Fußball

Große Namen bieten ganz großen Sport

Die Frankfurter (in Weiß) mit dem überragenden Niko Ilicevic (hinten) ließen Eupen im Finale keine Chance.
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Die Frankfurter (in Weiß) mit dem überragenden Niko Ilicevic (hinten) ließen Eupen im Finale keine Chance.
  • Fabian Herzog
    VonFabian Herzog
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Hochkarätig besetztes Jugendturnier des SV 09/35 Wermelskirchen ist wieder ein voller Erfolg.

Niko Ilicevic – diesen Namen sollte man sich merken. Der U13-Fußballer von Eintracht Frankfurt war der überragende Spieler beim Wiesmann-SHK-Indoorcup, den der SV 09/35 Wermelskirchen am Wochenende in zwei Tagen und drei Hallen mit 40 teils großen Teams aus Europa ausgerichtet hat. „Ich werde seine Entwicklung auf jeden Fall verfolgen“, sagte Fritz Schmitz aus dem Orga-Team des Vereins, zu dem auch Sebastian Pichura, Kirsten Buchner, „Pille“ Frohn, Maikel de Almeida, Kalle Fleischer, Umut Demir und Thore Mühlinghaus gehörten. Wobei es ausdrücklich noch viel mehr Mitwirkende gab, die auch diese Auflage zu einer Erfolgsgeschichte machten. „Bis auf unsere 3. Mannschaft waren alle Teams von Bambini bis Alte Herren im Einsatz“, schwärmte Schmitz. 

Das Teilnehmerfeld hatte es in sich und wimmelte nur so vor klangvollen Namen. Beispiele gefällig? Aus Deutschland waren unter anderem Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Köln, RW Essen, Arminia Bielefeld, der SC Paderborn, Darmstadt 98, Kickers Offenbach, der Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf dabei. Für internationales Flair sorgten beispielsweise Teams wie der FC Utrecht und PSV Eindhoven aus den Niederlanden, Norwich City und Cambridge United aus England oder KAS Eupen und KV Kortrijk aus Belgien. Wahnsinn! Schmitz: „Wir sind schon stolz, dass Clubs mit solchen Namen bei uns zu Gast sind.“

Verdienter Turniersieger: Die U13 von Eintracht Frankfurt gewann den Wiesmann-SHK-Indoorcup 2023.

Diese stellten ihre Klasse dann auch auf den Feldern – gespielt wurde am Schwanen und in der Gymnasiumhalle in Wermelskirchen sowie am Sonntag auch in Wuppertal, wo der Cronenberger SC mit involviert war – unter Beweis. „Das ist schon sehr stark“, lobte 09/35-Urgestein Henning Weber, der das Geschehen nach einer Knie-OP auf Krücken und mit großem Interesse auf der Tribüne verfolgte. „Die haben den Kopf immer oben“, staunte er nicht schlecht. Auch die Lokalmatadoren mussten die Qualität der Nachwuchs-Leistungs-Zentren (schmerzvoll) anerkennen. Sowohl der SSV Bergisch Born als auch der SV 09/35 blieb mit seinen Teams ohne einen Punkt und bekamen zum Teil zweistellige Lehrstunden.

Lange sah es danach aus, als würde der 1. FC Köln das schaffen, was Deportivo La Coruna und dem FC St. Pauli zuvor nicht gelungen war: die Titelverteidigung. Der Effzeh-Nachwuchs war wieder stark unterwegs, schied dann aber im Halbfinale aus. Immerhin trumpften die Kölner dann bei der Siegerehrung noch einmal auf, als sie sich das Mikro schnappten und mit einem dreifachen „Kölle alaaf“ beim Gastgeber für die Ausrichtung bedankten.

„Die Orga, die Halle – alles war super.“

Okan Gündüz, Trainer von Turniersieger Eintracht Frankfurt

Als Hallensprecher fungierte ansonsten Pichura. „Das macht mir durchaus Spaß“, sagte der Trainer der Wermelskirchener Landesliga-Mannschaft, der in seiner Rolle voll aufging und gekonnt durchs Turnier führte.

Lob fürs gesamte Turnier gab es von allen Seiten. Unter anderem auch von Okan Gündüz, dem Trainer von Eintracht Frankfurt: „Die Orga, die Halle – alles war super. Und dass wir uns mit solch großen Mannschaften messen konnten, war für meine Spieler perfekt. Diese Erfahrung ist mehr wert als der Finalsieg.“ Diesen hatten seine Jungs durch ein 6:2 gegen Eupen gefeiert. Vierfacher Torschütze dabei: Niko Ilicevic, übrigens Neffe des früheren Bundesligaspielers Ivo Ilicevic (unter anderem HSV). Wie gesagt: Ein Name, den man sich merken sollte.

Schiedsrichter

Für einen reibungslosen Verlauf an beiden Tagen sorgten einige Unparteiische des Kreises Remscheid, die zum Teil alle Hände voll zu tun hatten und ein paar Mal auch Rot zeigen mussten. Immer wieder schwappten die Emotionen von den teils überzogen mitfiebernden Eltern auf der Tribüne aufs Spielfeld über.

Einwurf: Hut ab, SV 09/35!

fabian.herzog@rga.de

Man kann im Prinzip gar nicht hoch genug bewerten, was der SV 09/35 Wermelskirchen da mit der Ausrichtung des großen Jugend-Fußballturniers auf die Beine gestellt hat. Da griff ein Rädchen ins andere, da packte jeder an, wenn er gebraucht wurde. Selbst Mitglieder der Führungsetage wie der 2. Vorsitzende Michael Moderow und Abteilungsleiter Kai Socha waren sich nicht zu schade, um in der deutlich weniger frequentierten Gymnasiumhalle die Kasse zu besetzen. Da kann man nur den Hut vor ziehen!

Oder ihnen eben anerkennende Worte aussprechen, wie es so viele Trainer, Spieler, Eltern und Verantwortliche gemacht haben. Schade nur, dass selbst eine solche Veranstaltung nicht noch mehr interessierte Zuschauer aus der Umgebung anzieht. Die Tribünen waren zwar recht ordentlich besucht, doch das waren größtenteils mitgereiste Verwandte der teilnehmenden Vereine. Vielleicht spricht sich ja bis nächstes Jahr herum, für welch großen Sport das Turnier steht. Man kann es dem SV 09/35 nur wünschen.

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