Nachgehakt: Darüber müssen wir reden

Harte Arbeit läuft hinter den Kulissen

Wann der verletzte Panther-Kreisläufer Max Weiß wieder zum Einsatz kommt, ist noch unklar.
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Wann der verletzte Panther-Kreisläufer Max Weiß wieder zum Einsatz kommt, ist noch unklar.
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Analyse: Die Handballer der Bergischen Panther rüsten sich für die neue Saison in der 3. Liga.

Von Peter Kuhlendahl

Um die Handballer der Bergischen Panther ist es in den vergangenen Wochen und Monaten ein wenig ruhiger geworden. Kein Wunder: Die Saison in der 3. Liga war für das Team bereits am 16. März beendet, da sich die Schützlinge von Trainer Marcel Mutz vorzeitig den Klassenerhalt gesichert hatten. Auf die Pokalrunde hatte man dann aus verständlichen Gründen verzichtet. Auf Hochtouren lief allerdings weiter die Arbeit hinter den Kulissen. Wie zum Beispiel bei der Vorbereitung eines großen Sponsoren-Brunchs, der am vergangenen Sonntag im Landgasthaus Spatzenhof in Wermelskirchen stattfand. In der folgenden Analyse blicken wir auf den Stand der Dinge beim Drittligisten.

Welche Intention steckte hinter der Veranstaltung, die am Sonntag stattfand?

Geplant war schon länger ein solches Treffen vor einem Saisonstart. Allerdings hatte die Pandemie den Verantwortlichen bisher einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Wer war beim Brunch am Sonntagmorgen im Landgasthaus Spatzenhof in Wermelskirchen dabei?

Natürlich Sponsoren und Gönner des Clubs. Dazu die Entscheidungsträger des Vereins und Vorstandsmitglieder. Sie tauschten sich aber nicht nur untereinander aus, sondern kamen auch mit dem Trainerstab, den Spielern und den Neuzugängen ins Gespräch. Außerdem gaben Manager Frank Lorenzet und Trainer Marcel Mutz in einer Fragerunde, die von Philipp Schmitz moderiert wurde, Antworten rund um den Verein und natürlich der 1. Mannschaft.

Wie sind die Panther im Sponsorenbereich aufgestellt?

Angesichts der seit mehr als zwei Jahren grassierenden Pandemie, „sind wir durch diese schwierige Zeit gut gekommen“, erklärte Panther-Manager Frank Lorenzet, der in diesem Bereich sogar den einen oder anderen Neuzugang vermelden konnte. Wichtig sei, dass man breit aufgestellt ist. Und natürlich könne man weitere Sponsoren und Gönner immer gebrauchen.

Die Panther-Neuzugänge David Bleckmann, Timo Blum, Dorian Wöstmann und Bjarne Steinhaus (v.l.) stellten sich am Sonntag kurz den Sponsoren und Gönnern vor.

Der Drittligist hat die Pandemiezeit zudem genutzt, um weitere Projekte anzustoßen.

Die Verantwortlichen hoffen, dass es diesem Sommer noch zu Renovierungen in der Max-Siebold-Halle in Hilgen kommen kann. Besonders im Foyer soll sich einiges tun, um sich bei den Heimspielen den Fans attraktiver präsentieren zu können. Dabei loben die Verantwortlichen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt.

Wird es in der neuen Saison auch wieder eine weitere Heimspielstätte geben?

Ja. Wie schon in der vergangenen Meisterschaftsrunde bleibt die Schwanen-Halle in Wermelskirchen der zweite Austragungsort für die Heimspiele. Vier Partien werden dort stattfinden.

Gibt es Veränderungen im Kader des Drittligisten?

Vier Abgänge stehen vier Neuzugänge gegenüber. Damit soll die Planung im Grunde abgeschlossen sein.

Welche Spieler haben den Verein verlassen?

Conner Schütte hat sich der U23 des VfL Gummersbach angeschlossen, die in der 3. Liga spielt. Jens Peter Reinarz hat seine lange sportliche Karriere beendet. Dies hat auch Sven Jesussek gemacht. Felix Korbmacher ist zum Regionalligisten interaktiv Handball nach Ratingen gewechselt.

Mit welchen Spielern haben sich die Panther verstärkt?

Vier sind gegangen, vier sind gekommen. Und das Quartett stellte sich am Sonntagmittag auch kurz vor. Aus der Konkursmasse des früheren Drittligisten Leichlinger TV kommt Linksaußen Dorian Wöstmann. Auf dieser Position spielt auch der Ex-Leichlinger Timo Blum, der bereits seit Ende der vergangenen Saison dabei ist. Vom Ligakonkurrenten SG Schalksmühle/Halver kommt Rückraumspieler David Bleckmann. Ebenfalls im Rückraum beheimatet ist Bjarne Steinhaus, der vom Regionalligisten HSG Siebengebirge zu den Panthern wechselt.

Könnte es darüber hinaus noch Verstärkungen geben?

Eigentlich nicht, da der Kader mit 15 Spielern ausreichend bestückt ist. Allerdings ist fraglich, wann Max Weiß und Simon Wolter wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen können. Weiß hat sich kurz vor dem Saisonende eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen. Er droht weitere zwei Monate auszufallen. Wolter musste wegen einer Fingerverletzung erneut operiert werden, da es eine Entzündung gegeben hatte. Ihm droht eine weitere drei- bis viermonatige Pause.

Wann wird die Mannschaft ins Training einsteigen?

Am 6. Juni bittet Marcel Mutz seine Schützlinge zur ersten Einheit in der Vorbereitung auf die Saison 2022/23. Rund einen Monat werden dann die Grundlagen gelegt. Im Juli gibt es noch einmal einen Urlaub, bevor dann die richtige heiße Phase beginnt.

Gibt es schon einen Termin für den Start in die Saison 2022/23?

Nein, weil im Grunde die Spielzeit 2021/22 noch gar nicht beendet ist. Die Entscheidungen, wer in die Regionalliga muss, sind in den bundesweiten Abstiegsrunden bereits gefallen. Mittlerweile sind auch die beiden die Aufsteiger in die 2. Bundesliga ermittelt. In der 2. Liga stehen allerdings noch zwei Spieltage an, in denen auch die Absteiger gesucht werden. In der Vergangenheit fiel der Startschuss in die 3. Liga normalerweise Ende August beziehungsweise Anfang September.

In der vergangenen Saison gab es deutschlandweit siebe Staffeln mit zwölf Teams. Sechs mussten dann in die Abstiegs-, zwei in die Aufstiegsrunde. Wie sieht es in der neuen Saison aus?

Der Deutsche Handballbund hält sich noch bedeckt, mit welcher Anzahl von Mannschaften in wie vielen unterschiedlichen Staffeln gespielt wird. Auch zum Modus gibt es entsprechend noch keine Informationen.

Was ist aus den Teams geworden, mit denen sich die Panther gemessen hatten?

Die HSG Krefeld und die SG Schalksmühle/Halver sind in der Aufstiegsrunde gescheitert. Der GSV Eintracht Baunatal hat sich in der Abstiegsrunde den Klassenerhalt gesichert. Dies haben die ESG Gensungen/Felsberg, TuSEM Essen II, der TuS Volmetal und die SG Menden Sauerland Wölfe nicht geschafft. Der Leichlinger TV hatte den Spielbetrieb im Januar eingestellt und stand da bereits als Absteiger fest. Der Longericher SC, der VfL Gummersbach II und der TuS Opladen hatten sich wie die Panther vorzeitig den Klassenerhalt gesichert.

Welche Aufsteiger aus den Regionalligen kommen dazu? Und drohen Absteiger aus der 2. Liga?

Der TV Aldekerk hat in der Regionalliga Nordrhein den Titel gewonnen. In Westfalen hat sich der VfL Gladbeck in der Oberliga durchgesetzt und den Aufstieg in die 3. Liga gefeiert. Mögliche Kandidaten für eine hiesige 3. Liga wären aus der 2. Bundesliga der TSV Bayer Dormagen und der TuS Ferndorf. Zwei Spieltage vor dem Saisonende steht der TSV knapp über, der TuS knapp unter dem Strich.

Kann man angesichts der vielen Unwägbarkeiten bereits von einem Saisonziel bei den Panthern sprechen?

Das kann man aus diesen Gründen natürlich nicht. Aber eine Sache ist klar: Die Bergischen Panther wollen auch in der Zukunft ein fester Bestandteil der 3. Liga in Deutschland sein. „Natürlich wollen wir dabei auch eine gute Rolle spielen“, betont Trainer Marcel Mutz. Und Manager Frank Lorenzet ergänzt: „Wir wollen maximalen sportlichen Erfolg auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis.“

Welche Auswirkungen hatte die Pandemie im Nachwuchsbereich?

Spitzensport und Nachwuchs sollen eine Wechselwirkung erzeugen. „Das eine geht nicht ohne das andere“, sagt Lorenzet. Es wurde an einem Jugendkonzept gearbeitet, das erste Früchte trägt. So konnten in den vergangenen zwei Jahren bei den Minis, der F-Jugend und über die Feriencamps rund 100 Kinder dazugewonnen werden.

Rubrik

Immer dienstags greifen wir spezielle Themen auf und haken nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet geblieben sind? Oder Dinge, die unbedingt eingeordnet werden müssen? In der aktuellen Analyse befassen wir uns mit dem Handball-Drittligisten Bergische Panther, der am vergangenen Sonntag zu einer besonderen Veranstaltung geladen hatte.

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