Handball

Benefizspiele für verstorbenen Handballer: Wer ihn kannte, ist gewiss mit dabei

Unter anderem mit dieser Grafik, welche auch die sozialen Medien geflutet hat, versuchen die Initiatoren der beiden Benefizspiele, möglichst viele Zuschauer nach Neuenkamp zu locken.
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Unter anderem mit dieser Grafik, welche auch die sozialen Medien geflutet hat, versuchen die Initiatoren der beiden Benefizspiele, möglichst viele Zuschauer nach Neuenkamp zu locken.
  • Andreas Dach
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Analyse: Gelder aus Benefizspielen kommen der Familie des verstorbenen Handballers Jörg Weiss zugute.

Von Andreas Dach

An diesem Mittwoch kommt es in der Sporthalle Neuenkamp zu zwei Benefiz-Handballspielen nacheinander. Mit den Einnahmen möchte man die Familie des im Alter von nur 54 Jahren gestorbenen Jörg „Woody“ Weiss unterstützen. Der Tod des langjährigen Handballers (u. a. LTG, SV 09, WTV, Rade) hat in der Szene für viel Betroffenheit gesorgt. Wir sagen, was man zu den beiden Spielen wissen muss.

Wer ist auf die Idee gekommen, auf diese Weise zu helfen?

Es waren mit Lutz Petri und Michael Stock zwei frühere Mannschaftskameraden von Jörg Weiss. Sie nahmen unabhängig voneinander Kontakt zu Alexander Zapf auf, der danach bei den Planungen so etwas wie die Schnittstelle wurde. Spätestens mit der Bildung einer gemeinsamen WhatsApp-Gruppe nahmen die Vorbereitungen Fahrt auf.

Zunächst spielen um 18.20 Uhr ehemalige Weggefährten gegen ehemalige Weggefährten. Welche früheren Teamkollegen streifen sich das Trikot über?

Es sind so viele, die zum Gelingen der Veranstaltung beitragen wollen, dass man unmöglich alle Namen aufzählen kann. Die Resonanz ist jedenfalls groß. Viele aus Remscheid, viele aus Rade und viele aus Wermelskirchen werden erscheinen. Exemplarisch seien Dirk Brzoskowski und Tiberius Jeck genannt. Die weiteste Anreise nimmt der frühere Rader Volkmar Harnischmacher auf sich. Als Trainer der beiden Teams werden Frank Alsdorf und Dietmar Pistohl fungieren.

Das Spiel dauert 2x20 Minuten. Gilt das auch für die folgende Paarung zwischen dem Regionalligisten HG Remscheid und dem Zweitligisten VfL Eintracht Hagen, die um 19.45 Uhr beginnt?

Nein, die zweite Partie geht über die volle Distanz von 2x30 Minuten. Während die Ehemaligen viele Erinnerungen wecken wollen und werden, nutzen HGR und VfL die Partie, um auch sportlich voranzukommen. So sagt HGR-Coach Alexander Zapf: „Für uns kommt dieses Spiel nach längerer Pause gar nicht so schlecht.“ Und Hagen kann und will Werbung in eigener Sache machen. Letztlich geht es aber auch in diesem Fall in erster Linie um die Einnahmen.

Gibt es feste Eintrittsgelder, die erhoben werden? Oder tut jeder in die Kasse, was er persönlich möchte?

Der Eintritt kostet sechs Euro pro Person, ermäßigte Karten gibt es zum Preis von vier Euro. Das ist die Basis. Selbstverständlich bleibt es jedem einzelnen Besucher überlassen, die Summe nach Belieben aufzurunden, was gewiss einige tun werden.

Gehen alle Gelder, die an dem Abend eingenommen werden, an die Familie des Verstorbenen?

Genau so ist es. Und zwar uneingeschränkt. An Ehefrau Sabrina, an die gemeinsamen beiden kleinen Kinder und an Sohn Bjarne aus Jörg Weiss´ erster Ehe.

Die Unterstützung von Vereinen, Firmen, Institutionen und Privatpersonen ist groß, wie man hört.

Die Bäckerei Beckmann, die Schlossfabrik und Uwe Nickut sorgen für das Catering beziehungsweise die Getränke. Der VfL verzichtet auf eine Gage, was normalerweise auf dieser Leistungsebene nicht üblich ist. Für das Ehemaligen-Spiel hat sich spontan der Solinger Lutz Ickler für die Spielleitung gemeldet. Und für die nachfolgende sportlich hochwertigere Partie haben die Zweitliga-Schiedsrichter Leo Bona und Malte Frank ihr Okay gegeben. Sie werden pfeifen. Nur einige Beispiele von mehreren, die zeigen, wie ernst es den handelnden Personen ist, etwas Gutes zu tun.

Wie viele Zuschauer müssen kommen, damit man der Familie wirklich helfen kann?

150 bis 250 sollten es schon sein, gerne aber auch mehr. Viele aktive und nicht mehr aktive Sportler und Funktionäre haben bereits angekündigt, am Mittwoch nach Neuenkamp zu kommen. Gut so. Je mehr es sind, desto besser ist das.

Wird es vor den Spielen auch noch offizielle Reden geben?

Lutz Petri, der eine enge Beziehung Jörg Weiss hatte, wird vorher einige Worte an die Zuschauer in der Sporthalle Neuenkamp richten. Dies soll ähnlich pietätvoll geschehen wie unlängst in der Erlebbar, wo es bereits ein erstes Erinnerungstreffen in kleinerem Kreis gegeben hatte. Zudem wird es eine Schweigeminute geben.

Was ist sonst noch wichtig?

Sohn Bjarne wird sich auch eins der Trikots überstreifen, die allesamt mit der Nummer 7 und dem Schriftzug Weiss versehen sind, und mitspielen. Zudem wird es in der Halle Pinnwände geben. Mit Fotos, Zeitungsausschnitten und Privatem.

Wo können Besucher parken?

Besucher der beiden Benefizspiele, die mit dem Auto anreisen, können an diesem Tag die Parkflächen von Möbel Knappstein nutzen.

Was geschieht mit den Einnahmen?

Die Einnahmen der beiden Handballspiele, die am Mittwoch in der Halle Neuenkamp stattfinden, gehen ohne Abzug an die Familie des im Alter von 54 Jahren verstorbenen Jörg „Woody“ Weiss.

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