Kurzinterview

Er hält sich vor Augen, dass es ihm gut geht

Judoka Marcel Haupt macht sich viele Gedanken über die derzeitige Situation. Foto: MH
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Judoka Marcel Haupt macht sich viele Gedanken über die derzeitige Situation.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Zehn Fragen an Marcel Haupt.

Der Remscheider Marcel Haupt ist Vollblut-Judoka und mittlerweile in Witten ins Trainergeschäft eingestiegen. Beruflich hat er sich auf Film und Fotografie spezialisiert.

1. Was sagst Du zu Corona?

Marcel Haupt: Es ist eine komplizierte Situation, die uns alle betrifft, und mich nervt es, dass es leider zu viele Idioten gibt, die den Ernst der Lage noch immer nicht begreifen. Entsprechend müssen wir alle behutsam und vorbildlich mit den Einschränkungen und Vorgaben umgehen, damit wir einander schützen.

2. Wie nutzt Du die nun freigewordene Zeit am liebsten beziehungsweise wie hast Du sie genutzt?

Haupt: Da ich beruflich als Fotograf stark getroffen wurde, habe ich mich in den letzten Monaten stark mit dem Thema Akquise auseinandergesetzt, um mich für 2021 gut aufzustellen, und habe an Dingen gearbeitet, die man sonst gerne wegschiebt. Inhaltlich habe ich das Thema „Corona“ aber auch angenommen und einen Film dazu entwickelt, den es bald zu sehen gibt. Diese Zeit zeigt aber auch, was wirklich wichtig im Leben ist: Freunde und Familie.

3. Was wirst Du als Erstes machen, wenn der Spuk endgültig vorbei ist?

Haupt: Ich freue mich auf den Moment, wo ich mit meinen Trainerkollegen unsere Trainingsgruppen wieder so richtig ins Schwitzen bringen darf. Das vermisse ich schon arg, das gemeinsame Erleben mit den Jungs und Mädels auf der Matte.

4. Bier mit oder ohne Alkohol nach dem Sport?

Haupt: Ein alkoholfreies Radler zu Hause ist was Nettes.

5. Mannschaftstour: Malle oder gemütlich?

Haupt: Wir fahren in die Berge, da bei uns im Team der Zusammenhalt ganz wichtig ist. Gemeinsam campen, wandern und trainieren – das hat sich immer wieder als erfolgreich herausgestellt.

6. Was darf in Deinem Kühlschrank nicht fehlen?

Haupt: Die Schoki und ein leckerer Pudding

7. Musik: Schlager, Klassik oder Techno (oder etwas anderes)?

Haupt: DeepHouse ist meine Musik.

8. Mit welchem Sportler würdest Du gerne mal in die Sauna gehen beziehungsweise einen Kaffee trinken?

Haupt: Ich bin über jede Begegnung mit Menschen dankbar, die eine spannende Geschichte mit dem Sport und durch den Sport zu erzählen haben.

9. Über welche Sportart wird in den lokalen Medien zu wenig berichtet?

Haupt: Ich denke, dass generell Randsportarten immer noch mehr Beachtung finden können. Judo könnte für mich jeden Tag in den Medien stehen. In den Randsportarten wird derzeit schon ganz viel geleistet, damit eine Art Trainingsbetrieb aufrecht erhalten bleiben kann für die Kids. Das ist extrem anstrengend, herausfordernd, aber auch wichtig. In vielen Randsportarten wird gerade viel dafür getan, dass Vereine und Sportarten nicht kaputt gehen, daher verdienen diese Konzepte Aufmerksamkeit.

10. Wie sieht für Dich der perfekte Abend aus?

Haupt: Ich mache mir sehr viele Gedanken, vor allem über die Menschen, denen es gerade jetzt sehr schlecht geht. Ich beschwere mich oft über Kleinigkeiten, die nicht gut gelaufen sind, aber am Ende muss ich mir immer vor Augen halten: Mir geht es verdammt gut. Ich habe eine wunderbare Partnerin an meiner Seite, ich habe eine tolle Familie, tolle Freunde und darf jeden Tag das machen, was mir Spaß und Freude bereitet. Das ist ein enormes Gut. Und das ist ein guter Weg, wenn man die kleinen Dinge im Leben am Abend eben nicht als selbstverständlich reflektiert. ad

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