Nachruf

Horst Aukschlat stirbt im Alter von 78 Jahren

Horst Aukschlats Wirken bleibt unvergessen. Foto: RGA-Archiv
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Horst Aukschlats Wirken bleibt unvergessen.
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Er hätte so gerne noch gelebt und Zeit mit seiner geliebten Ehefrau Ursel, den vier Kindern Dirk, Jörg, Kerstin und Holger sowie acht Enkeln und drei Urenkeln verbracht. Es war Horst Aukschlat nicht vergönnt.

Von Andreas Dach

Der in positivem Sinne fußballverrückte Remscheider ist nach monatelangem Leiden am 15. Juni im Alter von 78 Jahren gestorben und mittlerweile in engstem Familienkreis beerdigt worden.

Nicht nur seine Angehörigen trauern um einen integren Mann, dem vor allem der Betriebssport viel zu verdanken hat. Aukschlat war Spieler, war Trainer, war Schiedsrichter. Ach, wenn er gebraucht wurde und es der Sache dienlich war, half der gebürtige Remscheider immer und überall. Er war ein Typ, kannte alle – und alle kannten ihn.

Wenn Aukschlat mit seiner Ursel und Freunden zum Kaffeetrinken auf der Alleestraße saß, kam er kaum dazu, die Tasse zum Mund zu führen. Mal grüßte er, mal wurde er gegrüßt. Man kannte ihn halt, den Horst. Weil er gewinnend war, oft charmant. Ein Menschenfänger wie er im Buche stand.

Zum Schluss musste er immer wieder pendeln – zwischen seinem Zuhause und diversen Kliniken. Nach einem Schulterbruch im November vergangenen Jahres hatte sich sein Zustand von Monat zu Monat mehr verschlechtert. Aus einem Sportler, der 89 Kilogramm auf die Waage brachte, wurde ein Mann mit knapp 30 Kilogramm weniger. Immer öfter muckten die unterschiedlichsten inneren Organe auf. Es war schwierig für Horst Aukschlat, diesen körperlichen Verfall zu akzeptieren. Aber er kämpfte, wehrte sich, wollte noch schöne Jahre erleben.

An einem frühen Dienstagmorgen erlahmten in einem Remscheider Krankenhaus die Kräfte. Er schlief ein. Bei aller Trauer – es wird eine Erlösung für ihn gewesen sein. Zum Schluss war es für „Auge“ nur noch eine Qual gewesen. Er ist nicht mehr da. Aber sein Wirken bleibt in den Köpfen aller, die mit ihm zu tun hatten. Aukschlat ist auf dem Honsberg aufgewachsen, machte eine Ausbildung zum Maschinenschlosser. Seit 1975 arbeitete er bei der Stadt Remscheid, hielt als umsichtiger Platzwart die Anlagen in Reinshagen, Klausen und an der Düppelstraße in Schuss.

Dass er mit 60 Jahren in den Ruhestand eintreten konnte, machte es ihm möglich, seinen Hobbys noch intensiver nachzugehen. Er reiste gerne, war in Kenia, Amerika und auf den Bahamas. Regelmäßige Mallorca-Urlaube mit den Kumpels standen ebenfalls auf dem Programm. Gerne wurde er für Gesellschaften als Nikolaus gebucht. Aukschlat war immer fröhlich, immer gesellig, immer kontaktfreudig. Wer ihn zum Freund hatte, konnte sich glücklich schätzen.

Beim Fußball kam zu diesen Eigenschaften auch noch viel Kompetenz hinzu. Mit ihm konnte man stundenlang diskutieren, seine Netzwerke waren prächtig. Davon haben auch wir beim RGA-Sport profitiert. Er fehlt uns schon jetzt. Am meisten aber seiner Ursel. 58 Jahre waren die beiden verheiratet. „Wir wollten die 60 so gerne noch voll machen“, sagt sie. Es hat nicht mehr gereicht.

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