Blick über den Zaun

Ex-Wermelskirchener steigen in 2. Liga auf

Was für ein Jubel, was für eine Begeisterung: Nach dem Sieg im Schwabenland nahmen die Hagener Feierlichkeiten Fahrt auf. Mittlerweile werden sie auf Mallorca fortgesetzt. Foto: VfL Eintracht Hagen
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Was für ein Jubel, was für eine Begeisterung: Nach dem Sieg im Schwabenland nahmen die Hagener Feierlichkeiten Fahrt auf. Mittlerweile werden sie auf Mallorca fortgesetzt.
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Was für eine Enttäuschung: Nach der 26:29 (15:13)-Niederlage des VfL Gummersbach beim EHV Aue glauben bestenfalls noch Superoptimisten an den Bundesliga-Aufstieg der Oberbergischen.

Von Andreas Dach

Zwar war der VfL auch ohne seine Stammkräfte Timm Schneider, Fynn Herzig und Raul Santos 45 Minuten lang die bessere Mannschaft und führte stets knapp, doch dem Endspurt des Tabellenvierten hatte man dann nicht mehr viel entgegenzusetzen. Zwischenzeitlich stand sogar einmal eine Vier-Tore-Führung der Gäste auf der Anzeigetafel (21:17, 42.). Doch Aue glich innerhalb von nur fünf Minuten aus. Der Anfang vom Ende. Unter dem Druck des Gewinnen-Müssens verlor der VfL Gummersbach den Faden und trat schließlich einigermaßen desillusioniert die Heimreise an. Die nun folgenden zwei Heimspiele in der Schwalbe-Arena gegen den HC Elbflorenz (Mittwoch, 19 Uhr) und die HSG Konstanz (Samstag, 18 Uhr) sollte man nun aber nicht abschenken.

Sicher ist: In der 2. Handball-Bundesliga bekäme es der Traditionsclub in der kommenden Saison mit dem VfL Eintracht Hagen zu tun. Die Mannschaft, bei welcher der frühere Wermelskirchener Michael Stock seit Jahren erfolgreich als Sportdirektor fungiert, gewann das zweite Aufstiegsendspiel beim HC Oppenweiler/Backnang auf beeindruckende Weise mit 39:33 (17:16) und krönte eine fantastische Spielzeit. Bereits das Hinspiel hatte Hagen mit 36:31 gewonnen.

Was sich leicht anhört, war es nicht wirklich. Michael Stock jedenfalls stellte heraus: „Uns ist in der Aufstiegsrunde nichts geschenkt worden.“ Schon gar nicht am Samstag. Auf dem Weg ins Schwabenland platzte dem Bus auf Höhe von Olpe ein Reifen. Der Fahrer bekam das riesige Gefährt soeben auf den Seitenstreifen gelenkt, tuckerte dann mit gefühltem Tempo von 3 km/h zur Ausfahrt. „Wir hatten ein Tageshotel gebucht“, berichtete Stock, „und wollten um 13 Uhr da sein.“ Es wurde deutlich später. Mit zwei kurzfristig georderten und weniger komfortablen Kleinbussen kam der VfL-Tross erst um kurz vor 16 Uhr an und musste einige Pläne über den Haufen werfen. Um so bemerkenswerter, wie man abends vor Zuschauern die sportliche Herausforderung bewältigte. „Ich war nie in Sorge“, sagte Stock. Auch nicht, als der Gastgeber mit 22:21 in Führung ging.

Erst am Morgen des Sonntags war der überglückliche VfL wieder daheim. Die Spieler wechselten kurz die Sporttasche – gegen Mittag ging es weiter zur Abschlusstour zum Ballermann nach Mallorca. Die Verantwortlichen um Stock treffen sich hingegen am Freitag zu einem verlängerten Wochenende in Ofterschwang (Allgäu) und planen die Zukunft. Die könnte rosig werden.

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