Nachruf

Grundlagen für Olympiagold legte Kannenberg in Lennep

Bernd Kannenberg bei der Siegerehrung bei den Olympischen Spielen 1972 in München.      Foto: imago
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Bernd Kannenberg bei der Siegerehrung bei den Olympischen Spielen 1972 in München.
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Leichtathlet ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 78 Jahren gestorben.

Von Peter Kuhlendahl

Seine Kindheit und Jugend verbrachte Bernd Kannenberg in Remscheid. Oder genauer gesagt: in Lennep. Als Ringer und Gewichtheber war er beim VfB 06/08 Remscheid aktiv. Seinen größten sportlichen Erfolg feierte er bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Dort gewann er die Goldmedaille über 50 Kilometer Gehen. Am vergangenen Mittwoch ist Kannenberg im Alter von 78 Jahren in Münster gestorben.

Geboren wurde er 1942 im damals ostpreußischen Königsberg. Mit seinen Eltern kam er dann nach Lennep. Sein Vater arbeitete bei der Deutschen Bahn. Die Familie zog in die damaligen Bahnhäuser an der Alten Kölner Straße. Dort lernte er die Remscheider Ringerlegende Dieter Groß kennen. „Wir haben dann zunächst in der Turnhalle der Schule Glocke trainiert.“ Später in einer Halle in Remscheid. Während sich Groß mit Bus und Bahn auf den Weg machte, ging Kannenberg fast immer zu Fuß. „So ist wohl seine Geher-Karriere gestartet“, meint Dieter Groß mit einem Augenzwinkern.

Die größten Erfolge feierte er im Trikot des LAC Quelle Fürth

Richtig durchgestartet ist Kannenberg dann aber in Franken. Er ging zur Bundeswehr, wurde Berufssoldat und entdeckte dort das Gehen. In Bayern startet er zunächst für den 1. FC Nürnberg. Die größten Erfolge feierte er schließlich im Trikot des LAC Quelle Fürth. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften hat Kannenberg geholt. Bei den Europameisterschaften 1974 in Rom gewann er über 20 Kilometer die Silbermedaille. Über diese Distanz startete er auch bei den Olympischen Spielen im Jahr 1976 im kanadischen Montreal. Dort musste er allerdings verletzungsbedingt aufgeben.

Nach seiner aktiven Karriere, die 1978 endete, wurde er Bundestrainer der deutschen Geher. Aus gesundheitlichen Gründen musste er dieses Amt an den Nagel hängen.

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