Boxen

Es geht in jeder Beziehung aufwärts

Ab in den Flieger: Hinter einer Delegation des Bergischen Box-Clubs liegt eine aufregende Reise nach Bosnien und Herzegowina.
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Ab in den Flieger: Hinter einer Delegation des Bergischen Box-Clubs liegt eine aufregende Reise nach Bosnien und Herzegowina.
  • Andreas Dach
    VonAndreas Dach
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Bergischer Box-Club ist in Bosnien und Herzegowina ein toller Repräsentant des bergischen Sports.

Auch der Bergische Boxclub hatte unter Corona zu leiden. Arg sogar. Die Mitgliederzahl ist erheblich geschrumpft – rund ein Drittel der Aktiven hat dem BBC während der Pandemiezeit den Rücken gekehrt. Doch wir alle wissen: Boxer sind Kämpfer. Wer aufgibt, hat verloren. Deshalb ist diese Variante keine Option. Schon gar nicht, wenn gute Typen wie Jusuf Visnjic und Ismail Tutal vorneweg gehen. Sie sind treibende Kräfte. Und sie dürfen nun mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen, dass es beim Bergischen Boxclub wieder aufwärts geht. Steil sogar.

Man denke an die internationale Boxveranstaltung in Bosnien, der Heimat Visnjic, bei welcher der Remscheider Verein kürzlich mit sieben Athletinnen und Athleten der Jahrgänge 2004 bis 2007 vertreten gewesen ist. Diese gaben nicht nur aus sportlicher Sicht eine gute Visitenkarte ab, sondern wussten auch außerhalb des Boxrings durch ein sehr sympathisches Auftreten zu überzeugen. „Es war eine Superreise“, stellte Visnjic heraus, „alle haben sich toll präsentiert.“

Finalisten in Bosnien: Asifa Bihorac und Deniz Efe Ekin.

Wie schon gesagt: Dies gilt für alle Ebenen. Aus dem siebenköpfigen Kreis schafften es zwei Aktive sogar bis ins Finale, welches dann jeweils gegen Kämpfer aus dem schwedischen Nationalkader verloren ging. Trotzdem waren es ganz starke Leistungen, die Asifa Bohorac und Deniz Efe Ekin zeigten. Gleiches gilt im ähnlichen Maße auch für Emilio Perrone, Mike Wöstmann, Melek Ben Mohamedm Ahmet Tutal und Bakhtyar Mamoyan. Allesamt großartige Aushängeschilder für Remscheid, für den Sport und für den Bergischen Boxclub.

Der BBC ist schon häufiger in Serbien und Bosnien boxtechnisch unterwegs gewesen. Diesmal war der Aufenthalt besonders nachhaltig: „Die Kinder und Jugendlichen sind sehr, sehr motiviert“, hat Visnjic beobachtet. Wozu gewiss auch die Präsenz in mehreren TV-Sendern beigetragen hat.

Der Bergische Boxclub war nach Sarajevo eingeladen worden, musste „nur“ die Flugkosten begleichen. Alle teilnehmenden Teams aus zwölf Nationen – unter anderem auch aus Schweden, Italien, Rumänien – waren gemeinsam in einem Hotel untergebracht. Verpflegung inklusive. Ging es nicht zu den nächsten Fights in die Halle, nutzte man das Freizeitprogramm, welches vom Veranstalter angeboten wurde. Fazit: Sarajevo und Bosnien haben eine Menge zu bieten.

Wie auch der BBC. Stellvertretend in Person von Lütfiye Tutal. Die 18-jährige Boxerin, die dem Nationalkader angehört, ist derzeit das sportliche Aushängeschild des Vereins und hat sich in den vergangenen Tagen bei der Weltmeisterschaft in Spanien aufgehalten. Dort kam zwar im Viertelfinale das Aus gegen eine Athletin aus Kasachstan – viele Fachleute prophezeien der jungen Frau aber eine große Zukunft.

Ja, und dann wären da noch die Niederrheinmeisterschaften der Jugend, die am 11. und 12. Februar kommenden Jahres stattfinden werden. Was der Bergische Boxclub damit zu tun hat? Eine ganze Menge. Ihm ist vom Verband das Vertrauen geschenkt worden, die Veranstaltung auszurichten.

Problem nur: Man ist noch auf der Suche nach einer Sporthalle. „Wir befinden uns in Gesprächen mit der Stadt“, sagt Jusuf Visnjic. Zu einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung ist man bislang aber noch nicht gekommen. Da sollte sich doch etwas machen lassen . . .

Der Verein

Der Bergische Box-Club ist im Jahr 2012 gegründet worden, hat also mittlerweile bereits die Zweistelligkeit erreicht. Die Verantwortlichen leisten aufopferungsvolle Arbeit – trotz zum Teil beengter Verhältnisse in der EMMA-Sporthalle. Bei dem Verein herrschen feste Prinzipien vor. Wie Disziplin und Respekt.

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