Fußball

FCR will den nächsten Spitzenreiter ärgern

Marcelo Costa Rebelo (Nr. 10) kehrt in den FCR-Kader zurück und will mit seinen Mannschaftskameraden jubeln. Foto: Michael Sieber
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Marcelo Costa Rebelo (Nr. 10) kehrt in den FCR-Kader zurück und will mit seinen Mannschaftskameraden jubeln.
  • Fabian Herzog
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  • Andreas Dach
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Fußball: Landes- und Bezirksligisten stehen zum Teil vor richtungweisenden Spielen

Landesliga: FC Remscheid – SF Hamborn 07 (So., 15 Uhr, Röntgen-Stadion). Zweimal hat der FCR es bereits in dieser Saison geschafft. Als er am sechsten Spieltag beim VfB Speldorf mit 2:0 gewann und am 13. Spieltag den Mülheimer FC mit den 3:0 bezwang, gelang ihm dies jeweils gegen den aktuellen Spitzenreiter. Sollten nun also aller guten Dinge drei sein? Marcel Heinemann hätte nichts dagegen. „Hamborn hat in diesem Jahr noch kein Spiel verloren“, weiß der Trainer der Remscheider und findet: „Es wird Zeit, dass sich das ändert.“

Was nicht hochnäsig oder arrogant rüberkommen sollte. Aus den Worten des Coaches ist die pure Vorfreude auf das derzeitige Nonplusultra der Liga abzuleiten. „Sie stellen die stärkste Offensive und haben mit Timm Golley und Julian Bode zwei brandgefährliche Angreifer in ihren Reihen“, schwärmt Heinemann. „Da wird unsere Defensive alle Hände voll zu tun haben.“ Dass aber auch Hamborn schlagbar ist, deutete sich im Hinspiel an, als der FCR nach Gelb-Rot gegen Tristan Maresch eine halbe Stunde in Unterzahl agierte und „nur“ 1:2 verlor.

Vor dem Rückspiel gibt es Positives vom Offensivmann zu berichten. Maresch trainiert wieder. Genau wie Daniel Saibert. Von den beiden Rekonvaleszenten wird aber eher Letztgenannter direkt eine Option für die Bank sein. Dort könnte sich auch Marcelo Costa Rebelo nach überstandener Corona-Infektion wiederfinden. Fehlen werden Yu Sato (krank) und Alessio Bisignano (Urlaub).

Landesliga: DJK Arminia Klosterhardt – SV 09/35 Wermelskirchen (So., 15.15 Uhr). Die Lage im Rennen um den Klassenerhalt spitzt sich immer weiter zu. Und je näher das Saisonende rückt, desto mehr kristallisiert sich heraus, worauf es ankommt. Sebastian Pichura ist sich jedenfalls sicher: „Nur wer den Abstiegskampf annimmt, wird diesen auch überstehen.“ Der Coach des SV 09/35 hatte sich am zuletzt spielfreien Wochenende gemeinsam mit Co-Trainer Zeljko Nikolic das Duell Speldorf gegen Klosterhardt (1:1) und zeigte sich von der Intensität beeindruckt: „Es war brutal, wie beide Mannschaften gekämpft haben.“

Davon berichtete er auch seinen Schützlingen zum Start der Trainingswoche und schwor sie auf ausstehenden sieben Partien ein. „Wir brauchen noch sechs Punkte“, hat Pichura errechnet. „Die müssten reichen. Auch wenn diese Liga krank ist.“ Apropos: Am Donnerstag war der Trainer, nach einigen Einsätzen in spielender Funktion, beim Kniespezialisten in Köln. „Er hat gesagt, dass das Gute ist, dass nichts mehr kaputtgehen kann.“ Trotzdem – oder gerade deswegen? – wird sich Pichura am Sonntag wohl wieder auf die Bank setzen. Weil Luca Postic (Corona) nun erst einmal ausfällt, Emre Circir (Knie) fraglich ist und Mark Mittmann für den Rest der Saison verletzt ausfällt. Yannik Wylezol und wohl auch Alex Kelm sind zurück im Team, keine Option ist diesmal der zuletzt aushelfende Aleksandar Stanojevic.

Bezirksliga, Gruppe 2: SSV Dhünn – DV Solingen (So., 15 Uhr, Staelsmühle). Bei den Dhünnern gibt man sich vor der zweiten Partie in Folge gegen eine Spitzenmannschaft kämpferisch. So sagt Trainer Kristian Fischer: „Wenn sie etwas bei uns holen wollen, müssen sie wissen, dass es wehtun wird.“ Bedeutet: Der SSV, der jeden Punkt im Abstiegskampf braucht, setzt einmal mehr auf das besondere Dhünner Flair. Gerade in der Anfangsphase brennen die Solinger oft ein fußballerisches Feuerwerk ab. Fischer: „Wir müssen sehen, dass sie sich nicht in einen Rausch spielen.“ Dennis Schmidts Mitwirken ist fraglich, Sven Giersch und Florian Mosler fallen mit Muskelverletzungen aus, Christian Nippel ist krank. Im Gegenzug kehren Timo Schwebke, Gabriel Romeo und Leo Funke in den Kader zurück.

Bezirksliga, Gruppe 2: Dabringhauser TV – SSV Berghausen (So., 15.15 Uhr, Höferhof). Als Favorit geht der DTV mit Blick auf die personelle Lage nicht ins Spiel gegen den Tabellenvierten. Chancenlos ist er aber auch nicht. „Wir müssen die Null so lange wie möglich halten“, plant Trainer Patrick Grün. Wissend, dass die Gäste die beste Abwehr der Liga stellen und bei eigener Führung noch konsequenter auf die Abwehrarbeit setzen. Auch ohne die Verletzten Maurizio Lo Pinto, Yusuf Kaya, Dennis Dossmann und Justin Lüdtke sowie Zakaria Soumah (Sperre) will man Nadelstiche setzen. Bis zu den überlebenswichtigen Partien gegen Britannia Solingen und den SC Unterbach – beide stehen auf Abstiegsplätzen – hat man danach zwei beziehungsweise drei Wochen Zeit für die Vorbereitung.

Bezirksliga, Gruppe 3: SSVg. Velbert U23 – SSV Bergisch Born (So., 11 Uhr). Früh aufstehen muss der SSV am Sonntag. „Ich hoffe, dass die Jungs diszipliniert sind“, setzt Trainer Tim Janowski auf eine im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschlafene Mannschaft. Er hat den Gegner am Donnerstagabend beim Nachholspiel gegen Rade per Soccerwatch inspiziert. Weiß aber: „Da kann sich personell immer etwas tun. Im Hinspiel haben die Velberter drei Spieler aus der 1. Mannschaft eingesetzt.“ Dominik Baumann und Carmelo Salpetro sind gesperrt, Anis Geus und Dennis Rauchhaus verletzt, die Koch-Brüder Marco und Yanic in Urlauber. Dem 18-Mann-Kader werden sieben A-Jugend-Spieler angehören.

Bezirksliga, Gruppe 3: SC Frintrop 05/21 – SC 08 Radevormwald (So., 15 Uhr). Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn die Rader noch die Abstiegsränge verlassen wollen, ist ein Sieg beim Vorletzten Pflicht. Trainer Zdenko Kosanovic sagt: „Spielen wir so, wie in der ersten Halbzeit in Velbert, ist mir nicht bange.“ Problem: Yannik Prahl hat sich am Donnerstagabend ohne Gegnereinwirkung verletzt, fällt aus. Für ihn spielt Marc Aldergot. Torwarttrainer Thomas Platte setzt sich auf die Bank.

Bezirksliga, Gruppe 3: SC Ayyildiz – VfB Marathon (So., 15 Uhr, Honsberg). Beide müssen gewinnen. Beide werden im Remscheider Duell alles für drei Punkte tun. „Es geht ums Überleben“, wählt SCA-Trainer Erdal Demir deutliche Worte. „Wenn wir verlieren, sind wir wieder mittendrin in der Abstiegszone.“ Neben Langzeitverletzten wie Recep Kalkavan und Talha Özkan müssen die Rotsünder Hakan Gözen und Emre Albayrak sowie Hakan Türkmen (Wade) ersetzt werden. Dafür stehen Osman Öztürk und Muhammed Akbulut wieder zur Verfügung. Enes Gün ist nach seiner Verletzung wieder ins Training eingestiegen, könnte eine Alternative werden.

Beim Stadtrivalen aus dem Westen Remscheids setzt Trainer Dominik Müller auf eine „andere Einstellung“, hat beim Training eine „andere Aggressivität und viel mehr Zug“ registriert. Folge seiner ernsten Worte, die er an die Mannschaft gerichtet hat. „Ich habe die Jungs gefragt, ob man sich so präsentieren möchte wie beim 1:9 in Born“, berichtet er. Nun will man viel mehr an die Tugenden des Hinspiels anknüpfen, als Nico Tauschel eine rote Karte sah und man Ayyildiz bei der 2:3-Niederlage trotzdem über lange Zeit im Schwitzkasten hatte. Pascal Urban und wohl auch Frederik Feiten fallen wegen Knieproblemen aus, Pierre Fragola (nach Corona) und Patrick Larisch sind wieder dabei.

Nachholspiel

In einem Nachholspiel kam der SC 08 Rade am Donnerstag bei der SSVg. Velbert U23 mit 1:6 (0:1) unter die Räder. Der Ehrentreffer gelang Levin Deist in der 54. Minute mit seinem Tor zum 1:3. Was sich deutlich anhört, war es zumindest in Halbzeit eins nicht. Direkt nach der Pause erfolgte dann der Genickbruch. Trainer Zdenko Kosanovic: „Das Ergebnis ist auf jeden Fall zu hoch ausgefallen.“

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