Judo

RTV feiert ein Judofest in Neuenkamp

Philip Mähler (l.) packte perfekt zu und steuerte zwei Siege zum Gesamterfolg des ambitionierten RTV bei. Fotos: Elias El Ghorchi
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Philip Mähler (l.) packte perfekt zu und steuerte zwei Siege zum Gesamterfolg des ambitionierten RTV bei. Fotos: Elias El Ghorchi

Remscheider holen zwei weitere Siege in der NRW-Liga. Aufstieg in die 2. Liga ist nun greifbar nah.

Von Gerhard Pick

Das war ein rundum gelungener Tag für das Judoteam des Remscheider TV. Zum einen sportlich, denn mit deutlichen Siegen gegen Stella Bevergern (5:2) und PSV Bochum (6:1) verteidigte der RTV die Tabellenführung in der NRW-Liga und machte damit einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zum anderen gelang es den Remscheidern auch, rund 300 Zuschauer in der Sporthalle Neuenkamp zu begeistern.

Der Kampfplan sah vor, dass zunächst die Gäste ihre Kräfte maßen. Für die Remscheider genau richtig „zum Aufwärmen“, denn auch für Bevergern und Bochum war der Auftritt in Remscheid wichtig. Ging es doch um den Klassenerhalt – und dem rückte Bevergern mit einem 4:3-Sieg etwas näher.

Showelemente sind ein Markenzeichen der Heimkämpfe

Die Stimmung war jedenfalls prächtig und steigerte sich zeitweise zu wahren Begeisterungsstürmen, wenn Moderator Cedric Pick einen entscheidenden Siegpunkt für das RTV-Team bejubelte. Eine Aufgabe, der er sich mit Leidenschaft widmete, ebenso, wie er auch die Aktionen auf der Matte dem Publikum erklärte und so Judo auch für die Laien verständlich machte.

Die ursprünglich mal angepeilten 500 Zuschauer waren es nicht. Aber auch die 300 Besucher sorgten für eine klasse Stimmung in Neuenkamp.

„Wenn es dem Judo nutzt, ist das in Ordnung“, gab der frühere RTV-Erfolgstrainer Paul Klenner den ungewohnten Show-Elementen rund um die Kämpfe seinen Segen. Die sind inzwischen ein Markenzeichen der Remscheider und sorgen für gehörig Stimmung rund um die Judo-Matte.

So unterstützten diesmal die Cheerleader der Remscheider Amboss-Footballer die Judoka auf ihrem Weg zur Matte und sorgten mit ihren akrobatischen Kunststücken für die Pausenunterhaltung. Eingebunden war auch der Nachwuchs aus der RTV-Judoabteilung, der die Remscheider beim Einmarsch hin zur Matte begleitete. Und als weitere Attraktionen wurden ein Tablet-PC und ein Trikot des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach verlost. Wobei Letzteres, mit den Unterschriften der Spieler versehen, ausgerechnet von einem erklärten HSV-Fan gewonnen wurde, der aus Kiel zum Kampfsport-Event nach Remscheid gekommen war.

Begeistert war auch Ehrengast Thorsten Legat: „Judo ist Hochleistungssport“, sagte der Ex-Fußballprofi nach dem 5:2-Sieg der Remscheider gegen Bevergern. Und versprach: „Solange ich Kampfsport erleben darf, werde ich das Judoteam unterstützen.“

Pascal Scherenberg startet gleich furios

Das hatte in seinem ersten Kampf furios begonnen. Pascal Scherenberg (+100 kg) brachte den RTV in Führung. Tjado Ganders verlor zwar, aber RTV-Neuzugang Acland Wendt und Teamchef Junior Degen siegten. Nach Rodel Arnolds´ Punktsieg lag der RTV uneinholbar 4:1 vorn. Tobias Karaus Niederlage ließ Lokalmatador Philip Mähler das 5:2 folgen.

NRW-LIGA

SPITZENREITER Das Judoteam des Remscheider TV hat nach den beiden Erfolgen vom Samstag die Tabellenführung in der NRW-Liga behauptet. Die Remscheider liegen mit sechs Siegen aus sechs Kämpfen auf dem ersten Platz vor BTW Bünde (fünf Siege, eine Niederlage) und JC Hennef (drei Siege, ein Unentschieden, zwei Niederlagen). „Wir brauchen am 16. Juni in Aachen noch einen Sieg zum Aufstieg“, sind sich Trainer Benjamin Klöckner und Teammanager Cedric Pick einig.

Noch klarer setzten sich die Gastgeber, die in gleicher Besetzung wie im ersten Kampf antraten, gegen Bochum durch. Scherenberg, Degen, Arnolds, Wendt, Karau und Mähler siegten, Ganders musste sich einem sehr starken Kontrahenten beugen. Ein Schlussspurt, der die Halle zum Toben brachte. Diese beruhigte sich langsam, als ein Zauberer zum Abschluss die Kinder auf die Matte bat. „Super Event. Das war rundum gelungen“, zeigte sich RTV-Finanz-Teammanager René Endres zufrieden. „Wir haben mit 300 Zuschauern gerechnet, und die waren es.“ Cedric Pick ergänzte: „Das war ein großer Schritt Richtung Aufstieg!“

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