Handball-Regionalliga

HGR zeigt in Weiden unglaubliche Moral

Ein sichtlich angeschlagener Felix Handschke musste am Samstag noch ins Krankenhaus. Foto: pk
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Ein sichtlich angeschlagener Felix Handschke musste am Samstag noch ins Krankenhaus.
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So lief das Spiel HG Remscheid gegen HC Weiden.

Von Peter Kuhlendahl

Remscheid. Nach knapp einer Viertelstunde hätte am Samstagabend keiner mehr auch nur einen Cent auf die HG Remscheid gesetzt. Zumal es im Vorfeld neue Hiobsbotschaften gab. In der Regionalligapartie beim HC Weiden lagen die Gäste zu diesem Zeitpunkt zwar mit 6:5 in Front. Aber dann mussten die bereits personell gebeutelten Remscheider zwei weitere Nackenschläge hinnehmen.

Was dann jedoch folgte, war ein unglaublicher Auftritt der HGR, die am Ende einen hochverdienten 26:22 (13:8)-Sieg feierte. „Ich kann nur allen ein ganz dickes Lob aussprechen. Die Jungs haben eine super Moral gezeigt und genau die richtige Antwort gegeben“, fasste ein überglücklicher Remscheider Trainer Alexander Zapf den denkwürdigen Abend zusammen.

Heimansfeld sieht in der „Hölle West“ eine frühe rote Karte

In einer zwar stimmungsvollen, aber sehr renovierungsbedürftigen Sportstätte, die der Hallensprecher als „Hölle West“ titulierte, fanden die Gäste gut in die Partie. Doch dann sah Michael Heimansfeld nach einer Abwehraktion die rote Karte. „Zwei Minuten wären okay gewesen. Aber mehr auch nicht“, betonte Heimansfeld, dem keiner widersprechen wollte.

Im Gegenzug blieb dann HGR-Spielmacher Felix Handschke, der bis zu diesem Zeitpunkt sehr stark agierte, nach einer harten Attacke benommen auf dem Rücken liegen. Nach einer minutenlangen Behandlung wurde er sichtlich angeschlagen auf die Bank geführt. „Das Problem ist, dass mein Gegenspieler auch noch auf mein Schlüsselbein gefallen ist“, sagte Handschke, der im Verlauf der zweiten Halbzeit schließlich ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort gab es die Diagnose, dass es zumindest nicht gebrochen ist. Ein genauer Befund erfolgt nach einem MRT in dieser Woche.

Was nun auf der Platte folgte, erstaunte alle. HGR-Keeper Linus Mathes vernagelte seinen Kasten. Die Abwehr blockte immer wieder Wurfversuche ab. Im Angriff trafen Philipp Hinkelmann aus dem Rückraum, Philip Rath vom Kreis und Lukas Pütz von Rechtsaußen.

„Das hat Spaß gemacht“, sagte Rath, der allerdings nach seiner dritten Zeitstrafe (53.) raus musste. Und auch Hinkelmann stand nach zwei Zeitstrafen kurz vor dem Aus. „Ich konnte in der Abwehr nicht mehr richtig zugreifen.“ Aber es reichte. Auch weil Dominik Hertz trotz einer Kapselverletzung am Daumen auf die Zähne biss. „Aber in so einem Spiel verdrängt man den Schmerz.“

HGR-Tore: P. Hinkelmann, Rath (je 6), Pütz (5), Hertz (3), Handschke (3/1), Hermann (2), Jansen (1).

Lesen Sie auch: Rollhockey-Bundesliga - IGR macht es den Bayern gleich

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