Rollhockey

IGR verliert Finale und jubelt dennoch

Tor für die IGR: Alexander Ober gleicht in dieser Szene gegen Lyon zum 1:1-Zwischenstand vor der Pause aus.
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Tor für die IGR: Alexander Ober gleicht in dieser Szene gegen Lyon zum 1:1-Zwischenstand vor der Pause aus.
  • Peter Kuhlendahl
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Beim Vorrundenturnier des WSE-Cups belegt Remscheid den zweiten Platz.

Wie am Sonntag in Katar schallte auch in Hackenberg ein „Allez les Bleus“ durch eine Sportstätte. Doch während das Endspiel der Fußball-WM noch nicht mal in der Pause war, konnten die Rollhockeyspieler des Lyon RHC, die ebenfalls in Blau spielten, jubeln. Sie haben nach dem 4:1 (1:1)-Sieg über die IGR Remscheid im Finale des Vorrundenturniers im WSE-Cup das Achtelfinale erreicht. Und als die Franzosen gegen die Argentinier Stunden später im Elfmeterschießen den Kürzeren zogen, gab es zeitgleich auch für die Remscheider IGR noch ein Happy End.

Der Grund: Nachdem es der Europäische Verband am gesamten Wochenende nicht geschafft hatte, Ergebnisse der anderen Gruppenspiele zu veröffentlichen, erreichte den IGR-Vorsitzenden Georg Feldhoff am frühen Abend die frohe Botschaft, zu den drei besten Gruppenzweiten zu gehören. „Ein genaues Datum gibt es noch nicht. Im Januar oder Februar dürfte aber gespielt werden“, erklärte Feldhoff.

„Dass wir zunächst warten mussten, haben wir uns selbst zuzuschreiben“, erklärte Nationalspieler Daniel Strieder, der am Samstag zurück aus Argentinien gekommen war und am Sonntag zum ersten Mal seit Wochen wieder auf der Platte stand. Das sah IGR-Kapitän Yannick Peinke genauso. Und auch er wusste, dass die Leistung seines Teams im zweiten Abschnitt einfach nicht gereicht hatte: „Da haben wir, aus welchem Grund auch immer, unseren Plan verloren.“ Seine weitere Sorge, dass man aufgrund der schlechteren Tordifferenz ausscheiden würde, verpuffte für alle zum Glück am frühen Abend.

So rächte sich nicht, dass die IGR nach dem dritten Gegentreffer, der nach 41 Minuten gefallen war, nicht den Laden dicht machte. Zwei Minuten vor dem Ende stellten die Franzosen, die gerade in der ersten Halbzeit mit ihrem Auftritt gar nicht zufrieden waren, den Endstand sicher. Den Grundstein zum Sieg hatten sie im Prinzip bereits fünf Minuten nach der Pause mit dem 2:1 gelegt, das bei den Remscheidern früh für Ernüchterung gesorgt hatte.

„Wir waren in der zweiten Halbzeit einfach nicht gallig genug“, sagte IGR-Trainer Marcell Wienberg, der damit den Finger in die Wunde legte. Was eigentlich unverständlich war, da die erste Halbzeit eine Partie auf Augenhöhe war. Zwar gingen die Franzosen nach neun Minuten mit 1:0 in Führung.

Doch Alexander Ober, der in der zweiten Minute nur den Pfosten getroffen hatte, glich nach einem Konter aus (11.). In der Folge hatten die Remscheider Pech mit zwei weiteren Pfostentreffern durch Peinke (12.) und Paul Ronge (18.) und ließen weitere gute Chancen liegen. „Wenn man die Tore nicht macht, gewinnt man halt nicht“, brachte es schließlich Strieder auf den Punkt.

Wie die IGR, die wie berichtet den Kings´s Lynn RHC am Freitagabend mit 6:3 bezwang, siegte auch Lyon am späten Samstagnachmittag mit 4:0 (2:0) gegen die Engländer und machte so ein echtes Finale am Sonntag möglich. Dabei hatten die Franzosen, die erst am Vormittag in Remscheid eingetroffen waren und auf eine mögliche Trainingseinheit in der Halle verzichtet hatten, leichtes Spiel. Der Sieg, der nach Treffern in der 15., 17., 37. und 50. Minute feststand, war zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Derweil konnten die Engländer die Niederlage verkraften und freuten sich auf einen anschließenden langen Abend in der Remscheider Innenstadt. Nach einem gemeinsamen Abendessen der drei Teams im MK-Hotel, in dem sie und die Franzosen übernachteten, unternahmen sie noch einen Zug durch die zahlreichen Lokalitäten in der City.

Austragungsorte

Insgesamt fanden am vergangenen Wochenende fünf Vorrundenturniere statt. Neben Remscheid waren Bassano del Grappa (Italien), Igualda (Spanien), Ploufragan sowie Noisy Le Grand (beide Frankreich) die Austragungsorte. Dort haben sich die fünf Turniersieger und die drei besten Zweitplatzierten für das Viertelfinale qualifiziert.

Auch IGR-Kapitän Yannick Peinke hatte mit seinen Abschlüssen in der Partie gegen die Franzosen kein Glück.

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