Selbstbewusstseinsschub.“

Tore: Reinarz (5/1), Schlösser, Blum Wolter (je 4), Jesussek (3), Weiß, Ueberholz (je 2), Padeken, Heider (je 1).

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