Fußball

Hochzeitsglocken läuten als Belohnung

Pascal Königs freut sich über sein Engagement beim Landesligisten in Wermelskirchen.
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Pascal Königs freut sich über sein Engagement beim Landesligisten in Wermelskirchen.
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Torhüter Pascal Königs hat sich dem Fußball-Landesligisten SV 09/35 Wermelskirchen angeschlossen.

Von Peter Kuhlendahl

Herzlichen willkommen zurück im Bergischen Land. Nach vielen Stationen sind Sie ab sofort als Torhüter für den SV 09/35 Wermelskirchen in der Landesliga im Einsatz. Wie kam es zu diesem Engagement?

Mit Freundin Katharina Schwabke ist Pascal Königs eine ganz besondere Wette eingegangen.

Pascal Königs: Ich war zuletzt beim Mittelrheinligisten FC Pesch. Das hat zunächst ganz gut gepasst, da ich im Kölner Raum gearbeitet habe. Dann habe ich mich beruflich verändert, und es wurde zeitlich eng. Aus unserer gemeinsamen Zeit bei Westfalia Herne kenne ich Frederik Streit noch. So habe ich mich seit einiger Zeit erstmal in Wermelskirchen fitgehalten.


Sie hatten also Zeit genug, Mannschaft, Trainer und Umfeld kennenzulernen, bevor Sie zugesagt haben. Es passt also, oder?

Königs: Es passt hervorragend. Bei den Trainern angefangen. Wichtig war mir, dass es eine richtige Mannschaft ist. Das erlebt man in der Kabine. Und nur so sind auch Erfolge möglich.


War die aktuell gute sportliche Situation auch ein Aspekt nach Wermelskirchen zu wechseln?

Königs: Nein. Ehrlich gesagt habe ich erst in den vergangenen Tagen gesehen, wie gut das Team in der Tabelle steht, und es sogar nur sechs Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter sind. Entscheidend für mich waren die bereits erwähnten Gründe. In meiner langen Karriere habe ich gelernt, was wichtig ist.


Zu der langen Karriere gehören auch viele Vereine. Sie haben den Ruf eines Wandervogels.

Königs: Auf der einen Seite stimmt das. Aber man sollte mich nicht darauf reduzieren. Und wenn man mal genau hinschaut, gibt es einige Vereine, die mehrfach in der Liste auftauchen. Also war die Erinnerung an mich wohl gar nicht so schlecht.


Sie sind, wie man es oft sagt, ein Typ, der aber auch aneckt. Bleiben Sie diesem Motto treu?

Königs: Damit habe ich mir ehrlich gesagt einiges kaputtgemacht. Rückblickend würde ich einiges anders machen. Auch den Schiedsrichtern gegenüber. Mein Ruf eilte mir voraus. Es gab eine Zeit, da kamen die vor der Partie zu mir und meinten, höre ich nur einen Ton, schmeiße ich Dich vom Platz.


Sie haben sich also geändert. Spielt dabei Ihr Alter von mittlerweile 37 Jahren eine Rolle?

Königs (lacht): Nein, meine Freundin Kathy. Natürlich werde ich auch während der Spiele und auch im Umfeld weiter meine Meinung äußern. Aber nur im positiven Sinne. Ich will motivierend auf die Mannschaft einwirken.


Gehen Sie davon aus, dass Sie als Nummer eins als Keeper in den restlichen Spielen in der Landesliga zum Einsatz kommen werden?

Königs: Positiv einwirken würde ich beispielsweise auch von der Bank. Sebastian Pichura als Trainer entscheidet, ob Martin Schoberth oder ich zwischen den Pfosten stehen wird. Es gab und gibt da keine Ansprüche von meiner Seite. Ich sehe mich als Teil der Mannschaft, habe auch alle Fitnesseinheiten in den vergangenen Tagen mitgemacht. Pich hat da ein anspruchsvolles und sehr gutes Programm präsentiert. Da gibt es keine Extrawürste für mich.


Ihr letztes Engagement in der Region war beim FC Remscheid vor einigen Jahren. Gibt es da noch Kontakte?

Königs: Das ist zwar schon ein paar Jahre her. Aber Kontakt gibt es noch zu Adis Babic. Und Patrick Posavec und Sebastian Lienen sind aus dieser Zeit ja auch noch da. Ich schaue mit einem Auge auch immer nach Remscheid. Die waren aufgrund ihres Kaders für mich in dieser Saison auch der Aufstiegsfavorit.


Ihr Trainer beim FCR war damals Thorsten Legat. Auch ein echter Typ. Das hat gepasst, oder?

Königs: Das hat es. Er hatte mich später dann ja auch zum TuS Bövinghausen geholt. Und wir sind immer noch in Kontakt. Gesehen haben wir uns zuletzt im vergangenen Sommer, als er bei einer RTL-Show mitgewirkt hat.

Da gibt es auch zwei andere Typen aus der Fußballszene, mit denen Sie Kontakt haben.

Königs: Kevin Großkreutz und Tim Wiese. Kevin kenne ich aus der Zeit in Bövinghausen. Tim habe ich vor einigen Jahren kennengelernt, da wir den gleichen Ausrüster für Torwarthandschuhe hatten.


Zurück zum SV 09/35 Wermelskirchen. Wie lange läuft der Vertrag, den Sie unterschrieben haben?

Königs: Bis 2024.

Das dürfte für Sie nach einer langen Zeit klingen...

Königs: Wie ich schon betont habe, habe ich mich geändert. Und dass ich für anderthalb Jahre unterschrieben habe, ist außerdem Bestandteil einer Wette.


Bestandteil einer Wette?

Königs: Wenn ich bis zum Ende der Saison 2023/24 beim SV 09/35 Wermelskirchen spiele, heiratet mich meine Freundin Kathy. Das ist natürlich ein sehr großer Ansporn für mich.

Zur Person

Pascal Königs wurde am 13. Dezember 1985 in Kleve geboren. Aktuell lebt er in Essen und arbeitet dort als Niederlassungsleiter eines Personal-Dienstleisters. Seine fußballerische Wiege steht beim TSV Weeze. Im Seniorenbereich hatte er in seiner Karriere einige Stationen. Unter anderem stand Königs beim 1. FC Kleve, SC Bocholt, Fortuna Köln II, FC Remscheid, Westfalia Herne, GSV Moers und TuS Bövinghausen zwischen den Pfosten. Zuletzt war er beim Mittelrheinligisten FC Pesch vor den Toren Kölns aktiv.

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