Sportlicher Adventskalender

Familientradition: Auf die Nummer 8 gibt Alof acht

Jean-Pierre Alof mit seiner Nummer, die der Burscheider ganz sicher so schnell nicht mehr hergeben wird. Foto: Alof
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Jean-Pierre Alof mit seiner Nummer, die der Burscheider ganz sicher so schnell nicht mehr hergeben wird.
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Nächstes Türchen im Adventskalender des RGA-Sports mit Handballer Jean-Pierre Alof.

Von Fabian Herzog

Als es vor dieser Handballsaison neue Trikots für die 2. Mannschaft der Bergischen Panther gab, wurde in der Whatsapp-Gruppe des Verbandsligisten gefragt, wer welche Nummer haben wollen würde. Bei Jean-Pierre Alof brach in diesem Moment für kurze Zeit eine gewisse Hektik aus. „Ich wollte unbedingt meine 8 haben und habe ganz schnell als Erster geantwortet“, erzählt der 21-Jährige grinsend.

Ja, diese Nummer hat es ihm angetan. Darauf gibt Alof acht, dass er diese bekommt. Und das hat einen guten Grund, wie der Kreisläufer erzählt: „Meine Mutter hat sie früher schon getragen.“ Gemeint ist Katrin Alof, geborene Mücher, die bei der Burscheider TG gespielt hat und damit die Familientradition fortgesetzt hat. Denn auch schon deren Eltern waren in dieser Sportart – damals noch auf dem Feld – zu Hause.

Zur nächsten Generation mit der Nummer 8 gehört aber nicht nur Jean-Pierre, sondern auch dessen Schwester Marie Alof. Die mittlerweile 25-Jährige hat in ihrer Zeit im Nachwuchsbereich große Erfolge gefeiert. In der B-Jugend wurde sie mit den Panthern Westdeutscher Meister, mit der A-Jugend von Bayer Leverkusen anschließend zweimal gar Deutscher Meister. Jeweils logischerweise mit der Nummer 8 auf dem Rücken. Danach setzte die Linkshänderin aber erst einmal alles auf die Karte Beruf, studierte in Stuttgart und Schottland, machte ein Auslandsjahr auf Bali und zieht jetzt nach Berlin, um bei Süßwarenhersteller Storck zu arbeiten.

Zurück zu Jean-Pierre Alof, der seiner Schwester nur zu gern nacheifern würde. Nicht beruflich, da bleibt der Burscheider bei seinem dualen Studium bei Siemens in Köln, aber sportlich. „Ich möchte auch endlich mal Meister werden“, sagt er. Das hat bislang weder in der Jugend bei der BTG, beim TV Witzhelden oder den Panthern noch im Seniorenbereich geklappt.

Pendelte Alof zunächst noch zwischen Zweit- und Drittvertretung, ist er mittlerweile fester Bestandteil des Verbandsligateams. Auf der Kreisläuferposition hat er in Torben Schneider allerdings namhafte Konkurrenz, dem er bislang meist den Vortritt lassen muss. „Von ihm schaue ich mir eine Menge ab“, sagt der 21-Jährige über den erfahrenen ehemaligen Spieler der 1. Mannschaft.

Mit der Zweiten stehen die Chancen für Alof in dieser Saison gut, seinen Traum zu erfüllen und Marie nachzueifern. Die Panther haben alle ihr fünf bisherigen Partien gewonnen, „Man muss wegen Corona aber abwarten, wie es weitergeht“, sagt er. Generell ist aber auch er zuversichtlich, dass es mit dem Aufstieg klappt. Dann werden die Panther II, sofern es die Pandemie zulässt, feiern. Und ganz besonders einer: der Spieler mit der Nummer 8.

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