60. Hochzeitstag

Große F prägen das Leben der Niemeyers

Gemeinsam durch Dick und Dünn über sechs Jahrzehnte: Helmut und Anita Niemeyer feiern Diamantene Hochzeit. Foto: RN
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Gemeinsam durch Dick und Dünn über sechs Jahrzehnte: Helmut und Anita Niemeyer feiern Diamantene Hochzeit.
  • Andreas Dach
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Diamantene Hochzeit der FCR-Größe: Helmut Niemeyer und seine Anita feiern ihren 60. Hochzeitstag.

Er hat einen unschätzbaren Wert für den FC Remscheid. Seit vielen Jahren. Ach, was, seit Jahrzehnten. Man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt: Ohne Helmut Niemeyer würde der FCR nicht da stehen, wo er heute steht. Einem Verein in glanzvollen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen – das ist die eine Sache. In schwierigen Phasen die Treue zu halten und sich einzubringen – das ist die andere. Helmut Niemeyer ist ein Glücksfall für die Fußballer.

Seine Liebe entflammte im Jahre 1983. Damals begann er als Jugendtrainer beim damaligen BVL, nachdem Bernd Koch ihn „entdeckt“ hatte. Später trat er dem Beirat bei, ist längst Ehrenmitglied. Wen er liebt, dem ist er treu. Für den gibt er alles. Ein Satz, der sich perfekt auf sein Privatleben übertragen lässt. An diesem Mittwoch, dem 16. März, feiert Helmut Niemeyer seine Diamantene Hochzeit. Der 82-Jährige ist seit 60 Jahren mit seiner Anita verheiratet. Eine stolze Zahl. Zu der wir herzlich gratulieren.

Etwa 25 Personen werden bei der Feier zusammenkommen

Gerne hätte man ausgiebig gefeiert. In großem Kreis. Corona lässt nur ein vergleichsweise kleineres Treffen zu. „Wir gehen mit der Familie essen und werden etwa 25 Personen sein“, sagt Sohn Ralf, der Vorsitzende des FC Remscheid. Seine Brüder Dirk und Torsten sind selbstverständlich mit dabei, die Partnerinnen, drei Enkelkinder, ein Urenkel und ein paar Freunde. Bestimmt wird bei einem leckeren Essen und beim Anstoßen auf das Jubilar-Ehepaar auch darüber gesprochen, welche Lebensleistung hinter den Niemeyers liegt.

Beide, Helmut Niemeyer und seine drei Jahre jüngere Anita, stammen aus der Nähe von Kassel. Man lernte sich früh kennen, heiratete und blieb immer zusammen. Dabei waren die Zeiten nicht einfach. 1970 machte sich Niemeyer selbstständig, gründete die Heni KG. Eine Erfolgsgeschichte. Tagsüber fuhr er raus zu Kunden, nachts packten er und seine Frau Pakete. Und dann waren da die drei Jungs, welche die Aufmerksamkeit der Eltern brauchten.

Fürberg, Königstraße, zwischendurch noch einmal das 500-Seelen-Dorf Lamerden in Nordhessen, schließlich dann seit 1983 endgültig Remscheid – so hießen die Stationen. In der Walter-Freitag-Straße im Lüttringhausener Industriegebiet mit der Firma und dem Privatdomizil ließ man sich endgültig und dauerhaft nieder.

Dort liefen und laufen alle Fäden zusammen. Niemeyer, der heute mit ein paar gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, hat die Geschäfte längst an seine Söhne übergeben, weiß sie bei ihnen in allerbesten Händen. Den FCR-Spielen stattet er nur noch unregelmäßig Besuche ab. Es hängt halt ganz davon ab, wie es ihm geht und wie er sich fühlt. Aber er lässt sich immer von seinem Sohn Ralf berichten, den er irgendwann einmal mit zur Beiratssitzung geschleppt hat. Die Konsequenzen sind bekannt: Der 60-Jährige ist Vorsitzender des Vereins.

Anita Niemeyer hat ihrem Mann immer den Rücken freigehalten

Familie, Firma, Fußball – diese drei Worte mit dem großen F am Anfang prägen das Leben der Niemeyers. Möglich nur, weil der Umgang von Helmut und Anita Niemeyer immer gleichermaßen vertrauens- wie liebevoll war. Stets von gegenseitigem Respekt und von Hochachtung geprägt. Unglaublich schnell vergangene 60 Jahre lang, seitdem die beiden in Wuppertal-Cronenberg den Bund der Ehe geschlossen haben.

Sie hat ihm immer den Rücken freigehalten, musste oft auf ihn verzichten. Dafür waren die gemeinsamen Urlaube dann umso schöner. Gerne flogen sie nach Dubai in die Sonne, auch mal mit seinem Freund Gustav-Adolf Mäuler und dessen Ehefrau. Dann war das Hotel „Barreis“ in Baiersbronn im Schwarzwald bald ein Lieblingsdomizil der Niemeyers. Und mehr als 30 Jahre ging es zum Skifahren nach Hochgurgl. Noch mit Anfang 70 ist Helmut Niemeyer die Pisten heruntergebrettert.

Ja, es gibt eine Menge zu erzählen an diesem Mittwoch. Vielleicht auch über die Zeit, als man noch VIP-Tickets für die Heimspiele des Fußball-Bundesligsten Bayer Leverkusen hatte. „Willst Du mal mitfahren?“ Es gibt einige, die diesen Satz schon von „HeNi“ zu hören bekommen und das Angebot dankbar angenommen haben. Er hat Ahnung vom Fußball, das auf all seinen Stationen aktiv und passiv nachgewiesen. In Lamerden, in Cronenberg und vor allem beim FCR. Verlässliche Typen seines Schlags gibt es nicht mehr viele. Auch nicht solche, die über so viele Jahrzehnte eine starke und verlässliche Partnerin an der Seite haben.

So manch einer oder eine wird sich ein Tränchen der Rührung verdrücken, wenn an diesem Mittwoch alle zusammenkommen. Bei Umarmungen. Bei netten Worten. Genießt diesen besonderen Moment, ihr Niemeyers.

Tradition

Der Zusammenhalt bei den Niemeyers (Großhandel für Werkzeuge und Werkstatteinrichtungen) ist enorm. Es ist Tradition, dass man an jedem Freitag nach Feierabend mit der gesamten Familie bei den Eltern zusammenkommt. Dann tauscht man sich aus und lässt die Woche Revue passieren.

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