Sportlicher Adventskalender

Flo Hinkelmann bringt alles mit, aber . . .

Legt er das Trikot am Saisonende aus den Händen, oder macht Florian Hinkelmann bei der HG Remscheid weiter? Foto: FH
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Legt er das Trikot am Saisonende aus den Händen, oder macht Florian Hinkelmann bei der HG Remscheid weiter?
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Wir öffnen Türchen Nummer 20 im Rückennummer-Adventskalender des RGA-Sports mit dem HGR-Handballer.

Von Andreas Dach

Er ist ein exzellenter Handballer, der jederzeit den Unterschied ausmachen kann. Wenn er denn fit ist . . .

Florian Hinkelmann kann Spiele lesen, schwierige Situationen auf dem Spielfeld intuitiv lösen. Mit einem Torwurf, einem Pass oder einer Eins-gegen-eins-Situation. Wenn er denn fit ist . . .

Der Rückraumspieler der HG Remscheid besticht durch seine Vielfalt. Mal ist er als Mittelmann gefragt, mal als Halblinker oder mal auch als Halbrechter. Wenn er denn fit ist . .

Ja, die Verletzungsanfälligkeit des Wuppertalers ist ein Thema. Muss ein Thema sein. „In der Jugend in Wuppertal beim MTV Elberfeld und beim Langerfelder TV war das nie ein Problem“, sagt der 24-Jährige. „Bei TuSEM Essen ging das dann los.“ Immer wieder wurde er von kleineren und größeren Blessuren zurückgeworfen, entschied sich deshalb gegen eine möglicherweise größere Karriere in Essen, wo er in der 2. Mannschaft spielte, aber auch bei der Ersten kürzere Einsätze bekam, „Ich dachte“, sagt Hinkelmann rückblickend, „wenn ich weniger trainiere, ist auch das Verletzungsrisiko geringer.“

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Längst ist Hinkelmann über den LTV Wuppertal bei der HG Remscheid gelandet, wo Trainer Alexander Zapf große Stücke auf ihn hält. Erst setzten ihn Achillessehnenprobleme monatelang außer Gefecht, zuletzt eine Blessur am Handgelenk. Hinkelmann hat sich immer wieder zurückgekämpft, nie aufgegeben. „Seit fünf Partien bin ich wieder dabei“, sagt er. „Wenn auch noch nicht mit 100 Prozent.“ Die braucht er aber und die will er auch, um der Mannschaft wirklich helfen zu können. Der Grund, weshalb es mit der HGR noch keine vorzeitige Einigung auf einen Verbleib in der Spielzeit 2022/2023 gibt. „Ich lasse mir das durch den Kopf gehen“, beschreibt er seine Herangehensweise. „Wir werden Anfang des neuen Jahres noch einmal quatschen.“

Ein Aspekt bei seinen Gedanken ist gewiss auch die Tatsache, dass Florian Hinkelmann in 2022 in Wuppertal sein Studium (Verkehrsingenieurswesen) beendet. Er stellt klar: „Man muss schauen, was dann beruflich passiert.“ Einige Fragezeichen also noch bei dem Spieler, der eine so hohe Qualität hat. Und das Trikot mit der Rückennummer 20 trägt. Das mag er, hat sich aber nicht darauf eingeschossen: „Das kann auch die 22 oder 24 sein. Hauptsache im 20er-Bereich und eine gerade Zahl.“ Vielleicht liegt es ja daran, dass er schon immer für den mehrfachen Welthandballer Mikkel Hansen geschwärmt hat. Der Däne trägt die 24. „In Essen hatte ich alle drei Zahlen mal“, weiß er noch.

In der Familie Hinkelmann ist der Handballsport Thema Nummer eins. Vater Uwe war ein Klassespieler in Wuppertal (LTV), Bruder Philipp spielt mit Florian Hinkelmann bei der HGR, die Mama (Claudia) schaut sich mit ihrem Mann möglichst viele Spiele ihrer Jungs an. Handball, Handball, Handball – wie lange wird er noch ein großer Bestandteil im Leben des noch so jungen Flo Hinkelmann sein? Wo er jetzt doch endlich mit seinem fünf Jahren älteren Bruder in einem Team spielt. In der Jugend war das angesichts des Altersunterschiedes nie möglich gewesen. „Wir brauchen auf dem Spielfeld nicht viele Worte“, sagt die Nummer 20 der HGR zum Zusammenspiel. Da sind die Automatismen. Da reicht manchmal ein Blick. Das würde er gewiss vermissen, wenn er sich frühzeitig noch weiter aus dem (relativ) hochklassigen Sport zurückziehen würden. Und noch etwas anderes. „Mir fehlen die Abschlusstouren nach Mallorca“, sagt Hinkelmann. Dafür sind ausnahmsweise keine Verletzungen, sondern dafür ist die Corona-Pandemie verantwortlich.

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender kamen bislang der Reihe nach die Fußballer Sebastian Weber (SV 09/35), Yusuf Kaya (Dabringhauser TV) und Antonio Angelov (FC Remscheid), Handballer Jens Reinarz (Bergische Panther), Erik August von Fußball-Bezirksligist VfB Marathon), Moritz Mettler von Handball-Landesligist ATV Hückeswagen, Fußballer Dennis Dossmann (Bergisch Born II), Footballer Tommy Le, Handballer Ben Vornehm (Bergische Panther II), Anis Geus vom Fußball-Bezirksligisten SSV Bergisch Born, Max Richter von Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid, Fußballerin Melina Stratemeyer (SG Hackenberg), Handballerin Anke Görke (Lüttringhauser TV), Handballerin Alina Eigenbrod (Wermelskirchener TV), Fußballer Luca Lenz (SC Ayyildiz) und Footballer Tobias Picard (AFC Amboss) vor.

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