Sportlicher Adventskalender

Er schwimmt mit der 13 gegen den Strom

Mit der 13 auf dem Rücken ist Max Richter seit vielen Jahren eine ganz feste Größe beim Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid. Fotos: Michael Sieber
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Mit der 13 auf dem Rücken ist Max Richter seit vielen Jahren eine ganz feste Größe beim Rollhockey-Bundesligisten IGR Remscheid.
  • Peter Kuhlendahl
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Nächstes Türchen im Rückennummern-Adventskalender des RGA-Sports mit Rollhockey-Spieler Max Richter

In Flugzeugen springt die Nummerierung von der Reihe 12 auf die 14. Es soll Hochhäuser geben, in denen es offiziell kein 13. Stockwerk gibt. Und über die Gefahren, die an einem Freitag, den 13. lauern, sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Allein schon aus diesem Grund drängt sich natürlich sofort die Frage auf, warum man bei der Trikotvergabe nach der Nummer 13 greift?

Das war bei Rollhockey-Bundesligaspieler Max Richter ganz anders. „Die 13 ist zum einen schon immer meine Glückszahl gewesen. Außerdem schwimme ich gerne bei vielen Dingen gegen den Strom“, erklärt der 27-Jährige, der seit seiner frühesten Jugend in Remscheid Rollhockey spielt. Damals allerdings erst mit der 4, da es offiziell nur die Nummern 1 bis 10 gab.

Max Richter spielt seit seinem 6. Lebensjahr Rollhockey.

Durch einen guten Freund – „Wir sind damals fast wie Brüder aufgewachsen“ – hat er im Grundschulalter zum Rollhockey gefunden. „Ich hatte zunächst Fußball gespielt. Aber das ist in meinen Augen eben kein richtiger Männersport gewesen“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Zum einen ginge es in seiner Sportart gut zur Sache, und zum anderen wäre alle Akteure nicht solche Mimosen wie der eine oder andere Kicker.

Richter schont also sich und auch seine Gegenspieler in der Bundesliga nicht. Und wenn er zum Torschuss ansetzt, kann die Kugel schon mal im Netz einschlagen. Und auch durch seine körperliche Erscheinung macht er bei seinen Gegenspielern Eindruck. In der jüngsten Vergangenheit hatte er aus beruflichen Gründen seine sportliche Karriere in der Bundesliga eigentlich beendet. Als Ausgleich hatte er sich dann für den Gang ins Fitnessstudio entschieden und da ordentlich an Muskeln zugelegt. „Dann habe ich aber gemerkt, dass es sowohl mit, aber auch ohne Rollhockey irgendwie nicht geht“, erzählt Richter, der bei der IGR natürlich sofort wieder mit Kusshand genommen wurde.

Dabei galt es allerdings zu akzeptieren, dass Richter nicht bei allen Trainingseinheiten und auch den Spielen in der Bundesliga dabei sein kann. Er ist eben zu sehr im väterlichen Elektroinstallationsbetrieb eingespannt. Nach der Schule hat er bei seinem Vater die Lehre gemacht und dann zwei Jahre als Elektromonteur gearbeitet. Mittlerweile ist er Meister und wird den Betrieb in absehbarer Zeit übernehmen. „Derzeit können wir uns vor Aufträgen nicht retten. Das ist zwar stressig, aber natürlich auch beruhigend.“

Der Sitz der Firma ist in Köln. Dorthin ist Richter mittlerweile auch gezogen. „Mein Vater ist Kölner und wegen meiner Mutter damals nach Remscheid gezogen“, erklärt er. „Noch heute pendelt er jeden Tag in den Betrieb. Das ist nichts für mich.“

Als Teil der personellen Misere bleibt er zuversichtlich

Allerdings geht es nun für ihn regelmäßig zum Training in seine alte Heimat. Oder aktuell eher weniger. So gehörte Richter zu denen, die in den vergangenen Wochen aus den unterschiedlichsten Gründen passen mussten. „Entweder musste ich arbeiten, oder ich war krank.“ Die personelle Misere sei auch der Hauptgrund dafür. dass es für die IGR in der Bundesliga noch nicht so gelaufen sei wie erhofft. „Aber wenn wir im nächsten Jahr in den Play-offs hoffentlich über einen längeren Zeitraum komplett sind, sieht das ganz anders aus..“

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Neben dem Beruf und dem Sport ist da allerdings noch jemand, der für Max Richter wichtig ist. Freundin Sidika, mit der er im Norden von Köln lebt. Seit vier Jahren sind sie ein Paar. Und Richter weiß noch genau, an welchem Datum die Beziehung begann: „Es war an einem 13.“

Serie

In weniger als zwei Wochen feiern wir bereits Weihnachten. Auch unser Adventskalender, in der es sich um die Rückennummern auf den Trikots dreht, schreitet munter voran. Bislang haben wir Sebastian Weber (SV 09/35), Yusuf Kaya (DTV), Antonio Angelov (FCR), Jens Reinarz (Panther), Erik August (VfB Marathon), Moritz Mettler (ATV), Dennis Dossmann (Born II), Footballer Tommy Le, Ben Vornehm (Panther II) und Anis Geus (Born) in der Serie näher vorgestellt.

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