Fest

So feiern bergische Sportler Weihnachten

Der Weihnachtsbaum ist in vielen Haushalten unverändert Tradition. Sich mit den Lieben rund um die schön geschmückte Tanne zu versammeln, gehört zu den erhebendsten Momenten. Foto: Andreas Dach
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Der Weihnachtsbaum ist in vielen Haushalten unverändert Tradition. Sich mit den Lieben rund um die schön geschmückte Tanne zu versammeln, gehört zu den erhebendsten Momenten.
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In diesem Jahr ändert sich einiges – Man trifft sich coronabedingt in kleinerem Kreis.

Von Andreas Dach

Es wird diesmal ein anderes Weihnachten. Eins mit viel mehr Nachdenklichkeit und in kleinerem Kreis. Corona hat auch diese liebgewonnene Festivität verändert. Wir haben uns umgehört und gefragt: Wie verbringen Sportler, Trainer und Funktionäre unserer Region die kommenden Tage?

„Mama, Papa, ein kleiner Hund und die beiden Jungs sitzen zusammen“, sagt Georg Feldhoff. Der Papa – das ist der Vorsitzende der IGR Remscheid. Die Mama - seine Ehefrau Uta. Seine Jungs – das sind Markus und Matthias. Und da ist noch der kleine Wirbelwind auf vier Beinen – Charlie! Es kommt selten vor, dass alle unter einem Dach zusammen sind. Markus Feldhoff lebt derzeit in Spanien, bildet sich in Reus rollhockeymäßig fort. Sein Bruder Matthias ist in Sachen Ornithologie unterwegs, fotografiert seltene Vögel. Derzeit gerade in Südfrankreich und in den Pyrenäen. Da bietet es sich an, dass er Markus in Spanien abholt und die beiden gemeinsam den Weg in die Heimat antreten. „Wir erwarten sie am Heiligen Abend“, sagt Georg Feldhoff. Und formuliert einen besonderen Wunsch: „Hoffentlich bringen sie einen vernünftigen Rotwein und einen schönen Aperitif mit.“ Sollte sich machen lassen. Auf die Gabel gibt es selbstverständlich auch etwas. Feldhoff: „Wir haben schon Wild gekauft.“ Für das schöne Ambiente inklusive das Aufstellen des Weihnachtsbaums sei seine Frau verantwortlich: „Ich bin nicht so der Weihnachtstyp.“

„Wir werden an Weihnachten lange zusammensitzen!“
Christian Müller, Amboss-Chef

Hund Charlie hat es sich unter dem Weihnachtsbaum von Feldhoffs schon einmal gemütlich gemacht. Ob es Heiligabend eine Extraportion Leckerchen gibt?

Bei Christian Müller, dem Vorsitzenden des AFC Amboss, steht Raclette hoch im Kurs. Das kommt am Heiligen Abend auf den Tisch des Hauses, an welchem der Footballer gemeinsam mit seiner Frau und seiner Tochter sitzen wird. Der Weihnachtsbaum steht entgegen sonstiger Gewohnheiten bereits seit einer Woche bei ihnen. „Sonst passiert das bei uns immer auf den letzten Drücker. Diesmal hatten wir das Bedürfnis, ihn früher aufzustellen.“ Am 1. Weihnachtstag gehe es dann zu seinen Eltern nach Radevormwald: „Wir werden schön lange zusammensitzen.“ Müller ist es wichtig, die Feiertage besinnlich anzugehen. Angesichts der coronabedingt „schrägen Zeiten“ appelliert er an die Menschen: „Wir müssen uns alle solidarisch zeigen, brauchen Geduld, Ausdauer und Disziplin.“

Als „ein bisschen spannend“ bewertet Alexander Zapf die bevorstehenden Weihnachtstage. Was für den Trainer des Handball-Regionalligisten HG Remscheid nicht nur damit zu tun hat, dass es wegen des Virus nur zu personell reduzierten Treffs mit den Lieben kommen wird. Nein, er und seine Frau Nina erwarten Nachwuchs. Es wird ein Junge. Errechneter Termin ist der 19. Januar. Zapf sagt: „Es kann aber durchaus sein, dass unser Kind ein paar Tage früher kommt.“ Er und seine Ehefrau haben in sich in eine freiwillige Vorquarantäne begeben, um den Heiligen Abend und den Vormittag des 2. Festtags gemütlich bei seiner Mutter und den Schwiegereltern verleben zu können. „Diesmal“, stellt er heraus, „haben wir uns eingeladen.“ Seiner Nina soll die ganze Vorbereitung nicht mehr zugemutet werden. Praktisch: Mutter und Schwiegereltern wohnen ganz dicht beieinander.

Bei Müllers steht der Baum schon über eine Woche. Vater Christian und Tochter Anika freuen sich auf schöne Momente mit der Familie.

Auf Verwandtschaftsbesuch im sauerländischen Brilon (Heiligabend) und in Mainz (1. Weihnachtstag) begibt sich Marcel Heinemann, Trainer des Fußball-Landesligisten FC Remscheid. Er sagt: „Darauf freue ich mich.“ Danach kehrt er nach Remscheid zurück. Bis er seine Mannschaft per Zoom-Konferenz wiedersieht, dauert es dann aber noch ein paar Tage. Der Tabellenführer nimmt am 4. Januar wieder das Online-Training auf.

Marcel Mutz, Trainer des Handball-Drittligisten Bergische Panther, meidet mit seiner Lebensgefährtin Jasmin die sozialen Kontakte in diesen vorweihnachtlichen Tagen ganz bewusst. Man möchte die gemeinsamen Stunden bei seinen Eltern (am Heiligabend) und bei den Schwiegereltern (am 1. Weihnachtstag) sorgenfrei und ausgiebig genießen. Die Abläufe werden an beiden Tagen ähnlich sein. „Wir treffen uns mittags zum Kaffeetrinken und gehen dann ganz gemütlich zum Raclette-Essen über.“ Man freue sich auf die gemeinsame Zeit und wolle alles dafür tun, gesund zu bleiben: „Deshalb muss man bei einem leckeren Essen auch schon einmal ein bisschen mehr Abstand halten, als dies sonst der Fall ist.“

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