Die Woche im Sport von Andreas Dach

Wie man Geister und Gespenster in Schach halten kann

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  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Es war ein Geisterspiel. Oder besser: Es sollte eins sein. Ganz so gespenstisch ging es bei der Partie der Handball-Bundesliga zwischen dem Bergischen HC und dem HC Erlangen am Mittwochabend in der Solinger Klingenhalle dann aber doch nicht zu.

Wo man angesichts des Zuschauerverbots eine Atmosphäre wie bei einem Schachturnier erwartet hatte, herrschte durchaus gute Stimmung. Und leise war es auch nicht.

Der BHC hatte – völlig legitim – seine 60 Helfer mit Trommeln ausgestattet und auf der Tribüne in angemessenem Sicherheitsabstand platziert. Die Ehrenamtler, sonst bei den Heimspielen der Löwen am Eingang, auf dem Parkplatz, im Ordnungsdienst oder beim Catering im Einsatz, machten ordentlich Rabatz. Endlich konnten sie sich mal eine Partie in voller Länge ansehen, statt Würstchen zu grillen oder Eintrittskarten zu kontrollieren. Das dankten sie mit 60-minütiger Anfeuerung und Dauertrommeln.

Eine schlaue Maßnahme des mit zwei Siegen in die Saison gestarteten Bundesligisten. Gerade in den engeren Situationen war Unterstützung gefragt. Entweder Torhüter Tomas Mrkva parierte prächtig, oder aber die Trommelwirbler sorgten für einen Schub. Damit war mehr als ein Grundstein gelegt für den tollen Erfolg. Das alles eingebettet in ein griffiges Hygienekonzept. Medienvertreter, Mannschaften und Offizielle wurden durch unterschiedliche Eingänge in die Halle geleitet. Alle, die nicht direkt am Spiel beteiligt waren, mussten über die komplette Zeit einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Warum wir das so ausführlich darstellen? Um deutlich zu machen, dass man besonderen Herausforderungen mit besonderen Ideen begegnen kann. Geist hin, Gespenst her: Hauptsache, es kann überhaupt gespielt werden.

TOP Beim Spiel in Wetzlar sind nun doch Panther-Fans zugelassen.

FLOP Corona: Immer mehr Spiele fallen aus.

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