Handball

Bergische Panther und HG Remscheid siegen

Auf sie mit Gebrüll: Kreisläufer Philip Rath entpuppte sich mit drei Toren in Folge als eine Art Dosenöffner für die HGR. Foto: Michael Sieber
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Auf sie mit Gebrüll: Kreisläufer Philip Rath entpuppte sich mit drei Toren in Folge als eine Art Dosenöffner für die HGR.
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Handball Regionalliga/3.Liga: Hier wird gefeiert, dort gibt´s hartes Brot. So liefen die Spiele Bergische Panther gegen ESG Gensungen/Felsberg und HG Remscheid – TV Rheinbach.

Von Andreas Dach

3. Liga: ESG Gensungen/Felsberg – Bergische Panther 28:31 (14:16). Gerne hätten wir im Bus auf der Rückfahrt Mäuschen gespielt. Die aktuelle Coronasituation lässt solche mediale Begleitung derzeit aber leider nicht zu. An Fantasie fehlt es uns indes nicht, uns vorzustellen, wie gut die Stimmung bei den Panthern gewesen ist.

Da war zum einen der hochverdiente Erfolg, mit dem man den fünften Platz in der 3. Liga zementierte und der deutlicher hätte ausfallen können. Zum anderen feierte Teammanager Thorsten Brütsch um Mitternacht Geburtstag.

„Die Musik dröhnt jetzt schon aus den Boxen“, berichtete ein glücklicher Trainer Marcel Mutz. Da war der Mannschaftsbus noch gar nicht gestartet. Ganz klar: Die Panther haben sich diese besonderen Momente am Wochenende des 1. Advent redlich verdient. Mit einer seriösen Vorstellung, die auch nicht dadurch abgeschwächt wurde, dass man es nach zum Teil deutlichen Führungen (14:8, 20:15, 27:21) ein wenig schleifen ließ und der Gastgeber zum Rückrundenauftakt noch einmal auf 28:29 herankam (59.).

Wirklich in Gefahr geriet der Sieg aber nie, der in erster Linie das Produkt einer konzentrierten Abwehrleistung war. Dahinter zeigte Torhüter Max Conzen seine vielleicht beste Leistung in dieser Spielzeit. „Max hat 15 oder 16 Bälle abgewehrt“, lobte Mutz den Schlussmann, der eine Seelenruhe ausstrahlte. Noch einmal der Trainer: „In Gensungen muss man erst einmal gewinnen.“

Das taten die Panther, bei denen Max Weiß und Henning Padeken leicht angeschlagen ins Spiel gegangen waren und Conner Schütte gar nicht dabei war. Am Ende klang das Ergebnis knapper, als der Spielverlauf das hergab. Mutz: „Wir sind sehr erleichtert, hätten nur den Sack früher zumachen müssen.“

Regionalliga: HG Remscheid – TV Rheinbach 21:14 (9:7)

Die Befürchtung, dass die Pandemie die Clubs vorzeitig in die Winterpause schicken könnte, ist auch bei der HGR groß. „Ich glaube, dass wir uns so schnell nicht mehr in der Halle treffen werden“, sagte Trainer Alexander Zapf. Weshalb er seiner Mannschaft vor der Begegnung mit auf den Weg gegeben hatte, „noch einmal Spaß“ zu haben.

Das misslang gegen einen Gegner, der bestenfalls mittleres Oberliganiveau mitbrachte, trotz des klaren Erfolgs gründlich. „Da deckt man am besten den Mantel des Schweigens drüber“, befand Zapf. „Ich bin einigermaßen desillusioniert, was die Angriffsleistungen beider Mannschaften angeht.“

Konnte man auch sein. In einer dürftig besetzten Halle Neuenkamp stellte Philip Rath mit drei Toren in Folge (16:14, 17:14, 18:14) die Weichen auf Sieg, nachdem die biederen Gäste sich verdächtig angenähert hatten. „Für die Zuschauer war es ein zähes Brot“, gab der Kreisläufer nach dem Abpfiff zu. Wenig schmackhaft und kaum bekömmlich dazu. Wie drückte es Co-Trainer Jörg Müller aus? „Das war Krampf.“

Unter dem Strich muss sich die HGR bei Torhüter Tobi Geske bedanken, der ihr mit feinen Paraden den Rücken frei hielt und zum Schluss sogar noch für ein paar Minuten seinen Platz räumte, um Julian Garnich aus der 2. Mannschaft sein Regionalliga-Debüt zu ermöglichen. Als der seinen ersten Ball abwehrte, brandete Applaus von der Tribüne auf.

So hatte die Partie, abgesehen von den zwei verdienten Punkten, doch noch einen sportlichen Höhepunkt und Moment. „Ich möchte nicht in deiner Haut stecken, über dieses Spiel schreiben zu müssen“, sagte Achim Jansen zum RGA-Redakteur. Hat aber doch ganz gut geklappt . . .

Tore/Ausblick

Panther: Schlösser (11/4), Görgen, Ueberholz (je 5), Reinarz, Weiß, Jesussek, Heider (je 2), Wolter, Korbmacher (je 1). Weiter geht es am Freitag (20 Uhr) daheim gegen TuSEM Essen II.

HGR: P. Hinkelmann (6), Rath (5), Heimansfeld (3), Hertz, Hermann, Thalmann (je 2), F. Hinkelmann (1). Weiter geht es am Samstag (18 Uhr) bei interaktiv.Handball in Ratingen.

Lesen Sie auch: HSG und WTV gewinnen Derbys

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