Die Woche im Sport von Andreas Dach

Hesse kann mit reinem Gewissen die Bühne verlassen

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Wir zollen ihm Respekt. Sogar größten Respekt.

Was Ralf Hesse als Aktiver und Funktionär für den Remscheider (Handball-)Sport geleistet hat, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Seit Mitte dieser Woche sind knapp sechs Jahrzehnte Geschichte. Er hat sein Amt als Geschäftsführer der HG Remscheid offiziell an Tiberius Jeck übergeben. Und wird ein neues Kapitel aufschlagen. Das als Privatier. Anfang 2022 soll seine berufliche Tätigkeit nur noch mit wenigen Stunden im Monat ausgefüllt werden. Und der Handball wird ab sofort nicht mehr maßgeblich sein Leben bestimmen. Es sei ihm von Herzen gegönnt.

Wobei: So richtig vorstellen kann man sich die HGR ohne diesen Ralf Hesse in verantwortlicher Position nicht. Er war immer ein Kämpfer für die Belange des Clubs. Wenn es um „seinen“ Verein ging und vorher auch schon um den Hastener TV, konnte der 67-Jährige auch schon einmal knurrig werden. Den verteidigte er wie ein Löwe sein Junges. Davon konnten auch die Medien – in zugegeben seltenen Fällen – ein Lied singen.

Wobei sich der Austausch immer auf einer Ebene bewegte, die von gegenseitigem Respekt geprägt war, von Vertrauen. Ungezählte Telefonate und Gespräche hat es im Laufe der vielen Jahre mit dem RGA-Sport gegeben. Hölzken? Stöcksken? Interna? Personalien? Hintergrundinfos? Irgendetwas gab es immer zu bequatschen.

Mit Hesse konnte man reden. Über Gott und die Welt, über das Leben, vor allem über den Handballsport. Der war sein Antrieb, hatte ihn auch in schwierigen Zeiten in verantwortlicher Position durchhalten lassen. Er liebte es, großartigen Sport in Neuenkamp zu erleben. Menschen mit der HGR zu begeistern. Sie mitfiebern zu lassen.

Ein besonderer Typ tritt von der bergischen Sportbühne ab. Aufrecht und mit einem guten Gewissen. Nicht alle werden ihm Tränen nachweinen. Eben weil er einer mit Ecken, Kanten und einer klaren Marschrichtung war. Das hat nicht allen geschmeckt. Uns schon beim RGA-Sport. Weil wir ihn immer als echt und direkt erlebt haben. Deshalb: Nur das Beste, Ralf Hesse. Wir sehen uns.

TOP Marcus Franken kehrt als Co-Trainer der IGR in die Rollhockeyszene zurück.

FLOP Durch den Abbruch der Saison einen möglichen Aufstieg verpasst zu haben.

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