Handball

Hückeswagener Kreisläufer wird zum Eisbekämpfer

Mario Moritz sorgte handballerisch für Ordnung. Foto: MM
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Mario Moritz sorgte handballerisch für Ordnung.
  • Fabian Herzog
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Lustige Aktion des Handballers Mario Moritz.

Von Fabian Herzog

In der Halle gestanden hat er in dieser mittlerweile abgebrochenen Saison noch gar nicht. Das einzige Kreisliga-Spiel, das mit dem ATV Hückeswagen II infrage gekommen wäre, verpasste Mario Moritz auch noch. Dass sich das auf seine Treffsicherheit jedoch nicht kontraproduktiv ausgewirkt hat, stellte der 31-Jährige am Samstag auf eher ungewöhnliche Art und Weise unter Beweis. Bei einem Einsatz mit dem Ordnungsamt der Stadt Hückeswagen nutzte er seine handballerischen Fähigkeiten perfekt aus.

Ein aufmerksamer Bürger hatte Moritz und Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass sich im Tunnel Höhsiepen, von vielen auch Fledermaus-Tunnel genannt, ein paar Eiszapfen gebildet haben, die abzustürzen drohten und eine entsprechende Gefahr darstellten. Unverzüglich machte sich das Team der Stadt Hückeswagen mit einer Leiter und einem Besen auf den Weg. Vor Ort war ein Großteil der Zapfen schnell beseitigt. Einige aber waren extrem schwer zu erreichen.

Damit war der Ehrgeiz bei Moritz geweckt, der kurzerhand zu Steinen griff und zum Wurf ansetzte. Und zu noch einem . . . und noch einem. „Ein paar Versuche habe ich aber schon gebraucht“, gibt der Kreisläufer und Kapitän des ATV II lachend zu. Dann aber war die Gefahrenstelle entschärft.

Positive Reaktionen von den Teamkollegen und im Netz

Die Reaktionen auf seine handballerische Heldentat sollte nicht lange auf sich warten lassen. „Meine Teamkollegen meinten: Der kann doch sonst nur Heber“, erzählt Moritz, der schon sein Leben lang im Brunsbachtal spielt. Zuerst in der Jugend, anschließend in der 2. Mannschaft. „Für die Erste haben meine Ambitionen nie gereicht“, erklärt Moritz.

Um so engagierter ist er bei der Stadt Hückeswagen, wo er eigentlich als Sozialarbeiter für den Bereich Integration verantwortlich ist, aber in Zeiten von Corona zu 50 Prozent auch im Ordnungsamt aushelfen muss. Zusätzlich bringt sich Mario Moritz auf den Social-Media-Plattformen der Stadt ein und berichtete dort auch vom Einsatz im Fledermaustunnel. „Die Reaktionen waren unglaublich positiv“, erzählt der Handballer. So lautete ein Kommentar dabei: „Wir haben halt einen Super Mario.“

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