Rollhockey

IGR geht beim Deutschen Meister unter

Nach dem deutlichen 9:3-Sieg gegen die IGR Remscheid hatten einzig die Fans des Deutschen Meisters in Herringen Grund, mit ihrem Team zu feiern. Foto: Peter Kuhlendahl
+
Nach dem deutlichen 9:3-Sieg gegen die IGR Remscheid hatten einzig die Fans des Deutschen Meisters in Herringen Grund, mit ihrem Team zu feiern.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
    schließen

Die Partie in der Rollhockey-Bundesliga gegen SK Germania Herringen in der Glück-Auf-Arena Hamm.

Von Peter Kuhlendahl

Die faire Verabschiedung vom Gegner. Ein kurzer Dank an die Handvoll Fans, die den Weg in die Glück-Auf-Arena nach Hamm am frühen Samstagabend gefunden hatten. Und dann nichts wie raus aus der Halle, in der sie gerade eine deutliche Niederlage kassiert hatten. Eigentlich hatten drei Siege auf dem Wunschzettel gestanden.

Nach der 3:9 (0:4)-Pleite der IGR Remscheid bei der SK Germania Herringen verspürte keiner der Aktiven noch großen Redebedarf. Auch IGR-Trainer Timo Meier musste erst mal nach Worten suchen: „Ich bin mir aber zu 100 Prozent sicher, dass wir die Play-offs erreichen.“ Was das Minimalziel des Clubs ist, der ausgerufen hatte, um den Titel mitzuspielen.

Dass man beim amtierenden Deutschen Meister davon meilenweit entfernt war, hatte mehrere Gründe. Da ist in erster Linie die große Ausfallquote des Stammpersonals der IGR.

So mussten neben dem Langzeitverletzten Fabian Selbach diesmal auch Daniel Strieder und Max Richter passen. „Ich habe bis Donnerstag flach gelegen. Das macht heute gar keinen Sinn“, sagte Strieder, der sich bei der Europameisterschaft in Portugal einen grippalen Infekt eingefangen hatte und nur auf der Tribüne Platz nehmen konnte. Richter hatte sich am Samstagmorgen wegen einer dicken Erkältung abgemeldet.

Nachwuchskräfte können die Ausfälle nicht kompensieren

Dazu kam, dass Alexander Ober beim Comeback nach langem verletzungsbedingten Ausfall noch weit von seiner Normalform entfernt war.

Und IGR-Kapitän Yannick Peinke, der im Laufe der Partie zwei blaue Karten – eine dritte hätte eine Sperre bedeutet – kassierte, hatte auch nicht gerade seinen besten Tag erwischt. Auffällig war zudem erneut, dass die Nachwuchskräfte der Remscheider die Ausfälle des Stammpersonals nicht kompensieren können.

So wurde der mit Abstand zum besten IGR-Spieler, der neun Gegentore kassiert hatte. Aber Torhüter Jonas Langenohl verhinderte mit tollen Paraden im Minutentakt, dass es nicht ein richtiges Debakel gab.

Bereits nach zehn Sekunden musste er den ersten dicken Patzer seiner Vorderleute ausbügeln. Bis zur 18. Minute verzweifelten die Herringer reihenweise an ihm. Doch innerhalb von sechs Minuten stellte der Meister dann auf 4:0. Derweil scheiterte Ober beim 0:2-Zwischenstand mit einem Penalty (21.).

Der erste Treffer nach der Pause ging dann durch Yannik Lukassen auf das Konto der IGR (30.). In der gleichen Minute erhöhte Herringens Nationalspieler Lucas Karschau aber auf 5:1. Dass die Partie in der Folge ein wenig ausgeglichener erschien, war darin begründet, dass die Gastgeber den einen oder anderen Gang zurückgeschaltet hatten und auch munter durchwechselten.

Dennoch schraubten die Herringer das Ergebnis auf 8:1 (45.). Die Treffer von Peinke zum 2:8 (45.) und Ober zum 3:9 (48.) hatten am Ende nur noch statistischen Wert.

Interessiert an Spitzen-Handball? RGA-Abonnenten (Print und Web) können VIP-Tickets gewinnen: BHC spielt gegen Spitzen-Teams

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Handballer trauern um Guido Masmeier
Handballer trauern um Guido Masmeier
Handball-Drittligist verlängert Verträge
Handball-Drittligist verlängert Verträge
Handball-Drittligist verlängert Verträge
Panther stehen vor Nachholbegegnungen
Panther stehen vor Nachholbegegnungen
Nachwuchs aus dem Kreis muss noch nachsitzen
Nachwuchs aus dem Kreis muss noch nachsitzen

Kommentare