Judo

Hartnäckigkeit zahlt sich eben aus

Erik Goertz (NWJV-Geschäftsführer), der künftige Stützpunktleiter Cedric Pick, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Olympionike Johannes Frey (v.l.) bei der Eröffnung am frühen Montagabend.
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Erik Goertz (NWJV-Geschäftsführer), der künftige Stützpunktleiter Cedric Pick, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Olympionike Johannes Frey (v.l.) bei der Eröffnung am frühen Montagabend.
  • Peter Kuhlendahl
    VonPeter Kuhlendahl
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Remscheid ist nun der offizielle Talentstützpunkt Bergisches Land des nordrhein-westfälischen Judoverbandes.

Judoka zeichnet eine gewisse Hartnäckigkeit aus. Aber nicht nur auf der Matte, sondern zudem hinter den Kulissen. Dies ist auch bei Cedric Pick vom Remscheider TV so. Er managt zum einen das Zweitligateam des RTV. Ab sofort fungiert er aber auch als Leiter des „Talentstützpunktes Bergisches Land“, der am frühen Montagabend vor dem Vereinsgebäude des Clubs in der Innenstadt feierlich eröffnet wurde.

„Wichtig ist, dass die Judotalente bis zur U 15 in Remscheid trainiert werden. Es ist aber ein Stützpunkt für das gesamte Bergische Land“, betonte Pick bei seiner Eröffnungsrede vor zahlreichen geladenen Gästen unter freiem Himmel. Neben den Offiziellen waren dies Vertreter der insgesamt 25 Vereine aus der ganzen Region, die ihre Talente nun zum Stützpunkt entsenden können. Außerdem sind mit dem Gertrud-Bäumer-Gymnasium und dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium aus Remscheid sowie der Friedrich-Albert-Lange-Schule aus Solingen drei Schulen als Unterstützer und Kooperationspartner mit im Boot.

Das Training im Stützpunkt beginnt im September

„Vor zwei Jahren hat mir Cedric die Idee präsentiert. Und ihm war von Anfang an wichtig, die gesamte Region mit einzubinden“, erklärte Erik Goertz, der Geschäftsführer des nordrhein-westfälischen Judoverbandes, der den RTV-Verantwortlichen auch die offizielle Tafel überreichte. Vor einem Jahr hatten sich die Remscheider dann beworben. „Und die Freude war riesig, dass wir nun einer von sechs Stützpunkten in NRW sind“, sagte Pick. Die Arbeit im neuen Stützpunkt beginnt im September. Hauptverantwortlicher Coach ist Philip Mähler, der noch weitere fünf lizenzierte Trainer an seiner Seite hat.

Bronzemedaillengewinner Johannes Frey war am Montag auch beim RTV-Nachwuchs in der Halle zu Gast.

Ein wenig Lokalpatriotismus schwang dann im Grußwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit: „Es ist schön, dass Remscheid im Mittelpunkt steht.“ Allerdings betonte er dann auch gleich, was am allerwichtigsten sei: „Der Sport ist einfach ein ganz wichtiges Vorbild für die Kids.“ Zudem erinnerte er daran, dass Remscheid im Judo durchaus einen Namen hat. Nicht zuletzt wegen der RTV-Judoka Anna-Maria Gradante, die bei den Olympischen Spielen im australischen Sydney im Jahr 2000 die Bronzemedaille gewann.

Dies war dann auch die perfekte Überleitung zum aktuellen Medaillengewinner von Tokio in diesem Sommer. Johannes Frey, der in der neuen Saison ab September für den RTV in der 2. Bundesliga kämpft, hat bei den Spielen in Japan mit der deutschen Mannschaft Bronze geholt. „Ich kenne Johannes seit seinem 13. Lebensjahr. Und es wäre doch riesig, wenn Nachwuchskämpfer, die in Zukunft hier trainieren, bei den Olympischen Spielen im Jahr 2030 am Start wären“, erklärte Goertz.

Die Gebrüder Frey wollen auch zu den Spielen in Paris

Derweil verriet Frey im RGA-Gespräch, dass er jetzt bereits ein ganz anderes Ziel im Auge hat. „Ich will im Jahr 2024 an den Spielen in Paris teilnehmen.“ Wie in Tokio an der Seite seines Bruders Karl-Richard, der künftig auch zum Bundesligateam des RTV gehört.

Freys älterer Bruder, für den Paris bereits die dritten Olympischen Spiele wären, hat in Japan im Einzel den siebten Platz belegt. Johannes Frey musste sich dagegen in der Einzelkonkurrenz im ersten Kampf geschlagen geben. „Das habe ich mir natürlich anders vorgestellt“, sagte der 24-Jährige, der im Teamkampf dann aber eine erfolgreiche Revanche gegen den Konkurrenten nehmen konnte.

Der Mannschaftswettbewerb war nicht nur wegen des Gewinns der Medaille natürlich der Höhepunkt. „Es war klasse, weil alle daran beteiligt waren. Und wir wussten, dass Freunde und Familie zu Hause vor dem Fernseher sitzen.“

Ansonsten waren die Spiele ob der Pandemie gewöhnungsbedürftig. „Nur Training und Wettkampf. Wir durften ja auch das olympische Dorf nicht verlassen“, berichtete Frey, der in Remscheid derweil auch ein wenig den Ruhm eines Medaillengewinners genießen konnte. Für den Judo-Nachwuchs gab es Autogramme und gemeinsame Erinnerungsfotos. Und der Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte auch eine Seite aus dem Golden Buch der Stadt dabei, auf der sich der Judoka eintragen durfte.

2. Bundesliga

Für die Judoka des RTV beginnt die Saison in der 2. Bundesliga mit dem Kampftag am 11. September in Mönchengladbach. Der zweite Kampftag findet dann am 18. September in Leverkusen statt. Zum Abschluss empfangen die Remscheider am 2. Oktober in der Halle Neuenkamp dann den JC Koiriouchi Gelsenkirchen und Bayer 04 Leverkusen. Ziel des RTV ist der Aufstieg in der 1. Bundesliga.

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