Analyse

Es gibt auch positive Meldungen vom Sport

Der Eingang des Röntgen-Stadions im Herbst. Alles ist verrammelt und verriegelt. Trotzdem sind die Nachrichten vom und für den FCR durchaus positiv. Foto: Andreas Dach
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Der Eingang des Röntgen-Stadions im Herbst. Alles ist verrammelt und verriegelt. Trotzdem sind die Nachrichten vom und für den FCR durchaus positiv.
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Wir möchten Ihnen trotz Corona ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.

Von Andreas Dach

Gute sportliche Nachrichten in Coronazeiten? Es gibt sie. Man muss nur genau hinschauen. Vielleicht muntert es in dieser trüben Phase des neuerlichen Lockdowns ein wenig auf, ausschließlich mal erfreuliche Dinge des lokalen Sports zu lesen. Sich stimmungsmäßig nicht in den Sumpf der allgemeinen Tristesse ziehen zu lassen. Wir starten den Versuch, ein Lächeln in die Gesichter unserer sportinteressierten Leserinnen und Leser zu zaubern. Wenigstens für ein paar Momente.

Was geht leider im Moment fast ein wenig unter?

Der Kunstrasenplatz auf der Brede ist fertig. Quarzsand und Kork sind eingepflegt. „Es ist ein Träumchen“, sagt der Vorsitzende von TuSpo Dahlhausen. Guido Musial spricht sogar von einem „Meisterstück“. Zumal man voll im Zeitplan geblieben ist. Dass man die organisatorische und handwerkliche Leistung wegen des hartnäckigen Virus nicht standesgemäß feiern kann, ist schade. Aber das wird definitiv nur aufgeschoben und nicht aufgehoben.

Die Brede ist mit ihrem neuen Kunstrasen zu einem Schmuckkästchen geworden. Nur bis zum ersten Spiel dauert es noch.

An diesem Dienstag erfolgt zunächst einmal die offizielle Platzabnahme. Am kommenden Wochenende hätte die E-Jugend des Vereins das Vergnügen gehabt, das erste TuSpo-Meisterschaftsspiel auf diesem neuen Grund auszutragen. Gegner wäre TuRa Süd gewesen. Man wird sich noch ein wenig gedulden müssen. Was die Vorfreude in Radevormwald „auf die modernste und umweltfreundlichste Platzanlage im Kreis“ (O-Ton Musial) nicht schmälert. Das nächstmögliche Heimspiel wäre am 12. Dezember. Das große Eröffnungsfest für die Wupperorte hat man schon auf 2021 verschoben.

Niemand weiß, wie lange die Spielzeit unterbrochen wird. Bock auf Pause hat niemand. Trotzdem werden einige zufrieden auf das bislang Geleistete schauen. Oder?

Ganz ohne Frage. Vor allem diejenigen, die noch nicht einen Zähler abgegeben haben und/oder die Tabellenspitze bekleiden. Herauszuheben ist beispielsweise der FC Remscheid in der Fußball-Landesliga. Er hat zwei Spiele weniger absolviert als die punktgleichen Verfolger Mintard und Rellinghausen, ist trotzdem Spitzenreiter. Um bei den Fußballern zu bleiben: Die Bilanz der TG Hilgen in der Kreisliga A ist überragend. Sieben Spiele, sieben Siege, Platz eins.

Gibt es auch Beispiele aus anderen Sportarten?

Aber ja. Die HG Remscheid hat in der Handball-Regionalliga bislang alle drei Spiele gewonnen und befindet sich auf einem guten Weg (Platz zwei). Auf den hat man jetzt erst einmal einige Holzknüppel gelegt, die auf den Namen Corona hören. Gleiches gilt für die Bergischen Panther II in der Verbandsliga (10:0-Punkte). Auch ihre Weste ist sauber, auch sie belegen Rang zwei. Erster ist die HSG Rade/Herbeck in der Landesliga. Angesichts von sechs Siegen in sechs Spielen deutet alles auf einen Durchmarsch hin. Wie bei den HSG-Frauen in der Verbandsliga (1., 13:1 Punkte). Wobei die Rollhockey-Frauen der IGR in der Bundesliga nicht vergessen werden sollten, auch wenn die Tabelle nicht sonderlich aussagekräftig ist. Sie haben erst zweimal gespielt, sind dabei aber jeweils auf fremdem Terrain erfolgreich gewesen.

Was ist eigentlich mit der Halle am Schwanen in Wermelskirchen?

Dort hat es bei den Renovierungsarbeiten – unter anderem gibt es eine neue Decke – in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Verzögerungen gegeben. Das hat dazu geführt, dass unterschiedliche Mannschaften mit Training und Spielen länger ausweichen mussten, als dies geplant war. Vielleicht nutzt man jetzt den sportlichen Stillstand, um endlich „klar Schiff“ zu machen. Damit die eigentlich so schöne Halle bald wieder genutzt werden kann.

Warum herrscht bei einigen Tennisclub gerade so gute Laune?

Das hat damit zu tun, dass sie ihre Plätze auf Vordermann bringen (können). Dank eines Förderprogramms des Landes können zum Beispiel der TC Grün-Weiß Lennep und der SC Blau-Weiß Remscheid auf Gelder zurückgreifen, die es ihnen ermöglichen, ihre Anlage fit für die Zukunft zu machen. Und das alles hat in diesem Falle mal gar nichts mit Corona zu tun, weil man im Winter sowieso in die Hallen ausweicht.

Ist es richtig, dass dem FC Remscheid das Röntgen-Stadion länger zur Verfügung steht als ursprünglich gedacht?

Der Landesligist wird das DOC-Urteil der vergangenen Woche interessiert zur Kenntnis genommen haben. Dass sich eine mögliche Entstehung des geplanten Outlet-Centers nach dem Gerichtsurteil von Münster weiter nach hinten verschiebt, bedeutet für den FCR, dass er das Stadion weiterhin für seine Spiele nutzen kann. Vorerst werden keine Bagger anrollen, sodass auch über die Saison hinaus mit der Nutzung geplant werden kann.

Immer dienstags

In jeder unserer Dienstag-Ausgaben blicken wir auf das lokale Sportwochenende zurück und haken sehr konkret nach. Gibt es Fragen, welche unbeantwortet sind? Oder Dinge, die eingeordnet werden müssen? Dem nehmen wir uns in unserer Rubrik sehr gerne an. Diesmal geht es darum, dass so gut wie kein Sport stattfand.

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