Schiedsrichter

Ertürk will mit dem Team neue Wege gehen

Freut sich auf die Aufgaben, die auf ihn und auf sein junges Team im Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss künftig zukommen: Himmet Ertürk ist der neue Obmann.
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Freut sich auf die Aufgaben, die auf ihn und auf sein junges Team im Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss künftig zukommen: Himmet Ertürk ist der neue Obmann.
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Interview: So tickt der neue Vorsitzende des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses.

Von Andreas Dach

Sie sind beim Kreistag vor wenigen Wochen zum Nachfolger von Dirk Spiegelhauer als Kreis-Schiedsrichter-Obmann gewählt worden. Mit ein wenig Abstand: Warum sind Sie angetreten?

Himmet Ertürk: Wir haben das Ziel, das Schiedsrichterwesen in unserem Kreis mit unserem neuen Team weiter voranzutreiben. Dabei wollen wir auch mal neue Wege gehen, die in der Vergangenheit nicht gegangen worden sind. Ich erhoffe mir viel davon.

Was zum Beispiel?

Ertürk: Unter anderem ist es wichtig, Synergieeffekte zu nutzen und deshalb kreisübergreifend mehr zusammenzuarbeiten. Ich denke da an Talentsichtung und so einiges mehr. Es kann attraktiv sein, auch mal andere Spiele zu sehen. In anderen Kreisen.

Ganz geräuschlos ist der Wechsel von Dirk Spiegelhauer zu Ihnen nicht vonstatten gegangen. Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Vorgänger mittlerweile?

Ertürk: Es ist nicht mehr das, was es einmal war. Eine Aussprache hat es noch nicht gegeben. Ich habe versucht, eine Transparenz zu schaffen, indem ich Dirk einige Tage vorher über mein Vorhaben informiert habe. Es gab meinerseits ein offenes Visier. Er sollte nicht erst am Tag selbst überrascht werden.

Inzwischen hat der neue Kreis-Schiri-Ausschuss seine Arbeit aufgenommen und bereits einige Dinge in den sozialen Netzwerken gepostet.

Ertürk: Schiri-Sitzung, Kreisleistungsüberprüfung, zentraler Anwärterlehrgang – wir wollten alle auf dem Laufenden halten.

Was hatte es mit dem zentralen Schiedsrichterlehrgang auf sich?

Ertürk: Der hat in Duisburg stattgefunden. Quasi in Form einer dreitägigen Druckbetankung. Insgesamt haben 116 Anwärter teilgenommen. Wir im Kreis Remscheid konnten dadurch drei neue Unparteiische für unseren Kreis gewinnen. Unser neuer Lehrwart Marvin Szlapa hat im Rahmen der Veranstaltung zu den Referenten gehört.

Es ist nach wie vor enorm schwierig, neue Kräfte zu gewinnen.

Ertürk: Es war immer schwierig. Für die Vereine, Ehrenamtler zu finden und sie dann an uns weiterzugeben. Deshalb sage ich immer, dass wir in einem Boot sitzen. Alle Triebwerke müssen zusammenspielen.

Sie wollen das Schiedsrichterwesen mit Ihrem Team attraktiver machen. Wie soll das gelingen?

Ertürk: Voraussichtlich Mitte Mai werden wir uns mit unserem neuen Ausschuss für zwei Tage zu einer Klausurtagung nach Duisburg zurückziehen. Wir wollen uns dort intensiv austauschen, Ideen sammeln, Struktur reinbekommen und sicher auch für unsere daraus resultierenden Maßnahmen einfließen lassen, wie andere Kreise mit der Thematik umgehen. Einen goldenen Weg gibt es bestimmt nicht. Ich persönlich halte die Interaktion mit den Vereinen für sehr bedeutsam.

Wie würden Sie sich selbst als Führungskraft beschreiben?

Ertürk: Als verbindlich. Immer mit einem Ziel vor Augen, dabei auf Beteiligung bedacht. Alle, die daran mitwirken, müssen Gestaltungsmöglichkeiten haben. Ich halte mich für kooperativ und bestimmt auch kompromissbereit, wenn man mich von einer Sache überzeugt.

Sie haben jetzt die Möglichkeit, unsere Leserinnen und Leser wissen zu lassen, was Ihnen als Kreis-Schiedsrichter-Obmann besonders wichtig ist.

Ertürk: Das Schiedsrichterwesen und der Schiedsrichterausschuss sind ein Bestandteil des Fußballsports. Wir leben nicht auf einer Insel, sind keine Enklave. Ohne Mannschaften brauche ich keine Schiedsrichter, und umgekehrt ist das genauso der Fall. Deshalb plädiere ich für einen intensiven Austausch mit den Vereinen. Wir wollen mit ihnen in eine Interaktion treten, haben immer ein offenes Ohr. Bei Problemen, bei Nöten, bei Fragen. Gerne gehen wir auch direkt zu den Clubs und klären Spieler und Trainer über offizielle Regeländerungen auf, die es immer wieder gibt und die vielleicht noch nicht zu jedem durchgedrungen sind.

Werden die Schiedsrichter des Kreises Remscheid auch in Zukunft wieder zeigen (wollen), wie es um ihre eigenen fußballerischen Fähigkeiten bestellt ist?

Ertürk: Aber selbstverständlich. Bereits im Mai reisen wir mit unserer Mannschaft wieder zur Teilnahme am Fußballturnier in Lüneburg. Das hat schon Tradition, dass wir dort mitmachen.

Zur Person

Himmet Ertürk wurde am 26. Juli 1986 in Remscheid geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er arbeitet in Düsseldorf als Ltd. Angestellter beim Landesamt für Besoldung und Versorgung. Ehrenamtlich übernimmt er Verantwortung bei der Gewerkschaft (VdLA) und beim Deutschen Beamten-Bund, jeweils auf NRW-Ebene. Er selbst hat beim VfB Marathon bis zur A-Jugend Fußball gespielt, hat sich danach dem Schiri-Wesen gewidmet. Bis 2009 hat er gepfiffen, seit 2016 ist er als Beobachter unterwegs. Vor wenigen Wochen wurde er zum Kreis-Schiri-Obmann gewählt.

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