Fußball

Heute ist er Mädchentrainer, früher kein Kind von Traurigkeit gewesen

Sebastian Fortyr heute: Als Mädchen-Trainer bei Bayer Leverkusen hat er Freude daran, diese als Fußballerinnen zu entwickeln. Foto: BF
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Sebastian Fortyr heute: Als Mädchen-Trainer bei Bayer Leverkusen hat er Freude daran, diese als Fußballerinnen zu entwickeln.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Sebastian Fortyr, der ehemalige Fußballer des Dabringhauser TV, coacht die U16-Mädchen von Bayer Leverkusen.

Wer ihn in seinen drei Saisons beim Bezirksligisten Dabringhauser TV erlebt hat, dürfte sich vieles vom weiteren Karriereweg Sebastian Fortyrs vorgestellt haben. Aber nicht zwingend, dass er nur wenige Monate nach dem Abschied vom Höferhof im Jahr 2017 als Mädchentrainer bei Bayer Leverkusen einsteigt und dort bis heute glücklich mit jungen Fußballerinnen arbeitet.

„Das war aber eine Entscheidung, die ich nicht bereue“, sagt der Coach der weiblichen U16, die – Achtung Zahlenspiel – eigentlich eine U15 ist, aber in der U17-Regionalliga spielt.

Wichtig, dass man sich danach die Hand geben konnte

Nicht, dass Fortyr nicht auch schon als Mittelfeldspieler beziehungsweise Außenverteidiger Trainerzüge gezeigt und gerne während einer Partie taktische Korrekturen auf dem Feld vorgenommen hat. Dem heute 28-Jährigen war es immer wichtig, Verantwortung zu übernehmen. „Ich war kein Kind von Traurigkeit“, gibt der Leverkusener, der in Quettingen wohnt, zu. Auch die eine oder andere verbale Provokation („Aber niemals beleidigend“) gehörte dazu. „Wichtig war mir aber immer auch, dass man sich nach dem Abpfiff die Hand geben konnte“, sagt er.

Dass er aber mal Trainer im Mädchenbereich werden würde, damit musste man nicht zwingend rechnen. „Meine Freunde haben mich auch schon gefragt, warum ich das mache“, erzählt Fortyr, der zu seinen Kumpels einige weitere ehemalige Teamkollegen des Dabringhauser TV zählt. Wie Marco Rzeha, Marvin Oberhoff, Hannes Diekamp oder Jonathan Möller (früher Schlockermann).

Sebastian Fortyr damals. Beim Dabringhauser TV erlebte er eine „außergewöhnliche Atmosphäre“.

Die Antwort leuchtet dabei ein: „Es macht mir unheimlich viel Freude.“ Außerdem sei der Inhalt, der vermittelt wird, ja der gleiche. „Nur das Tempo ist eben ein anderes.“ Was aufgrund der physischen Voraussetzungen und des zeitlichen Rückstands gegenüber dem Männer- oder Jungen-Fußballs aber eben vollkommen normal sei. Fortyr, der auf Abruf auch immer noch beim BV Bergisch Neukirchen II selbst aktiv ist, macht die Arbeit mit den Mädchen aber nicht nur Spaß, sie ist auch erfolgreich. Nachdem ihn Wolfgang Stadelbacher, den er noch aus seiner Jugendzeit bei Roland Bürrig kannte, zu Bayer gelockt hatte, stieg er nach einem halben Jahr als Co-Trainer zum Chefcoach der U16 auf.

Die Duelle mit Köln und Mönchengladbach sind reizvoll

Zwar konnte er den Abstieg aus der Regionalliga nicht mehr verhindern und musste in der Saison drauf mit Platz zwei Vorlieb nehmen, startete mit seiner Mannschaft dann aber durch. Ohne Punktverlust – der direkte Verfolger wurde 5:0 geschlagen – gelang die Rückkehr in die Regionalliga, wo sich das Team des früheren Dabringhauseners unter anderem mit dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach spannende Duelle liefert.

„Die Liga macht Spaß“, findet Fortyr, der im Besitz der B-Lizenz ist und schon die Elite-Jugend-Lizenz ins Auge gefasst hat.

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