Rollhockey

IGR hofft auf internationales Flair

Wenn die IGR den Zuschlag für die Ausrichtung eines Quali-Turniers im bekommt, hofft sie auf ein volles Haus.
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Wenn die IGR den Zuschlag für die Ausrichtung eines Quali-Turniers im bekommt, hofft sie auf ein volles Haus.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Analyse: In den Wettbewerben im Rollhockey-Europapokal gibt es einen neuen Modus.

Am vergangenen Freitag ist die Meldefrist für die Teilnahme an den Europapokal-Wettbewerben abgelaufen. Sowohl das Männer- als auch das Frauenteam der IGR Remscheid wären startberechtigt gewesen. Warum die IGR nur die Männer gemeldet hat, ist ein Aspekt der folgenden Analyse. Die befasst sich zudem mit völlig modifizierten Wettbewerben bei den Männern und dem Ende des Disputs, den es zwischen den Amateurteams und dem europäischen Verband gegeben hatte.

Warum spielen die Bundesliga-Frauen der IGR Remscheid in der Saison 2022/23 nicht international?

Beim europäischen Wettbewerb für die Frauen hat es nur eine Änderung gegeben. Der Wettbewerb heißt nun nicht mehr Female League Cup, sondern wie bei den Männern Champions League. Ansonsten ist der Modus beibehalten worden und sorgt dafür, dass kein deutsches Team gemeldet hat. Es wird eine Gruppenphase gespielt, in der man drei Reisen ins europäische Ausland unternehmen muss. Dies ist aus finanziellen Gründen für die IGR nicht möglich.

In Deutschland wird über eine mögliche Alternative nachgedacht.

Da wahrscheinlich nur die Profiteams aus Südeuropa an der Champions League teilnehmen, denkt der Rest über kleinere internationale Turniere nach, die an einem Wochenende an einem Austragungsort über die Bühne gehen.

Welche Veränderungen gibt es in den Wettbewerben bei den Männern?

Sowohl in der Champions League als auch im WSE-Cup werden vorgeschaltete Qualifikationsrunden in Turnierform ausgetragen, die jeweils von freitags bis sonntags stattfinden.

Wie wird in der Champions League gespielt, und welche Teams aus Deutschland könnten dabei sein?

Der Deutsche Meister Germania Herringen und der Vizemeister RSC Cronenberg sind startberechtigt. Die Wuppertaler verzichten aus finanziellen Gründen aber. Es werden zunächst sechs Turniere mit je drei Teams gespielt. Die sechs Turniersieger und die beiden besten Zweitplatzierten erreichen die zweite Runde. Der Rest nimmt an der Quali-Runde des WSE-Cups teil. Die Herringer steigen direkt in die zweite Quali-Runde der Champions League ein. Hier gibt es vier Turniere mit vier Teams. Die Turniersieger und die Zweitplatzierten ziehen in die Gruppenphase ein, für die drei portugiesische, jeweils zwei italienische und spanische sowie ein französisches Team direkt qualifiziert sind.

Die IGR hat sich als Pokalfinalist und die RESG Walsum über ihren Tabellenplatz in der Bundesliga für den WSE-Cup qualifiziert. Was wartet auf sie?

Neben den beiden deutschen Teams sind jeweils zwei Clubs aus Portugal, Italien, Spanien, Frankreich, der Schweiz und England dabei. Dazu kommen die zehn Vereine, die in der ersten Runde der Quali für die Champions League ausgeschieden sind. In Qualifikationsturnieren mit je vier Teams werden dann die acht Mannschaften ermittelt, die in die K.o.-Phase des WSE-Cups einziehen. Da noch die acht Clubs dazukommen, die in der zweiten Runde der Champions League ausgeschieden sind, startet man dann in einem Achtelfinale mit Hin- und Rückspiel.

Wer richtet die Turniere in den Qualifikationsrunden aus?

Die Amateurteams – dazu zählen auch die deutschen Clubs – haben ein Vorrecht für die Ausrichtung eines Turnieres. Aus diesem Grund haben die Remscheider nicht nur für den internationalen Wettbewerb gemeldet, sondern bewerben sich auch für die Ausrichtung. Dabei käme zwar aus finanzieller Sicht einiges auf den Remscheider Bundesligisten zu. „Aber wir können das stemmen. Und würden unseren Fans ein tolles internationales dreitägiges Spektakel in der Sporthalle Hackenberg bieten“, betont der IGR-Vorsitzende Georg Feldhoff.

Wann werden die Turniere gespielt?

Wahrscheinlich erst im Januar nächsten Jahres. Zunächst müssen ja die Qualifikationsrunden für die Champions League gespielt werden. Außerdem ist der internationale Terminkalender eng bestückt, da im November in Argentinien die Weltmeisterschaft stattfindet.

In der jüngsten Vergangenheit hatte es zwischen den Amateurteams und dem europäischen Verband WSE mächtig Ärger gegeben. Sind die Wogen geglättet?

Unter der Führung des schweizerischen Verbandes hatten die nationalen Verbände aus Deutschland, England, Belgien, Andorra, Österreich, Israel und den Niederlanden mehr Mitsprache in dem von Profinationen dominierten internationalen Verband gefordert. Im Januar 2021 waren die Fronten dann richtig verhärtet. Aufgrund der Pandemie und des damit verbundenen sportlichen Lockdowns machte es in den Augen der Amateure keinen Sinn, an den damaligen Europapokalrunden teilzunehmen. Die Funktionäre stellen sich stur und wollten zudem nicht die Gebühren und Startgelder – insgesamt ging es um rund 15 000 Euro – erstatten. Dies ist nun im Frühjahr dieses Jahr geschehen. Und auch durch den neuen Modus in den internationalen Wettbewerben sei man nun aufeinander zugegangen.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, die unbeantwortet geblieben sind? In der aktuellen Analyse befassen wir uns mit dem Rollhockey-Europapokal und die Rolle der IGR Remscheid.

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