Die Woche im Sport

Im Judosport ist alles auf die Zukunft ausgerichtet

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Es wird sich lohnen, in junge Sportlerinnen und Sportler Zeit und Wissen zu investieren. Wenn sie sich wohlfühlen und sich gut aufgehoben fühlen, werden sie bleiben und sich entwickeln, meint Lokalsport-Redakteur Andreas Dach.

Was hat eine solche Verleihung für Auswirkungen? Auf den ersten Blick keine. Sieht man davon ab, kurzfristig in vielerlei Munde gewesen zu sein. Der Remscheider TV hat seine Zertifizierung als Judo-TalentStützpunkt bekommen. Es war eine nette und festliche Angelegenheit am Dienstagabend auf dem vereinseigenen Gelände. Mit vielen Gratulanten und Honoratioren. So gut, so schön.

Schon auf den zweiten Blick aber wird deutlich, dass erheblich mehr dahinter steckt und sich das Judoteam keinesfalls zufällig enorm für den schließlich erfolgten Zuschlag ins Zeuge gelegt hat. Es ist der nächste Schritt und möglicherweise wichtigste Schritt auf dem Weg hin zur Professionalisierung. Was die Macher um Cedric Pick, René Endres und Philip Mähler auch anstellen – alles ist perspektivisch angelegt und ausgerichtet. Nicht auf den Tag, nicht auf den Monat, nicht auf das Jahr. Es geht dauerhaft um die Zukunft des Judosports beim RTV. Und in der Region. Um das Fördern und Entwickeln von Talenten, die aus dem Bergischen Land stammen. Keinesfalls zufällig hatte man Vertreter von 25 Vereinen aus dem gesamten Gebiet eingeladen. Alle sollen sich eingebunden fühlen. Auch die Kooperation mit Schulen macht Sinn.

Das alles geht nicht von heute auf morgen. Aber es wird sich lohnen, in junge Sportlerinnen und Sportler Zeit und Wissen zu investieren. Wenn sie sich wohlfühlen und sich gut aufgehoben fühlen, werden sie bleiben und sich entwickeln. Mit ein wenig Glück und dem notwendigen Durchhaltevermögen hin zu Ligakämpfern, die irgendwann auch einmal für das RTV-Judoteam auf die Matte gehen könnten.

Noch ist man beim Zweitligisten darauf angewiesen, renommierte Athleten von Außen zu holen. Wie jetzt gerade die Frey-Brüder, die olympisches Bronze in der Mannschaftswertung aus Tokio mitgebracht haben. Solche Leute an sich binden zu können, spricht für die Wertschätzung, welches sich das Judoteam des RTV mittlerweile durch seriöse Arbeit regional, landes- und bundesweit erworben hat.

Sich in der Spitze irgendwann aus einem Pool von Athleten bedienen zu können, die man über die Stützpunktarbeit selbst mit ausgebildet hat, würde all das krönen. Und würde den Judosport, den RTV, die Stadt und die Region sportlich stärken. Freuen wir uns doch darüber und darauf, dass Visionen nicht immer Visionen bleiben.

TOP Kooperationen im Sport. Aktuell praktiziert von Badmintonteams des SV 09/35 und des TBH.

FLOP Die Verletzungssorgen bei Panthern und HGR wachsen.

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