Wer erkennt wen

„Footballer“ Böttcher bleibt Laufsport treu

Eine Truppe mit Ideen: Sascha Velten, Dennis Böttcher, Arnd Bader, David Katschinski und Daniel Lipus (v. l.). Foto: RGA-Archiv
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Eine Truppe mit Ideen: Sascha Velten, Dennis Böttcher, Arnd Bader, David Katschinski und Daniel Lipus (v. l.).
  • Andreas Dach
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RGA-Serie: Wer erkennt wen

Nein, es handelt sich nicht um eine Fotomontage. Obwohl man beim ersten Blick auf unser historisches Bild darauf kommen könnte. Stellt sich doch die Frage: Warum tragen Sascha Velten, Dennis Böttcher, Arnd Bader, David Katschinski und Daniel Lipus, die von links nach rechts zu sehen sind, jeweils den Dress eines Footballers? Zur Auflösung kommen wir später. Zunächst einmal widmen wir uns Böttcher, dessen Kopf wir auf dem Foto in unserer Dienstagausgabe hervorgehoben hatten. Ihn galt es in erster Linie zu erkennen, was nicht so schwierig war, weil der einstige Klasseathlet auch 17 Jahre danach fast noch immer sein „Kampfgewicht“ von damals hat.

Dabei ist der einstige deutsche Spitzenläufer, der mit seiner Familie in Lennep lebt, beruflich stark eingebunden. Er betreibt mit seiner Ehefrau eine Fachpraxis für Kieferorthopädie. Dem Sport ist er aber verbunden geblieben. Auch während seiner Studienzeit in Münster. Nach der Rückkehr in die Heimat ließ Böttcher alte Kontakte aufleben, engagiert(e) sich unter anderem für ein Förderprogramm im Laufsport. Auf diese Weise will und wollte er etwas von dem zurückgeben, was er an Unterstützung erfahren hat, nachdem er im Alter von 14 Jahren beim Remscheider City-Lauf entdeckt worden war.

„Dennis ist in all den Jahren nie abgehoben“, begeisterte sich Michael Scholz während seines Anrufs. „Einige Wettkämpfe haben wir gemeinsam bestritten.“ Zu seinen größten Erfolgen gehörte der Gewinn der Deutschen Straßenlaufmeisterschaft über 10 Kilometer mit der Mannschaft im Jahr 2005. „Seine Teamkollegen bei der LG Remscheid waren damals David Katschinski und Daniel Lipus“, berichtete Peter Brinkmann. Die waren ebenso auf dem Bild wie sein RSV-Vereinskollege Bader („Schnellster Deutscher beim New-York-Marathon 1995“) und Ultraspezialist Velten („Abo-Sieger beim Röntgenlauf“).

Was es damals mit den Football-Trikots auf sich hatte? Arnd Bader sorgte für Aufklärung: „Wir wollten als Staffel den 5000-Meter-Weltrekord knacken.“ Das gelang im Stadion Reinshagen, wo man bei einem Spiel des Amboss in der Pause unter erschwerten Kleidungsbedingungen vor Publikum eine tolle Leistung ablieferte. Bader: „Eine wilde Sache. Wir haben uns alle 100 Meter abgewechselt.“

Der Wunsch, es mit diesem Auftritt ins Fernsehen zu schaffen, erfüllte sich nicht. Zu gerne wäre man im Samstagabend-Programm bei „Wetten, dass . . ?“ dabei gewesen. Noch einmal Bader: „Unsere Bewerbung ist unbeantwortet geblieben. Thomas Gottschalk hat sich nicht gemeldet.“ Zu Böttcher wusste er noch beizusteuern: „Er ist ein begnadeter Läufer. Ich mag und schätze ihn sehr.“ Wenn es die Corona-Pandemie hergebe, sei Böttcher häufiger mal mit dem Zahnarzt Jörg Brähler zum Frühschwimmen im Sportbad.“

Maira Zeidler ist mit Dennis Böttcher zur Schule gegangen, schrieb: „Er war beziehungsweise ist ein sehr erfolgreicher Läufer, für jeden Spaß zu haben und immer mit einem Lachen unterwegs.“ Eine Geschichte ist ihr besonders im Gedächtnis haften geblieben: „Bei einer Sportstunde in der Schule konnte man sich für Volleyball oder Laufen entscheiden.“ Sie nahm die vermeintlich bessere Option – um an Böttchers Seite dann „die längste Strecke meines Lebens“ zu laufen. Nach zig Kilometern durchs Bergische Land sei der diesmal Gesuchte gleich beim Volleyball eingestiegen, während „ich völlig fertig auf der Bank lag“.

Dass Böttcher seinen sportlichen Ehrgeiz ins Studium und in den Beruf übertragen habe, stellte Heinz Dörpinghaus heraus. Der Ex-Lehrer des Röntgen-Gymnasiums sagte: „Meine Kinder sind aus dem Zahnspangenalter heraus, sonst hätte ich sie zu ihm geschickt.“

Als ehemalige Leichtathletin meldete sich auch Sarah-Marie Schmidt: „Wie Dennis auch war ich jahrelang bei der LG Remscheid. Das war eine tolle Zeit, und die LG ist immer noch mein Lieblingsverein.“

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