Türchen 22

Adventskalender: Er prahlt nicht - er überzeugt mit Leistung

Wie sein Idol Marc-André ter Stegen - so trägt auch Yannik Prahl vom SC 08 Radevormwald das Trikot mit der Nummer 22. Foto: YP
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Wie sein Idol Marc-André ter Stegen - so trägt auch Yannik Prahl vom SC 08 Radevormwald das Trikot mit der Nummer 22.
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Wir öffnen Türchen Nummer 22 im Rückennummern-Adventskalender des RGA-Sports mit dem Rader Keeper.

Von Andreas Dach

In Radevormwald Fußball zu spielen – das ist für Yannik Prahl eine Herzensangelegenheit. Muss es sein. Wie sonst soll man erklären, dass der 21-Jährige seit seinem fünften Lebensjahr auf dem Kollenberg kickt. Mal von anderthalb Jahren im Dress des SV 09/35 Wermelskirchen abgesehen. Und dann ist da auch noch die relativ weite Anreise des Beamten aus Hattingen, der mit seiner Freundin Celine in Sprockhövel lebt. Da braucht es schon einiges an Herzblut.

Türchen 22

Prahl bringt das mit. Bei der Spvg. Radevormwald – so hieß der Club zu seinen Jugendzeiten – probierte er sich zunächst im Feld aus. Als dann, wo so oft bei Club in diesen Altersklassen, mal ein Torhüter fehlte, sprang er ein. „Da“, sagt er heute, „habe ich mich im Prinzip schon umentschieden.“ Er versuchte sein Glück. Und wurde glücklich, auch wenn er zwischendurch immer mal wieder im Feld aufgestellt wurde.

Davon profitiert er heute immens. Sein Trainer beim Fußball-Bezirksligisten, Zdenko Kosanovic, stellt ausdrücklich fest: „Yannik ist fußballerisch sehr stark.“ Prahl braucht Rückendeckung, braucht Vertrauen. „Das Wichtigste ist für mich, dass ich spiele“, erklärt er. Als er nach dem Aufrücken aus der Jugend zu den Senioren beim SC 08 Radevormwald an Sebastian Weber nicht vorbeikam, entschied er sich zum Wechsel ins Eifgen. Sebastian Pichura hatte ihn dorthin gelockt. Prahl stellte sich dem Konkurrenzkampf mit Yannick Klüppelberg, später mit Justin Landwehr. Das war eine enge Kiste. Prahl spielte oft, konnte wegen seiner Ausbildung aber nicht immer regelmäßig trainieren und auch nicht die erhoffte Leistung bringen. Keine guten Voraussetzungen, um bei einem Fußball-Landesligisten die Nummer 1 zu sein beziehungsweise zu werden. Als dann in der Folge der Wechsel von Sebastian Weber zum SV 09/35 bekannt wurde, musste Prahl reagieren. Wieder Weber. Die Wermelskirchener setzten auf mehr Erfahrung im Kasten. Wobei Prahl nur in positiven Worten von seinem Kontrahenten spricht: „Wir verstehen uns gut. Er ist ein Supertyp.“

Mittlerweile ist Yannik Prahl fußballerisch glücklich, steht regelmäßig im Kasten des SC 08 Radevormwald, zu welchem er, quasi im Tausch, zurückgekehrt ist. Dort spielt er mit einigen Kumpels zusammen, mit denen er zum Teil schon in der Jugend die Knochen hingehalten hat. Wie Philipp Andreas oder Niklas Brocksieper. „Und Joel Schneider war sogar früher mein Trainer“, ergänzt er lächelnd.

Trainer Zdenko Kosanovic ist glücklich, den Schlussmann im Rader Tor zu wissen: „Yannik hat sich echt gemacht und ist ein sehr guter Nachfolger von Sebastian Weber.“ Das Fußballerische passt. Auch seine Reflexe können sich sehen lassen. Mit Torwarttrainer Thomas Platte arbeitet er intensiv an der Strafraumbeherrschung. Da gibt es noch minimalen Verbesserungsbedarf. Aber welcher Keeper ist schon perfekt?

Vielleicht Marc-André ter Stegen, der Nationaltorhüter, der für Barcelona spielt. Von ihm schwärmt Prahl geradezu: „Er war schon immer mein Idol. Auch, als er noch bei Borussia Mönchengladbach im Kasten stand.“ Sprungkraft, Art des Mitspielens – der Rader Torhüter schaut immer wieder genau hin. Und trägt keinesfalls zufällig die 22 auf dem Rücken. Wie ter Stegen. „Früher hatte ich die 1. Als sie bei 09/35 vergeben war, habe ich mich für die 22 entschieden“, sagt Prahl. Diese hat er auch nach seiner Rückkehr nach Rade behalten. Dort, wo er im Abstiegskampf oft im Mittelpunkt steht. „Man sollte uns nie abschreiben“, sagt er. „Der SC 08 gibt sich niemals auf.“

Serie

In unserem Rückennummer-Adventskalender kamen bislang der Reihe nach die Fußballer Sebastian Weber (SV 09/35), Yusuf Kaya (Dabringhauser TV) und Antonio Angelov (FC Remscheid), Handballer Jens Reinarz (Bergische Panther), Erik August von Fußball-Bezirksligist VfB Marathon), Moritz Mettler von Handball-Landesligist ATV Hückeswagen, Fußballer Dennis Dossmann (Bergisch Born II), Footballer Tommy Le, Handballer Ben Vornehm (Bergische Panther II), Anis Geus vom Fußball-Bezirksligisten SSV Bergisch Born, Max Richter von Rollhockey-Bundesligist IGR Remscheid, Fußballerin Melina Stratemeyer (SG Hackenberg), Handballerin Anke Görke (Lüttringhauser TV), Handballerin Alina Eigenbrod (Wermelskirchener TV), Fußballer Luca Lenz (SC Ayyildiz), Footballer Tobias Picard (AFC Amboss), Handballer Florian Hinkelmann (HG Remscheid) und Fußballerin Denise Hock (TG Hilgen) vor.

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