Türchen 4

Adventskalender: Für die Nummer 4 ist mit 40 Jahren Schluss

Mit der Nummer 4 auf der Brust geht Jens Reinarz bei den Bergischen Panthern in der 3. Liga auf Torejagd. Foto: Doro Siewert
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Mit der Nummer 4 auf der Brust geht Jens Reinarz bei den Bergischen Panthern in der 3. Liga auf Torejagd.
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Mit der Nummer 4 auf dem Rücken hatte sich für Jens Reinarz im Jahr 2018 der Kreis geschlossen.

Von Peter Kuhlendahl

Als er zur Saison 2018/19 aus Krefeld zum Drittligisten Bergische Panther wechselte, nahm er das Trikot mit der 4. „Diese Nummer hatte ich auch in der Jugend. Damals war mein Vater mein Vorbild, der sie auch trug“, erzählt der 39-jährige Ex-Profi. In seiner jahrzehntelangen Karriere, die ihn bis in die Bundesliga geführt hat, trug er dann die 19 auf dem Rücken. Der Tag seines Geburtstages im Juni.

Ob er vor mehr als drei Jahren ahnte, dass es seine letzte Station sein würde, als er die Nummer wählte? Vielleicht nicht direkt. Reinarz wollte weiter auf sportlich hohem Niveau spielen. Allerdings war ihm damals auch das Umfeld wichtig. Er wollte sich wohlfühlen. Dass zu dem Zeitpunkt sein alter Kumpel Matthias Aschenbroich bei den Panthern war, spielte eine entscheidende Rolle.

Zwei Jahre wollte er spielen. Im nächsten Jahr werden es vier. Ihm gefällt es also bei den Panthern. Allerdings ist am Ende der Saison definitiv Schluss. Im Juni 2022 wird Reinarz 40 Jahre alt. Seinem Sport will er aber auch dann erhalten bleiben. Vielleicht sogar bei den Panthern. „Darüber sollten eigentlich schon Gespräche geführt werden“, berichtet Reinarz, der allerdings aufgrund seiner Erfahrung entspannt darauf wartet, ob sie noch geführt werden.

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Mit fast 40 Jahren noch Hochleistungssport in einer Liga betreiben, die offiziell zum Profisport zählt? Gegen Gegner, die manchmal halb so alt sind? Wie geht das? „Zum einen muss man schon die richtigen Gene haben“, glaubt der gebürtige Solinger. „Und eine gewisse Disziplin gehört natürlich dazu.“ Sicherlich auch ein Faktor: Von schweren Verletzungen ist er verschont geblieben. „Was vielleicht auch mit meiner langjährigen Position auf Linksaußen zu tun hat. Da ist man nicht immer mitten im Geschehen“, erklärt er mit einem Augenzwinkern.

Allerdings ist Reinarz nicht von einem gesundheitlichen Schicksalsschlag verschont geblieben. Vor fast zehn Jahren wurde bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert. „Ich bin operiert worden. Dann gab es noch eine Chemotherapie, und nach fünf Wochen habe ich wieder Handball gespielt“, erzählt Reinarz, der nach diesem einschneidenden Erlebnis viele Dinge bewusster macht.

Mit dem Bergischen HC steigt Reinarz in die Bundesliga auf

Mit dem Handball hat der gebürtige Solinger beim Merscheider TV begonnen. Beim LTV Wuppertal nahm seine sportliche Karriere dann 2004 so richtig Fahrt auf. 2006 gehörte er zu den „Gründungsmitgliedern“ des Bergischen HC. Mit dem Aufstieg in die Bundesliga in der Saison 2010/11 feierte er auch seinen sportlich größten Erfolg. Weitere Stationen in der 2. und 3. Liga unter anderem bei der HSG Konstanz, dem Leichlinger TV und Eintracht Hagen folgten.

Um den Handball dreht sich bei Jens Reinarz auch privat alles. Seine Ehefrau Mandy, gebürtige Münch, spielte zunächst in der 2. Bundesliga beim TV Beyeröhde und ist aktuell für den HSV Gräfrath in Solingen in der 2. Liga am Ball.

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