Fußball

Punkteteilung macht keinen richtig froh

Packende Duelle vor ordentlicher Kulisse lieferten sich im Derby am Donnerstagabend auch Adis Babic (l.) und Frederik Streit. Foto: Michael Sieber
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Packende Duelle vor ordentlicher Kulisse lieferten sich im Derby am Donnerstagabend auch Adis Babic (l.) und Frederik Streit.
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Landesliga: SV 09/35 und der FCR trennen sich im Nachholspiel 1:1 – Ostermontag steht nächster Spieltag an.

Von Peter Kuhlendahl

Während das Stadion Camp Nou in Barcelona am Donnerstagabend fest in der Hand der Fans von Eintracht Frankfurt war, hatten zeitgleich die Anhänger des FC Remscheid beim Landesliga-Derby im Dönges-Eifgen-Stadion klar die Oberhand. Doch anders als die Anhänger der Eintracht, die nach dem 3:2-Sensationssieg beim FC Barcelona eine rauschende Party feierten, mussten sich die Anhänger des SV 09/35 Wermelskirchen und des FCR im Nachholspiel mit einem 1:1 (1:1)-Remis zufriedengeben.

Es war eine Punkteteilung, mit der die Gastgeber vor mehr als 500 Zuschauern am Ende zwar besser leben konnten. „Der Punkt ist wichtig für die Tabelle und natürlich für die Moral“, betonte Wermelskirchens Trainer Sebastian Pichura, der aber darüber haderte, dass Yannick Raufeiser in der Schlussphase an FCR-Keeper Maurice Horn scheiterte.

Allerdings mussten die Gastgeber in der Nachspielzeit noch eine Schrecksekunde überstehen. Der zu diesem Zeitpunkt angeschlagene Wermelskirchener Keeper Sebastian Weber verlor den Ball im Fünfmeterraum. Ahmed Al Khalil schob die Kugel ins Netz, doch der Unparteiische hatte zuvor bereits abgepfiffen.

„Keine Ahnung warum. Angeblich abseits. Aber ich glaube, der Schiedsrichterassistent war durch das tief stehende Flutlicht einige Male geblendet“, merkte FCR-Coach Marcel Heinemann sarkastisch an. Zudem kritisierte er, dass seine Schützlinge gerade in der zweiten Halbzeit nicht an die zuletzt starke Leistung anknüpften. „Das war einfach ärgerlich, dass wir den Sieg haben liegenlassen.“ Dabei dachte er auch an die Riesenchance von Al Khalil, der in der 80. Minute das Leder am rechten Torpfosten vorbei schob.

Genau richtig machte es der Remscheider Goalgetter in der 12. Minute. Da köpfte er den Ball zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0 für die Gäste ins Netz. Allerdings hatten die Remscheider in der Anfangsphase Glück, dass ein Distanzschuss von Aydin Türksoy auf der Latte landete. Die traf dann auf der anderen Seite auch Malte Lüttenberg nach einer FCR-Ecke (18.). Belohnt wurden die Wermelskirchener, die schließlich besser ins Spiel fanden, nach knapp einer halben Stunde, als Türksoy zum 1:1 einköpfte. Die Schlussphase vor der Pause gehörte dann aber wieder den Gästen, die weitere gute Möglichkeiten durch Michele Buscemi und Adis Babic vergaben.

Im zweiten Abschnitt verflachte die Partie dann aber immer mehr. Obwohl die FCR-Fans ihr Team weiter lautstark anfeuerten. Allerdings fielen sie durch das Abbrennen von Pyrotechnik mal wieder negativ auf und dürften ihrem Club damit eine satte Geldstrafe beschert haben.

Am Ostermontag steht bereits der nächste Spieltag an

„Es macht aber unglaublich Spaß, vor einer solchen Kulisse zu spielen“, merkte auch Pichuara an, der am Ostermontag allerdings weit weniger Fans im Eifgen begrüßen dürfte. Um 15 Uhr ist dann der Tabellenvorletzte SV Burgaltendorf zu Gast. „Und da zählt für uns nur ein Sieg“, betonte Weber, der allerdings wegen seiner Verletzung, die noch zur Auswechslung in der Nachspielzeit führte, passen muss.

Derweil ist der FCR zeitgleich beim Kellerkind VfB Frohnhausen zu Gast. „Da müssen wir gewinnen“, erklärte Heinemann, der auf dem kleinen Kunstrasenplatz in Essen auf den gleichen Kader wie im Derby setzen kann. Aber mit Sicherheit auf viel weniger Fans, die sich wohl nicht wieder in so großer Schar auf den Weg ins Ruhrgebiet machen werden.

Aufstellungen

SV 09/35: Weber (90.+3 Klüppelberg), Kelm, Streit, N. Postic, M. Postic, Raufeiser, Wylezol, Circir (84. L. Postic), Aikawa (60. Eryürük), Soares, Türksoy (75. Stanojevic).

FCR: Horn, Blume (54. Maresch), Babic, Oberlies, Lüttenberg (46. Kerkien), Shavershyan, Kacmaz (74. Saibert), Buscemi, Ichimura, Posavec (78. Costa Rebelo), Al Khalil.

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