Schwimmen

Fildebrandt verliert sein Ziel nicht aus den Augen

Auf zum großen Ziel Tokio: Christoph Fildebrandt möchte sich seinen Traum von den dritte Olympischen Spielen erfüllen. Foto: Imago/Eibner
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Auf zum großen Ziel Tokio: Christoph Fildebrandt möchte sich seinen Traum von den dritte Olympischen Spielen erfüllen.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Der ehemalige SG-Schwimmer will sich für die Olympischen Spielen in Tokio qualifizieren.

Sein Ziel hat er nicht aus den Augen verloren, auch wenn er noch ein Jahr dranhängen musste. Christoph Fildebrandt, deutscher Spitzenschwimmer mit sportlichen Wurzeln bei der SG Remscheid, möchte nach London 2012 und Rio de Janeiro 2016 an seinen dritten Olympischen Spielen teilnehmen. In Tokio. Das hätte schon im vergangenen Jahr der Fall sein sollen. Wie man weiß: Corona hat für eine Absage gesorgt. Nun soll im August dieses Jahres ein neuer Anlauf genommen werden. Dann sollen Sportler aus aller Welt in Fernost zusammenkommen.

Das gilt auch für Fildebrandt, der die komplette Zeit durchtrainiert hat. „Mir haben nur die Wettkämpfe gefehlt“, sagt der 31-jährige Polizeikommissar, der für die SSG Saar Max Ritter schwimmt und mit seiner Lebensgefährtin Ellen Olsson in Saarbrücken zu Hause ist. Bald tritt der Ernstfall für Christoph Fildebrandt ein, der im April in Magdeburg und in Berlin die Qualifikation für die Olympischen Spiele realisieren möchte. Dafür arbeitet er hart, hat im August 2020 extra noch einmal den Trainer gewechselt. „Ich werde jetzt von einem Amerikaner trainiert“, sagt Fildebrandt. Jetzt sei mehr Sprintspezifisches angesagt, was ihm sehr zugute komme. Die Form jedenfalls sei gut. Sodass der gebürtige Wuppertaler sich ernsthafte Hoffnungen macht, den Sprung nach Tokio zu schaffen.

Seine Strecken sind die 50 und die 100 Meter Freistil: „Mein Ziel ist es, mich nicht nur für die Staffeln, sondern auch für die Einzelwettbewerbe zu qualifizieren.“ Die 200 Meter stehen nicht mehr auf der Agenda. Davon ist Fildebrandt abgerückt. Motto: Je kürzer, desto besser.

Tokio soll für den Modellathleten der Abschluss einer großen Karriere werden. Darauf hat er den kompletten Fokus gelegt. Danach dürfte es in den Polizeidienst zurückgehen, von dem er derzeit noch freigestellt ist. Klappt es nicht mit der Qualifikation, wird das schon vorher der Fall sein.

Ganz anders sehen die Planungen bei seiner Freundin Ellen Olsson aus. Die Schwedin ist Freiwasserschwimmerin, bevorzugt die ganz langen Strecken. Auch sie will nach Tokio und danach bis zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris weitermachen. Besondere Konstellation: Ihr Trainer heißt . . . Christoph Fildebrandt. Dass dieser ihr vor einem Jahr öffentlichkeitswirksam einen Heiratsantrag gemacht hat, den sie mit glänzenden Augen annahm, ändert nichts daran, dass ihr künftiger Ehemann und jetziger Coach sich „als Schleifer“ sieht. Teilweise bringt er sogar noch Sequenzen ins Trainingsprogramm ein, mit denen ihn früher Jürgen Schmitz bei der SG Remscheid gefördert hat.

„Mit ihm bin ich noch im WhatsApp-Austausch“, schildert Fildebrandt. Auch mit seinem ehemaligen Vereinskollege Nils Rötgers telefoniere er gerne. Und dann ist da noch der Remscheider Carsten Stopka, der ihn als Sponsor schon seit Jahren unterstütze. „Es ist gut“, findet Fildebrandt, „dass in der Heimat noch so viele Menschen an mich denken. Dazu zähle ich auch die Sportredaktion des RGA.“

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